94.000 Euro für Tröge und Bänke: Wolfsberg wird jetzt grüner
Die Maßnahmen sollen das Mikroklima und die Aufenthaltsqualität im Stadtzentrum erhöhen.

Seit der umfangreichen Sanierung des Hohen Platzes in den Jahren 2018/19 bezeichnen viele Wolfsberger diesen aufgrund der fehlenden Grünflächen ein wenig spöttisch als „Betonwüste“. Auch die Umweltschutzorganisation „Greenpeace“ stellte Wolfsberg heuer im Sommer in einer Studie zur Hitzebelastung wegen des geringen Anteils an Sträuchern und Bäumen im Stadtkern ein äußerst schlechtes Zeugnis aus.
Nun hielten an mehreren Plätzen in der Oberen Stadt neue Pflanzentröge mit darin eingesetzten Gräsern, Stauden oder Kletterpflanzen zur Verbesserung des Mikroklimas Einzug. Außerdem wurde zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität auch eine Reihe von neuen Sitzbänken aufgestellt – etwa vor dem Rathaus, bei der Pestsäule oder vor der Apotheke.

„Mit der Neugestaltung von Hohem Platz und Rathausplatz setzen wir einen Wunsch um, der von vielen Bürgern immer wieder an uns herangetragen wurde: mehr Aufenthaltsqualität und mehr Grün in unserer Innenstadt“, sagt Bürgermeister Alexander Radl (SPÖ), dem es wichtig zu betonen sei, dass diese Maßnahmen nur indirekt mit der Greenpeace-Studie zu tun hätten.
Häufig geäußerte Wünsche der Bevölkerung
Vielmehr würde es sich dabei um die mitunter am häufigsten geäußerten Wünsche der Bevölkerung bei der 2021 durchgeführten Bürgerbefragung sowie der von ihm initiierten Ideenwerkstatt heuer im März handeln. „Schritt für Schritt gestalten wir Wolfsberg noch lebenswerter“, betont er, der Plätze schaffen wolle, an denen sich Menschen „gerne aufhalten, begegnen und ihre Stadt genießen“.

Rund 94.000 Euro werden in die Aufwertung des Hohen Platzes und des Rathausplatzes investiert. Etwa zehn Prozent der Kosten übernimmt die Klimawandel-Anpassungsmodellregion „Klimaparadies-Lavanttal“, den Rest finanziert die Stadt Wolfsberg über Mitteln aus dem „Kommunalen Investitionsprogramm“ des Bundes.
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