Hier soll ein neues Zentrum für Gemeinde, Pfarre und Kultur entstehen
Die Planungen für das Großprojekt in St. Georgen/Stiefing laufen auf Hochtouren. In welchen Pfarren noch Baustelle herrscht und Restaurierungssünden auf Schloss Seggau.

Als Jahrhundertchance bezeichnet Bürgermeister David Rumpf das Großprojekt in seiner Gemeinde St. Georgen an der Stiefing. Konkret geht es um das Gemeindeamt, Pfarrheim, den Pfarrhof und das Wirtschaftsgebäude.
Unter dem Namen Georgihaus wird aus dem Pfarrheim ein neuer Begegnungsort für Pfarre, Musik, Theaterrunde und Gemeinde. Um rund 1,8 Millionen Euro werden etwa der einstige Pfarrsaal erweitert, ein Foyer errichtet und ein Zuhause für die Musikkapelle geschaffen. Gemeinde, Diözese Graz-Seckau und die Musikkapelle ziehen hier an einem Strang. Baustart: März 2027. Bauzeit: rund ein Jahr.
Ganz nach dem Motto „Nach der Baustelle ist vor der Baustelle“ soll es laut Rumpf, der auch geschäftsführender Wirtschaftsrat der Pfarre ist, mit Gemeindestube und Pfarrhof weitergehen. „Bereits 2015 stand das Gemeindeamt neu am Plan. 2017 haben wir jedoch den Bau eines neuen Kindergartens vorgezogen. 2028 ist es endlich soweit“, erklärt Rumpf. Das Marktgemeindeamt zieht in den aktuellen Pfarrhof, der auf Vordermann gebracht wird. Die Pfarre siedelt indes in das Gemeindeamt, in dem sich auch weiterhin Standesamt und ein Landjugendraum befinden. Eine neue Heizung wird im Wirtschaftsgebäude für Amt und Georgihaus installiert.
Baustelle auf Schloss Seggau
Auf Schloss Seggau läutete man im März die letzte von drei Sanierungsetappen ein. Die „Salzburger Häuser“ und der Lieselturm stehen auf der Agenda. Dabei stieß man bereits auf ein paar Restaurierungssünden, „wobei man es in der Vergangenheit sicher nicht besser wusste und nach bestem Gewissen gearbeitet hat“, wie Direktorin Andrea Kager-Schwar aufzeigt.
Gemeint ist der Bereich oberhalb und rechts vom Durchgang auf die Glockenwiese. Dort wurden eine vorgemauerte Wand inklusive Feuchtigskeitsschäden entdeckt. „Das Wasser ist dem Maurer quasi entgegengeronnen. Jetzt lassen wir den Abschnitt mit einem ‚Opferputz‘ versehen über den Winter gut austrocknen, bevor im Frühjahr die Arbeiten abgeschlossen werden“, zeigt die Direktorin auf.
225.000 Euro für Pfarrkirche Spielfeld
Schauplatzwechsel nach Spielfeld. 225.000 Euro werden in der Pfarrkirche verbaut. Reparaturen und Verblechung vom Dach und Turmdach sowie Neuvergoldung des Turmschmucks stehen auf der Agenda. Saniert werden etwa auch die Stein- und Holzelemente. Zusätzlich bekommt das Gotteshaus einen neuen Anstrich. „Am 20. September findet unser Pfarrfest statt. Der Reinerlös fließt in die Kirchenrenovierung“, kündigt Margarete Klobassa, Handlungsbevollmächtigte für Verwaltung im Seelsorgeraum, an.

Nach aufwendigen Sanierungsarbeiten konnte Ende August die Pfarrkirche Arnfels eröffnet werden. Nachdem 2025 die Innenseite der Kirche auf Vordermann gebracht worden war, stand im Frühjahr die Außenrenovierung an – vom Versetzen der Granitsteine bis hin zur Ausbesserung der Türportale. Ebenfalls im August abgeschlossen wurden die Arbeiten an der St.-Veit-Kapelle in Wies. Für 95.871 Euro wurden etwa die Fassade saniert und gestrichen, das Dach repariert und das Turmkreuz restauriert. „Ein kleines Juwel der Gotik ist für die Zukunft gerüstet“, heißt es.
