Waldbrände auf Brač: Familie musste mit Tretboot aufs Meer flüchten
Touristen berichten von dramatischen Zuständen auf kroatischer Urlaubsinsel. Schon 56 Quadratkilometer sind von den Flammen betroffen. Hunderte Menschen auf der Flucht.

Die Brände auf Brač weiten sich immer mehr aus. Mittlerweile sind 56 Quadratkilometer betroffen. Das ist fast ein Siebentel der gesamten Fläche der beliebten Urlaubsinsel. Bis zu sieben Löschflugzeuge sind im Einsatz, um die Flammen unter Kontrolle zu bekommen. Das berichtet unter anderem das Nachrichtenportal Dalmacija Danas.
Einheimische und Touristen erleben vor allem in der Nacht bange Stunden. Laufend müssen Menschen evakuiert werden. Eine Britin schilderte kroatischen Medien, wie sie mit ihrem Mann und dem einjährigen Kind in der Nacht mit einem Tretboot auf das Meer hinausfuhren, um vor den Flammen in Sicherheit zu kommen. „Wir schrien, wir weinten und beteten. Es ging um Leben und Tod“, erzählte sie. Die Familie konnte ein Rettungsboot auf sich aufmerksam machen und gelangte an Bord.
Viele Touristen, die ihre Hotels und Ferienhäuser verlassen mussten, wissen nun nicht wohin. Eine Rückkehr ist ausgeschlossen, die Heimreise von der Insel gestaltet sich schwierig. „Unser Hotel ist völlig zerstört, wir wollen einfach nur heim“, berichtete ein Tourist aus Großbritannien. Die Behörden haben alle Hände voll zu tun, neben der Brandbekämpfung auch die Rückreise der Touristen zu organisieren. Allein aus einem Hotel mussten gleich 400 Touristen und Mitarbeiter evakuiert werden. „Unsere absolute Priorität bleibt unsere Gäste und Mitarbeiter und wir werden weiterhin alles in unserer Macht Stehende tun, um ihnen die Hilfe und Unterstützung zu bieten, die sie brauchen“, hieß es von den Verantwortlichen.



