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Neuer Anlauf für Grazer Parkleitsystem: Treffen mit Garagenchefs

Nach der „Vollbremsung“ in letzter Sekunde im Grazer Gemeinderat: Neo-Stadtrat Apfelknab (FPÖ) will Garagenbetreiber als „Beifahrer“ für neue App gewinnen – und langfristig zudem Anzeigetafeln installieren.

Künftig sollen Hinweise auf Parkgelegenheiten in Graz eine Spur digitaler ausfallen...
© Saria
Künftig sollen Hinweise auf Parkgelegenheiten in Graz eine Spur digitaler ausfallen...
Michael Saria
Redakteur Steiermark-Ressort | Graz

Zu einer Erbschaft gehören positive wie negative Aspekte: So konnte René Apfelknab (FPÖ) als neuer Grazer Wirtschaftsstadtrat am Mittwoch jene Projekte präsentieren, die engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer für eine städtische Förderung einreichten – basierend auf einem Aufruf, den noch Kurt Hohensinner (ÖVP) als Apfelknabs Vorgänger getätigt hatte. Von Hohensinner erbte Apfelknab aber auch eine heiße Kartoffel, die seit Jahren glüht und dampft: die hitzig geführte Debatte um ein Grazer Parkleitsystem.

Denn obwohl man sich parteiübergreifend ein solches vorstellen kann, sorgten Details wiederholt für heftige Kollisionen. Zuletzt im Juni 2026: Kurz vor der Grazer Wahl scheiterte das endlich zur Umsetzung bereitstehende Parkleitsystem im Gemeinderat, ÖVP und Grüne gaben dem jeweils anderen die Schuld daran.

Wirtschaftsstadtrat René Apfelknab (FPÖ)
© Klz / Stefan Pajman
Wirtschaftsstadtrat René Apfelknab (FPÖ)

Gipfeltreffen im Oktober

Nun trägt der Dauerbrenner also die Farbe Blau: Die Rathauskoalition von KPÖ und Grünen hat der FPÖ in Person von René Apfelknab die Wirtschaftsagenden übergeben – und damit auch den Gemeinderatsauftrag, zumindest eine Handy-App für freie Parkplätze in der Innenstadt zu realisieren. Der Knackpunkt dabei, der auch zum Zerwürfnis von ÖVP und Grünen beitrug: Stellen die Garagenbetreiber ihre Daten dafür zur Verfügung?

Stadtrat Apfelknab ist optimistisch: „Aus diesem Grund laden wir auch diese Betreiber zu einem großen Garagengipfel im Oktober.“ Im Idealfall könne man sie auch vom eigenen Nutzen überzeugen und so zur Kooperation überreden – um die App „zeitnah“ zu realisieren. Langfristig will es aber auch Apfelknab nicht dabei belassen und zusätzlich digitale Anzeigetafeln in der Grazer Innenstadt installieren. „Jede andere Großstadt hat so etwas zu bieten, ich hab es selbst zum Beispiel im Urlaub in Slowenien gesehen.“ Doch dazu brauche es das Einverständnis der Koalition – und eine monetäre Tankfüllung.

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