Suche
Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen.

Wann kommen die neuen Euro-Banknoten? Das ist der Fahrplan

EZB-Rat entscheidet voraussichtlich Ende des Jahres über die Designvorschläge für die Scheine. Fast zehn Millionen Europäerinnen und Europäer beteiligten sich bei der Online-Umfrage – am fleißigsten wurde in Österreich abgestimmt.

Entwürfe für die neuen Euro-Banknoten
© IMAGO/Christoph Hardt
Entwürfe für die neuen Euro-Banknoten
Manfred Neuper
Wirtschaft

Wann werden die neuen Euro-Banknoten eingeführt und wie werden sie aussehen? „Die neuen Banknoten sollen ab Anfang der 2030er-Jahre schrittweise in Umlauf gebracht werden“, teilt die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt mit. Voraussichtlich Ende des laufenden Jahres will der EZB-Rat endgültig über die Gestaltung der Scheine entscheiden.

Einfließen soll dabei auch das Votum von fast zehn Millionen Europäerinnen und Europäern, die sich an einer bis Anfang dieser Woche laufenden Online-Umfrage zum Design der künftigen Euro-Banknoten beteiligt haben. „Durch ihre Beteiligung am Gestaltungsprozess wurde ein wichtiger Schritt bei der Vorbereitung der nächsten Banknotenserie getan“, wird EZB-Präsidentin Christine Lagarde zitiert.

Bei der Abstimmung kamen laut der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) übrigens 469.166 vollständig ausgefüllte Fragebögen aus Österreich. „Das entspricht mehr als 5 Prozent der österreichischen Bevölkerung und damit dem höchsten Wert aller Euroländer“, wird betont. „Die außergewöhnlich hohe Beteiligung zeigt, wie stark die Menschen in Österreich mit dem Euro verbunden sind. Mehr als fünf Prozent der Bevölkerung haben sich Zeit genommen, über das künftige Aussehen unserer gemeinsamen Währung mitzuentscheiden. Damit liegt Österreich europaweit auf Platz eins und setzt ein starkes Zeichen für gelebte Beteiligung und für die Bedeutung des Bargelds“, so OeNB-Gouverneur Martin Kocher.

1 / 5
Entwürfe für die neuen Euro-Banknoten
Entwürfe für die neuen Euro-Banknoten © IMAGO

Berühmte Persönlichkeiten oder Flüsse und Vögel

Die Notenbank hatte in einer Vorauswahl für die Motive zwei Themen festgelegt. Für jedes liegen jeweils fünf Vorschläge zur Umsetzung vor:

„Europäische Kultur“: Auf der Vorderseite der Scheine sind berühmte Europäer wie Ludwig van Beethoven, Marie Curie und Leonardo da Vinci verewigt. Die Rückseiten zeigen etwa Darstellungen von Straßenkünstlern oder einem Sängerfest.

Die Design-Vorschläge im Überblick

„Flüsse und Vögel“: Fokus ist in diesem Fall die „Widerstandskraft und Vielfalt der natürlichen Ökosysteme Europas“. Unter anderem Eisvogel und Weißstorch kommen zu Ehren. Auf der Rückseite der Scheine werden europäische Institutionen abgebildet, zum Beispiel das Europäische Parlament, die Europäische Kommission und die EZB.

Fälschung der Scheine soll noch schwerer werden

Die neuen Euro-Scheine sollen zudem zusätzliche Sicherheitsmerkmale enthalten, um Kriminellen das Herstellen von Falschgeld weiter zu erschweren. Zudem wollen die Euro-Währungshüter die Umweltfolgen der Produktion verringern: Die Scheine sollen länger halten. Ein weiterer Aspekt: Für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen sollen die Banknoten besser erkennbar sein.

Die ersten Euro-Banknoten wurden am 1. Jänner 2002 ausgegeben. Seit Mai 2019 ist die zweite Generation der Scheine mit neuen Sicherheitsmerkmalen komplett. Der Euro ist gemeinsame Währung von rund 358 Millionen Menschen in 21 Ländern der Europäischen Union.