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Steirischer Pensionist erstochen: Lehrling (17) kommt vor Gericht

Ehepaar von Eindringling attackiert, 17-Jähriger soll mehrfach zugestochen haben. Staatsanwaltschaft klagt Mord und Mordversuch an, beantragt Unterbringung.

In der Nacht auf 22. April 2026 war der 17-Jährige in ein Haus eines älteren Ehepaares in St. Peter am Ottersbach im Bezirk Südoststeiermark eingedrungen
© APA / Erwin Scheriau
In der Nacht auf 22. April 2026 war der 17-Jährige in ein Haus eines älteren Ehepaares in St. Peter am Ottersbach im Bezirk Südoststeiermark eingedrungen
Christian Penz
Redakteur Bundesland Steiermark

Jener 17-Jährige, der im April ein älteres Ehepaar in St. Peter am Ottersbach (Bezirk Südoststeiermark) im Schlaf überrascht, die Eheleute attackiert und den Mann dabei getötet hat, muss sich bald vor Gericht verantworten. Die Grazer Staatsanwaltschaft hat wegen der Gefährlichkeit des Mannes sowohl eine Anklageschrift als auch einen Antrag auf Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen Zentrum eingebracht (noch nicht rechtskräftig). „Der Mann ist wegen der Verbrechen des Mordes, teils in der Entwicklungsstufe des Versuchs, angeklagt“, bestätigt Arnulf Rumpold, Mediensprecher der Staatsanwaltschaft, auf Anfrage der Kleinen Zeitung. Hintergrund: Dem 17-Jährigen wird der Mord am Pensionisten und der Mordversuch an dessen Ehefrau vorgeworfen.

Laut dem kinder- und jugendpsychiatrischen Gutachten leidet der Steirer an einer psychischen Störung, unter deren Einfluss weitere schwere Straftaten zu erwarten wären. Zum Tatzeitpunkt war der Fleischerlehrling sehr wohl zurechnungsfähig. Die anfängliche Untersuchungshaft wurde daher in eine Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen Zentrum umgewandelt.

„Mordlust“ als Motiv

Der 17-Jährige war in der Nacht auf den 22. April mit einem Messer in das Haus des Ehepaars eingedrungen und attackierte beide. Das gestand er damals gegenüber der Polizei. Der Fleischerlehrling gab zunächst „Mordlust“ als Motiv an. Das Paar kannte er nicht, aber er hatte es gezielt in seiner Region ausgesucht, da er sich aufgrund des Alters wenig Gegenwehr erwartet hatte. Den Hammer, mit dem er in das Haus gelangt war, hatte er nach der Tat weggeworfen. Das Tatmesser wurde sichergestellt. Der Jugendliche hatte nach der Tat selbst die Polizei angerufen und sich gestellt – er ließ sich widerstandslos festnehmen.

Anklage im Mordfall Stefanie P.

Erst am Montag wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Graz gegen einen 31-Jährigen Anklage wegen Mordes und Störung der Totenruhe beim Straflandesgericht erhoben hat, der Ende November 2025 seine Ex-Freundin getötet und in Slowenien vergraben haben soll. Dem Slowenen wird vorgeworfen, seine ehemalige Lebensgefährtin - die Beauty-Influencerin Stefanie P. – in deren Grazer Wohnung durch Würgen sowie durch Stiche und Schnitte getötet zu haben. Der in Graz einsitzende Mann ist nicht geständig.