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Aufsteirern 2026: Melissa Naschenweng war kein Weg zu weit

Der Schlagstar wollte das Aufsteirern auf keinen Fall verpassen und flog dafür extra aus Hamburg ein. Sie war nicht der einzige Promi in der Grazer Innenstadt.

Eine Frau und ein Mann, beide mit Sonnenbrillen schauen in die Kamera
© Klz / Nadja Fuchs
Schlager trifft Film: „Alpenbarbie“ Melissa Naschenweng und Schauspieler Uwe Ochsenknecht „steirerten auf“
Thomas Plauder
Redakteur Bundesland Steiermark

Das Aufsteirern begann am Sonntag (20. September) nicht nur mit strahlendem Sonnenschein, sondern gleich mit einer Überraschung. „Ich bin gerade wirklich aufgeregt“, verriet Alt-Landeshauptstellvertreter Leopold Schöggl nach dem Bieranstich, der traditionell die größte Volkskulturveranstaltung Österreichs eröffnet. Denn Landeshauptmann Mario Kunasek und die Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr hatten zuvor – für alle überraschend – jenem Mann den Vortritt gelassen, der einst dieses „Hochamt der Volkskultur“ erfunden hatte. Und Schöggl zeigt zum 25-Jahr-Jubiläum, dass er nichts verlernt hat. Mit zwei wuchtigen Schlägen war angezapft und das bunte Treiben konnte losgehen.

Und wie es losging. Schon am späten Vormittag gaben sich VIPs und Promis bei einem Empfang am Eisernen Tor ein Stelldichein. Steirerkrimi-Autorin Claudia Rossbacher, sie war mit ihrem Gatten Hannes gekommen, überlegte augenzwinkernd, wie man beim Aufsteirern zu Tode kommen könnte. „Denn ein Mord beim Aufsteirern fehlt mir noch im Steirerkrimi-Repertoire“, sagte sie lachend. Der scheidende ORF-Landesdirektor Gerhard Koch posierte gut gelaunt mit seiner designierten Nachfolgerin Sigrid Hroch – sie übernimmt mit 1. Jänner – für die Kleine-Zeitung-Fotografin und der ehemalige Sturmpräsident und „Eiskönig“ Charly Temmel plauderte mit dem ehemaligen GAK-Präsidenten Rudi Roth.

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Uwe Ochsenknecht und Melissa Naschenweng kamen am Nachmittag zum Aufsteirern
Uwe Ochsenknecht und Melissa Naschenweng kamen am Nachmittag zum Aufsteirern © Klz / Nadja Fuchs

Ein Stück davon entfernt, aber nicht im Abseits, genoss der amtierende Sturmpräsident Christian Jauk mit Bühnen-Graz-Geschäftsführer Bernhard Rinner und dem Reality-TV-erfahrenen Landwirt Nino Sifkovits das Aufsteirern. Letzterer hatte aber nicht viel Zeit für Müßiggang, schließlich galt es beim Stand der „Rib Eye Boys“, zu denen der Chianina-Rinderzüchter ja gehört, schmackhafte Burger und Hot Dogs zu produzieren. Und das G’riss um die lukullischen Köstlichkeiten war groß. Am Nachmittag hatte sich eine lange Schlange gebildet. Als prominente Helferin packte auch Sifkovits‘ Ehefrau Cheyenne Ochsenknecht fleißig an.

Ein Schauspielstar als neuer Aufsteirern-Fan

Dafür genoss deren Vater Uwe Ochsenknecht, sein erstes Aufsteirern in vollen Zügen. „Es ist herrlich, Jung und Alt trifft sich hier in alter Tradition und in Tracht. Und ich finde es wunderschön, dass auch so viele junge Menschen in Tracht kommen und die Traditionen aufrechterhalten. Dazu gutes Essen und gutes Trinken, wie gesagt, es ist einfach herrlich“, schwärmte der Schauspielstar im Gespräch mit der Kleinen Zeitung.

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© Klz / Daniel Winter

Beim Nachmittagsspaziergang durch die Stadt kam es dann noch zu einem besonderen Zusammentreffen. Der deutsche Mime traf eine Große der Schlagerzunft. Denn auch Sängerin Melissa Naschenweng war mittlerweile eingetroffen. Am Vortag hatte die Kärntnerin noch einen Auftritt in Bremen absolviert. „Das Aufsteirern ist aber ein Fixtermin für mich, der einfach in meinen Jahreskalender gehört. Deshalb habe ich in der Früh den ersten Flieger aus Hamburg genommen, um dabei sein zu können“, verriet die Lesachtalerin und genoss den ersten Sturm des Jahres.

Prominente Aufsteirern-Debütanten

Das tat auch ihre Sangeskollegin Natalie Holzner. Die Schlagersängerin war das erste Mal beim Aufsteirern und beeindruckt. „Es ist wirklich toll“, schwärmte die Weststeirerin, die standesgemäß mit einem Schilchersturm ins Aufsteirern gestartet war. Und noch zwei namhafte „Debütanten“ gab es. Schauspieler Julian Weigend, der kürzlich als Jedermann auf den Kasematten das Publikum begeisterte, und seine Ehefrau Maya Forster genossen das Volkskultur-Festival ebenso in vollen Zügen wie der alte Aufsteirern-Hase, Volks-Rock‘n‘Roller Andreas Gabalier oder Staatssekretär Jörg Leichtfried.

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Die Landesspitze um Mario Kunasek lud zum Empfang, auch Vertreter der Caritas waren dabei
Die Landesspitze um Mario Kunasek lud zum Empfang, auch Vertreter der Caritas waren dabei © Klz / Nadja Fuchs

In der Aula der Alten Universität hatte zur Mittagsstunde Landeshauptmann Mario Kunasek rund 250 Vertreterinnen und Vertreter aus dem Bereich der steirischen Volkskultur und von Einsatz- sowie Sozialorganisationen zu einem Empfang geladen. Und da tanzte zu den Klängen der „Pagger Buam“ fast die komplette politische Landesspitze an. LH-Stellvertreterin Manuela Khom sowie Landesrätin Claudia Holzer, deren Kollegen Willibald Ehrenhöfer, Karlheinz Kornhäusl, Stefan Hermann und Hannes Amesbauer, aber auch die beiden Landtagspräsidenten Gerald Deutschmann und Werner Amon waren gekommen. Und die Aufsteirern-Organisatoren Alexandra und Markus Lientscher sowie Astrid und Giuseppe Perna erhielten vom Landeshauptmann Anerkennungsmedaillen.