Abschluss im Dezember: Baustelle am Gleisdorfer Ring geht ins Finale
Der letzte Bauabschnitt am Gleisdorfer Ring schreitet voran. Im Herbst bekommt der Florianiplatz seine Bäume. Bei der Volksschule Labuch hat der Umbau gestartet.
Die Arbeiten am Gleisdorfer Ring befinden sich in der finalen Phase. Die Untergrundarbeiten mit Leitungsbau für Kanal, Wasser und Fernwärme sind fast abgeschlossen, bereits begonnen haben die Oberflächenarbeiten. Ende September wird bereits asphaltiert.
„In dieser Zeit wird es ein eigenes Verkehrskonzept geben“, erklärt Gleisdorfs Vizebürgermeisterin Katharina Schellnegger (Grüne) im Rahmen eines Pressegesprächs. Zusätzlich entsteht ein neuer Trafostandort zur Absicherung der künftig steigenden Anforderungen durch Elektromobilität.

Im Herbst sollen auch die 22 neuen Bäume am und rund um den Florianiplatz gepflanzt werden. „Es sind allesamt großkronige Bäume, die dem Namen Baum auch gerecht werden. Bis jetzt war das ja eher bonsaimäßig“, meint Schellnegger. Gepflanzt werden etwa Platane, Silberlinde, Baummagnolie, Zürgelbaum, Ahorn, Bergkirsche und Tulpenbaum.
Infos zur Baumpatenschaft
Es gibt zwei Patenschaftsmodelle: Baum-Buddy (ab einer Spende von 20 Euro), Baumpate (mit einer Spende für 500 Euro).
Patenschaften sind für einen neuen, aber auch für bestehende Bäume, etwa im Stadtpark oder Wellenbad, möglich. Baumart und Standort können nicht selbst bestimmt werden, das wird von der Stadtgärtnerei festgelegt. Diese übernimmt die Pflege der Bäume. „Es gibt im Baumkataster der Stadt fix vorgegebene Baumarten“, berichtet Christopher Pieber vom Wirtschaftshof.
Gepflanzt werden etwa Platane, Silberlinde, Baummagnolie, Zürgelbaum, Ahorn, Bergkirsche und Tulpenbaum. Weitere Baumarten an anderen Standorten werden mit der Stadtgärtnerei festgelegt.
Die Patenschaft läuft fünf Jahre, kann aber verlängert werden. Sollte ein neu gepflanzter Baum absterben, kann die Patenschaft auf einen anderen Baum übertragen werden. Privatpersonen und Firmen hätten bereits Interesse bekundet.
Melden kann man sich im Wirtschaftshof, Ansprechpartnerin ist Melanie Eckhardt: 0664-602 601 552 oder wirtschaftshof@gleisdorf.at
Alle Infos findet man auf www.gleisdorf.at
Hitzeschutz und Schatten
Die Bäume werden nach dem sogenannten „Schwammstadt-Prinzip“ gesetzt. Dabei wird Regenwasser gespeichert und direkt für die Versorgung der Bäume genutzt. Ziel ist eine deutliche Verbesserung des Mikroklimas und des Hitzeschutzes in der Innenstadt.
Bereits im Vorfeld wurden für die Bäume sogenannte „Baumpaten“ gesucht. Das stieß auf großes Interesse: „Es gab ein großes Griss, mittlerweile sind fast alle Bäume vergeben“, sagt Schellnegger. Wer noch Interesse hat, muss schnell sein. Wenden kann man sich an den Wirtschaftshof (siehe Infobox).

Mitte Dezember soll die Ring-Baustelle abgeschlossen sein. „Dann wird es keine Verkehrsbehinderungen mehr geben“, sagt die Vizebürgermeisterin.
Zwei Millionen für neue Volksschule
Apropos Baustelle: Auch bei der Volksschule Labuch wird es ernst. Um zwei Millionen Euro wird diese umgebaut und bekommt einen neuen Turnsaal. Die ersten Arbeiten haben bereits begonnen. „Die Schule wird modernisiert, um den behördlichen Auflagen zu entsprechen“, erklärt Bürgermeister Christoph Stark. Während des Umbaus wird der Schulbetrieb normal fortgeführt. Eine Auslagerung in Containerklassen ist nicht vorgesehen.
Ursprünglich war angedacht, den Kindergarten nebenan neu zu errichten. Das wird nun nicht passieren: Aufgrund der demografischen Entwicklung würden sich die Schülerzahlen nicht so wie prognostiziert entwickeln. In der Schule wird es statt sieben Klassen, fünf Klassen geben. „Es wäre schildbürgerhaft, wenn wir jetzt neben einen neuen Kindergarten bauen, wenn das halbe Schulgebäude dann leer bleibt“, sagt der Bürgermeister.
Der Umbau wurde von Diskussionen begleitet: „Manche dachten, dass wir den Schulstandort übersiedeln wollen. Aber das stimmt nicht. Die Volksschule Labuch ist ein Nahversorger. Wir investieren ja, damit der Schulstandort attraktiv bleibt.“