Personalkarussell bei Nightrace Schladming: OK-Chef tritt zurück
Andreas Schwab gibt auf „eigenen Wunsch“ sämtliche Posten im prominenten Organisationsverein der Schladminger Nachtrennen ab. Ihm folgt WSV-Obmann Skopek.
25 Jahre lang prägte Hans Grogl den Wintersportverein (WSV) Schladming. Als „Mr. Nightrace“ ging er ganz in seiner Rolle als OK-Chef des legendären Schladminger Nachtrennens auf. 2022 entschied Grogl sich, den Posten als WSV-Obmann und OK-Chef in jüngere Hände zu legen. Seitdem sucht der prominente Schladminger Verein nach einem Weg, diese Rolle neu zu definieren.
Zuerst trat Hansjörg Stocker, Geschäftsführer des Congress Schladming, in Grogls Fußstapfen. Schnell wurde ihm klar, dass man so eine Aufgabe nicht neben einem anspruchvollen Vollzeitjob machen kann. 2023 wurden die beiden Posten getrennt, Stocker blieb Obmann, OK-Chef wurde der langjährige Wegbegleiter Grogls, Andreas Schwab. Heuer im Sommer übergab Stocker dann nach vier Jahren seine Obmannschaft „aus zeitlichen Gründen. Ich habe von Anfang an gesagt, ich mache eine Periode“, sagte er (wir berichteten).
Skopek nun in Doppelrolle
Obmann wurde Georg Skopek, seit 20 Jahren im WSV-Team und langjähriger Mitarbeiter von Elisabeth Grogl als Event- und Ehrengästezuständiger. Nun dreht sich das Personalkarussell ein weiteres Mal: OK-Chef und Vize-Obmann Andreas Schwab hat „auf eigenen Wunsch“ mit 31. August sämtliche Funktionen zurückgelegt, das gab der WSV am Mittwochabend in einem Social-Media-Posting bekannt.

Der Verein bedankt sich darin überschwänglich für Schwabs „großen persönlichen Einsatz“ und die „hervorragende und stets freundschaftliche Zusammenarbeit“. Die Gerüchteküche brodelte dazu schon seit einiger Zeit, unter anderem wurden interne Unstimmigkeiten ins Treffen geführt. Dazu Obmann Skopek, der nun auch den OK-Chef übernimmt: „Ich kann das nur soweit kommentieren, als dass Andi von selbst seine Positionen zurückgelegt hat.“
Aufgaben werden neu verteilt
Schwab habe schon „des Öfteren“ gesagt, dass er den Vorsitz im Organisationsteam nicht mehr ewig machen wolle, so Skopek weiter. Der Rücktritt sei aber durchaus „kurzfristig“ gewesen und „nicht unbedingt auf der Agenda“ gestanden. Zudem denke man im WSV schon seit längerer Zeit darüber nach, die beiden Posten wieder auf eine Person zu vereinen: „Es macht nach außen mehr Sinn. Wie die Arbeit dahinter aussieht, ist ein anderes Thema.“
Schwabs Finanzagenden werden nun von Christoph Schrefler übernommen, der Posten als Vize-Obmann geht an Rennleiter Manfred Steiner. Die Event-Tätigkeiten von Skopek haben jetzt Mandy Gruber und Piri Hofmann über. Der zurückgetretene Schwab selbst war für die Kleine Zeitung telefonisch nicht erreichbar.