Nach fünf Jahren geht Gleisdorfer Mega-Baustelle am Ring ins Finale
Seit fünf Jahren wird am Gleisdorfer Einbahnring gearbeitet. Jetzt geht es in die finale Phase. Ab kommender Woche wird im Bereich Florianiplatz asphaltiert. Wen die Umleitung betrifft und worauf Verkehrsteilnehmer achten müssen.
Seit fünf Jahren wird am neuen Gleisdorfer Einbahnring gearbeitet. 2022 startete der Bau in der Grazer Straße und in der Neugasse. 2023 wechselte die Baustelle in die Schillerstraße. 2024 wurde in der Ludwig-Binder-Straße umgebaut. Nach einem Jahr Pause nahm man heuer den letzte Bauabschnitt rund um den Florianiplatz in Angriff.
Nun geht es langsam ins Finale. Bereits seit einigen Wochen ist die Zufahrt zum Florianiplatz ab Rathausgasse und Alois-Grogger-Gasse gesperrt. Ab der nächsten Woche wird die Hauptfahrbahn asphaltiert.
Darum gilt – wie auch schon in der ersten Schulwoche – von Montag, 28. September bis Freitag, 2. Oktober in der Zeit von 6 bis 20 Uhr, eine spezielle Verkehrsführung. Betroffen ist die Strecke von der Kreuzung Kernstockgasse (Höhe Weltladen) bis Kreuzung Weizer Straße.
Wen betrifft die Umleitung? Busse und Schwerverkehr dürfen nicht in das Nadelöhr „Franz-Bloder-Gasse Kreuzung Jahngasse“ einfahren. „Es ist dort zu eng, das Ausscheren ist nicht möglich“, informiert Projektleiter Christopher Pieber von der Stadtgemeinde Gleisdorf. Sie werden darum über die Kernstockgasse umgeleitet und in die Dr.-Hermann-Horning-Gasse kurz gegen die Einbahn gelotst. Der Bus bleibt direkt vor der Volksschule stehen und fährt dann Richtung Feldgasse bis zur Weizer Straße (siehe Grafik). „An vier Punkten werden Lotsen den Verkehr regeln“, sagt Pieber.
Zwei Bushaltestellen werden nicht angefahren
Achtung: Aufgrund der Umleitung werden die Bushaltestellen beim Haus des Kindes und beim Schulzentrum nicht angefahren. Schüler der Mittelschule und des Gymnasiums müssen bei der Volksschule aussteigen und zu Fuß zum Schulzentrum gehen. Der Busbahnhof in der Schillerstraße ist von der Umleitung nicht betroffen.
„Wir haben versucht die beste Lösung für alle zu finden und uns bewusst gegen Nachtarbeiten entschieden, weil die Arbeiten sonst sicher um eine Woche länger dauern würden, da das Zeitfenster viel kürzer ist“, so Pieber.
Die Verkehrsführung wurde gemeinsam mit Land Steiermark, Bezirkshauptmannschaft, Polizei, Busunternehmen, Verkehrssachverständigen und Vertretern der Wirtschaftskammer erarbeitet. Außerdem haben Busse Probefahrten auf der Ausweichroute unternommen, ob die Strecke so fahrbar ist.
Ausgenommen von der Umleitung ist der Pkw-Verkehr. „Autos können ganz normal bis zur Kreuzung Weizer Straße durchfahren“, sagt Pieber. Allerdings: Wer die Großbaustelle in der Innenstadt meiden will und keine Erledigungen in der Innenstadt hat, sei gut beraten die großräumige Umleitung über den Bahnhof Richtung Ludersdorf-Wilfersdorf zu wählen. Diese ist bereits seit ein paar Wochen in Kraft und richtet sich vor allem an Durchzugsverkehr, Lkw und Schwerverkehr. Denn: Natürlich kann es immer wieder zu Verzögerungen und Staus kommen.
In rund eineinhalb Monaten wird die Deckschicht auf die Fahrbahn aufgetragen, in dieser Zeit muss noch einmal umgeleitet werden. Freie Fahrt ohne Baustellenverkehr heißt es dann spätestens ab 1. Dezember.
Was passiert am Florianiplatz? Parallel zur Asphaltierung wird bereits an der Oberfläche des neuen Florianiplatzes gearbeitet. „Es kommt eine lange Bank zum Sitzen, eine Treppenanlage Richtung Rathaus, ein Trinkbrunnen“, verrät Pieber. Für Barrierefreiheit gibt es eine eigene Rollstuhlrampe. Auch der Heilige Florian wird im neuen Glanz wieder seinen gewohnten Platz gegenüber des Rathauses zieren. Aktuell befindet er sich noch beim Restaurator.

Ab November sollen die 22 Bäume ihren Platz rund um den Platz bekommen. „Einer davon ist ein lebender Christbaum, der in der Vorweihnachtszeit festlich geschmückt wird“, sagt Pieber. Gesetzt wird nach dem sogenannten Schwammstadt-Prinzip. Dabei wird Regenwasser gespeichert und direkt für die Versorgung der Bäume genutzt. Grünflächen werden mit verschiedenen Stauden, Sträuchern, Gräsern und Blumen bepflanzt.
Was wurde bereits gemacht?
Fernwärme: Hauptleitung ist bereits in Betrieb. Die Hausanschlüsse befinden sich in der Inbetriebnahme-Phase.
Wasserleitung: Leitungsbau ist zu 100 Prozent fertig.
Strom: Leitungsbau zu 85 Prozent abgeschlossen, der neue Trafo zwischen Solarbaum und Pfarrkirche ist fertig und geht demnächst in Betrieb.
Glasfaser: Grabungsarbeiten sind fertig.
Regenwasserkanal: Zu 95 Prozent abgeschlossen, es fehlen noch die Hinterfüllungsarbeiten Fritz-Huber-Gasse.
Straßenbeleuchung: Laufende Arbeiten für die Verkabelung sowie die Beleuchtungskörper.
Was passiert an der Oberfläche: Entlang der gesamten Fahrbahn werden die Randleisten versetzt. Pflasterungsarbeiten finden im Bereich Florianiplatz statt. Regenwasser-Einlaufschächte werden versetzt. In der Fritz-Huber-Gasse wird der Regenwasserkanal und Hinterfüllungsarbeiten der Fernwärme abgeschlossen. Kommende Woche wird die Hauptfahrbahn asphaltiert.