Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen.

In Mittelkärnten starten zwei Schulen in ihr zweites Jahr

Schulstart in Mittelkärnten: Während man im Görtschitztal langsam in die Bauphase geht, haben zwei „neue“ Schulen im Glan- und Gurktal ihr erstes Jahr hinter sich. Sie ziehen Bilanz.

Eine Außenaufnahme des Bildungszentrums in Straßburg. Im Hintergrund ist das Schloss Straßburg zu sehen.
© Helmuth Weichselbraun
Ab Montag begrüßt man im Bildungszentrum Straßburg wieder Schulkinder
Daniela Grössing
Redakteurin, Regionalredaktion Kärnten

Nächste Woche beginnt wieder die Schule für Tausende Mittelkärntner Schüler und ihre Lehrkräfte. Während einige Schüler in frisch sanierte Bildungszentren gehen, etwa Liebenfels und Straßburg, beginnt an anderen Schulen die nächste Baustelle. Zwei Jahre lang wird nun das neue Bildungszentrum in Brückl errichtet. Spatenstich ist für Mitte Oktober angesetzt. Kindergarten, Volksschule und Mittelschule kommen unter ein Dach.

„Im ersten Schritt wird der neue Kindergarten gebaut, dieser soll drei Gruppen haben. Wir brauchen dringend mehr Platz, die Nachfrage ist sehr groß“, sagt Brückls Bürgermeister Harald Tellian (Wir für alle). Vermeiden möchte er ein Unterrichten in Containerschulen, daher werden die Schüler in Etappen, je nach Baufortschritt, siedeln. Zwei Jahre lang sollen die Bauarbeiten dauern. Kosten: Circa 14 Millionen Euro. Die Gemeinde wird sich an den Kosten mit circa 2,8 Millionen Euro beteiligen.

Noch sind aber nicht alle Ausschreibungen unter Dach und Fach. Da auch die Volksschüler ins neue Bildungszentrum ziehen, werden bereits Pläne für das Gebäude geschmiedet: „Wir planen, Wohnungen zu bauen. Es würde sich anbieten, die Lage ist gut und Wohnungen werden immer gebraucht“, spricht Tellian über ein mögliches Zukunftsprojekt für die Gemeinde.

1 / 2
Die Arbeiten in Brückl werden bald beginnen
Die Arbeiten in Brückl werden bald beginnen © KLZ / Andreas Hoi

Mehr Licht für Schüler

In Liebenfels und Straßburg im Gurktal hat man die Bauphase bereits hinter sich. Insgesamt 21 Millionen Euro wurden in die beiden neuen Bildungszentren investiert. Ein Jahr lang wurden die Volksschüler in Straßburg im Container unterrichtet, während die alte Schule kernsaniert wurde. Man sei froh, dass diese Zeit vorüber ist, hört man. Umso mehr Freude herrscht über die neue, moderne Schule. „Es ist sehr hell, groß und modern, speziell der Eingangsbereich mit Aula und Festsaal ist sehr gelungen. Der Festsaal wird oft von uns genutzt, wir hatten dort beispielsweise eine Musical-Aufführung“, erzählt Volksschulleiterin Ines Isopp-Erian. Praktisch für den Schulalltag sei die neue Schiebewand in einem Klassenraum, die es ermöglicht, Lernzonen zu bekommen.

Sportanlage ab heuer benutzbar

Über neu ausgestattete Räume für den Kreativ-, Chemie- oder Werkunterricht freut sich die Mittelschule, die ebenso wie die neu ausgestattete Musikschule im Bildungszentrum untergebracht ist: „Der Unterricht ist gut angelaufen. Gerade den Veranstaltungsraum nutzen wir oft, sei es für Abschlussfeiern oder Aufführungen“, sagt Direktor Josef Weitensfelder. „Das offene Raumkonzept mit viel Glas ist anfangs etwas irritierend für die Kinder gewesen. Mittlerweile haben sich alle an die neuen Räume gewöhnt und die Räume haben dadurch viel an Licht gewonnen“, sagt Bürgermeister Franz Pirolt (FPÖ). Ab diesem Schuljahr kann man die Sportanlagen für den Turnunterricht im Freien wieder benutzen. Gebaut wurde zwischen Herbst 2024 und 2025. Kosten: Circa 14,5 Millionen Euro.

1 / 5
Das Bildungszentrum von außen
Das Bildungszentrum von außen © Helmuth Weichselbraun

Offene Bauweise

Auch in Liebenfels setzte man auf eine offene Bauweise, so erhielt die Schule einen „Open Space“ und drei neue Klassen. Zwischen Juli 2024 und November 2025 wurde gebaut. Die Kosten belaufen sich auf etwa 6,5 Millionen Euro. „Wir haben aber noch keine Endabrechnung“, informiert Bürgermeister Klaus Köchl (SPÖ), der sehr zufrieden mit dem neuen Bildungszentrum ist. „Es ist eine ganz andere Qualität, die wir den Kindern liefern können“, sagt er.

Hitze macht Schülern zu schaffen

Die Hitze sei in beiden Bildungszentren, so wie in den meisten Kärntner Schulen, gerade in diesem Jahr ein Thema gewesen. Beide Schulen seien zwar mit Jalousien ausgestattet, haben aber keine Möglichkeit, die Räume zu kühlen. „Aufgrund der Raumhöhe war es technisch nicht möglich, eine Klimaanlage einzubauen“, sagt Straßburgs Bürgermeister.

Auch in Liebenfels wurde keine Klimaanlage errichtet: „Das neue Schulgebäude ist sehr gelungen. Kinder, Eltern und Lehrer sind alle zufrieden. Alle Klassenräume sind technisch auf dem neuesten Stand. Aber ja, es war auch bei uns im Sommer warm“, sagt Gerold Leitner, Direktor in Liebenfels. „Aufgrund der Hitze würde es Sinn ergeben, wenn die Ferien zwei Wochen früher anfangen würden. Gegen Ende des Sommers kühlen die Nächte bereits wieder ab und man hätte einen größeren Abstand zu den Herbstferien“, sagt etwa Straßburgs Direktor.

1 / 2
Die neue Schule in Liebenfels
Die neue Schule in Liebenfels © KLZ / Dorian Wiedergut