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Von einem Hobbybetrieb zur etablierten Jauntaler Bio-Käserei

Die Bio-Käserei Nuart gibt es seit 40 Jahren. Der Betrieb produziert in zweiter Generation einzigartige Spezialitäten.

Eva-Maria Nuart
© Markus Traussnig
Eva-Maria Nuart
Ulrike Greiner

Es begann als Hobby mit fünf Milchschafen, fünf Litern Milch pro Tag und gerade einmal einem Rezept. 1986 waren Margit und Seppi Nuart – sie arbeitete damals noch bei der Landwirtschaftskammer als Seminarbäuerin, er war beim Schlachthof in Klagenfurt tätig – wahre Exoten auf dem Gebiet der Käserei, wurden die Produkte doch aus biologischer Rohmilch hergestellt.

Hof wird in zweiter Generation geführt

Dennoch entschlossen sie sich, die kleine Landwirtschaft vulgo Hafner am Waisenberg in Mittertrixen zum Vollerwerb auszubauen, investierten sukzessive in die Erneuerung der Gebäude, in Kühlanlagen, Photovoltaik und eine Bio-Kläranlage. Heute, 40 Jahre später, wird der Hof in zweiter Generation von Eva-Maria Nuart und ihrem Mann Daniel Jäger-Nuart geführt, sind Joghurt, Topfen und Käse von Nuart weit bekannt und begehrt. Auch einzigartige Spezialitäten wie das „Schwarze Schaf“, einen Frischkäse, der in Holzasche reift und nach französischem Vorbild hergestellt wird, wissen Gourmets weit über Kärnten hinaus längst zu schätzen. Das „Schwarze Schaf“ wird nach zehntägiger Reife in Holzschachteln verpackt, welche bei „autArk“ in Brückl hergestellt werden. Der Weichkäse in Rotkultur ist ebenso beliebt wie jener mit Blauschimmelreifung.

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Bei der Produktion
Bei der Produktion © Markus Traussnig

Zweimal täglich wird gemolken

„Unser Hof ist nicht sehr groß. Daher haben meine Schwiegereltern, da die Futtergrundlage für die Tiere fehlte, von Anfang an mit verlässlichen Partnern kooperiert“, sagt Daniel Jäger-Nuart. Bei Irmgard und Hans Köstinger im Granitztal – er ist als Obmann der „Mostbarkeiten“ bekannt – fanden die Schafe ein feines Zuhause. Die Milch wurde aber stets am Nuart-Hof verarbeitet. Das ist bis heute geblieben. „Nach der Pension von Irmgard und Hans haben wir 2008 in der Familie Lippitz-Widrich am Haberberg neue Partner gefunden, die uns bestens unterstützen“, erklärt Daniel Jäger-Nuart, der für Tiere und Außenwirtschaft verantwortlich ist, während sich Eva-Maria Nuart um den Käsereibetrieb, Mitarbeiter, Marketing und Logistik kümmert.

Auf 150 Mutterschafe ist der Hof inzwischen angewachsen, die zweimal täglich gemolken werden. Zwischen Ende Oktober und März ruht die Käserei. Da werden 280 bis 300 Lämmer geboren, die mit der Muttermilch aufgezogen werden. Ein Teil von ihnen wird geschlachtet und als Frischfleisch an die gehobene Gastronomie verkauft, der andere Teil sorgt als „Milchbringer“ dafür, dass es im Frühjahr einen kräftigen Nachschub an herrlichen Produkten gibt. Nuart-Käse erhält man übrigens direkt im Hofladen am Waisenberg.