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Nationalteam besiegt Kosovo: Ein Debüt kommt selten allein

Das ÖFB-Team feierte im Happel-Stadion diverse erste Male. Die beste Showeinlage hatte dabei Junior Adamu auf Lager.

Junior Adamu tanzte den „Griddy“
© APA
Junior Adamu tanzte den „Griddy“

Und plötzlich tanzte Junior Adamu auch in den Katakomben während seiner Medienrunde den „Griddy“. Das ist ein Tanz, den vor allem NFL-Star Justin Jefferson populär gemacht hat, um seine Touchdowns zu feiern. „Ich habe versprochen, nach meinem ersten Tor für Österreich den Griddy auszupacken", verriet der Grazer. Gesagt, getan. In den Sekunden nach seinem Treffer zum 2:0 beim 3:1-Sieg gegen den Kosovo schwang er das Tanzbein.

Es war die perfekte Showeinlage, um einen „debütreichen“ Tag des Nationalteams würdig zu zelebrieren. Neben Adamu gelang auch David Affengruber sein Premieren-Treffer für das ÖFB-Team. Die beiden Teenager Christian Zawieschitzky und Vasilije Markovic wiederum liefen ebenso wie der Kärntner Nikolas Veratschnig das erste Mal überhaupt für das A-Team auf.

Einen speziellen Torjubel wie Adamu hatte Affengruber nicht parat. „So oft treffe ich nicht. Das kommt dann so, wie es kommt", erklärte der frühere Sturm-Spieler, bei dem derzeit ein Highlight das andere jagt.

Junior Adamu und David Affengruber trafen erstmals im A-Nationalteam
© APA
Junior Adamu und David Affengruber trafen erstmals im A-Nationalteam

„Meine letzten Wochen waren aufregend, interessant und sehr spannend“, grinste er ob seiner Unterschrift beim FC Fulham, den ersten Matches für den neuen Arbeitgeber gegen Liverpool und Manchester United sowie dem erstmaligen Auftritt für das A-Team von Beginn an. Sich aus dieser Liste der Erlebnisse ein Highlight herauszupicken, sei schwierig. „Ein Wechsel in die Premier League ist schon etwas Besonderes, dann ein Tor im Nationalteam – ich würde beides auf Platz eins geben.“

Während für Innenverteidiger Tore eine Draufgabe sind, werden sie von Stürmern erwartet. Adamu lief seinem ersten im ÖFB-Trikot lange hinterher. Vor beinahe fünf Jahren feierte er noch unter Franco Foda sein Debüt im Nationalteam, beim Wiedersehen mit dem Ex-Teamchef traf er in seinem zehnten Länderspiel erstmals.

 Patrick Wimmer hatte ein super Auge für mich. Ich denke, ich schulde ihm etwas

— Junior Adamu

„Ich habe immer noch Gänsehaut. Das ist natürlich etwas Besonderes", strahlte der 25-Jährige, der schon in der Entstehung erkannte, dass sich in der Nachspielzeit der ersten Spielhälfte eine aussichtsreiche Situation entwickeln würde: „Xaver Schlager ist durch zwei, drei Leute durchgegangen, hat super zu Patrick Wimmer gespielt, der ein super Auge für mich hatte und rübergespielt hat. Ich denke, ich schulde ihm etwas“, lachte der Schalke-Legionär.

Das Trikot dieses für ihn so erinnerungswürdigen Spiels wird nun einen Ehrenplatz finden: „Das bleibt schön bei mir zu Hause.“ Wobei Adamu fest entschlossen ist, dem ersten Treffer für Österreich weitere folgen zu lassen: „Ich möchte dem Trainer zeigen, dass ich wichtig für die Mannschaft bin.“

Christian Zawieschitzky hinterließ einen abgebrühten Eindruck
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Christian Zawieschitzky hinterließ einen abgebrühten Eindruck

Diesbezüglich hat auch Zawieschitzky einen guten ersten Schritt gemacht. Der Salzburg-Tormann unterstrich bei seiner Premiere, warum er als große Zukunftshoffnung auf seiner Position gilt und weiß ebenfalls ganz genau, was mit seinem Trikot passiert: Das geht an seine Mama.

„Ich habe einfach gemacht, wozu ich verpflichtet bin", sagte der Tiroler, den es laut eigener Aussage nervte, nicht zu Null gespielt zu haben. Beim Abschlusstraining habe er erfahren, dass er zum Einsatz kommen werde und sei „sehr überrascht“ gewesen. Aber die Aufregung hatte der 19-Jährige im Griff: „Ich weiß nicht warum, aber bei mir ist es nicht so, dass ich brutal nervös bin. Das bin ich eher, wenn ich zum Aufwärmen gehe und das erste Mal durchs Stadion schaue.“

Ich bin nicht so schüchtern. Mir fällt es sehr leicht mit den anderen zu reden.

— Christian Zawieschitzky

Zawieschitzky wird nun wie vereinbart ins Camp des U21-Nationalteams einrücken und zeigt sich sehr froh, diese Woche beim A-Team erlebt haben zu dürfen. Den Anschluss hat er dabei schnell gefunden: „Ich bin nicht so schüchtern. Mir fällt es sehr leicht mit den anderen zu reden.“

Vasilije Markovic kam im Alter von 18 Jahren zu seinem Debüt
© GEPA
Vasilije Markovic kam im Alter von 18 Jahren zu seinem Debüt

Weiterhin ein Wörtchen mitreden soll auch Markovic, der mit 18 Jahren der jüngste Debütant des Abends war. „Es ist unglaublich schön, mit dabei zu sein. In so jungen Jahren kann man nur davon träumen. Es hat richtig gekribbelt. Ich war voller Emotionen“, strahlte das Talent der Wiener Austria.

Zuletzt buhlte auch Serbien um den Mittelfeldspieler. In der Theorie könnte er trotz seines ersten Länderspiels noch die Nation wechseln. Dazu wird es allerdings in der Praxis nicht kommen, wenn es nach Markovic selbst geht: „Nein. Alles abgeklärt.“

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