Energie Steiermark zieht bei Lade-App „elinx“ den Stecker
Nach Problemen mit der Lade-App „elinx“ für Elektrofahrzeuge stellt die Energie Steiermark das Service ein. Verträge wurden gekündigt.

Knapp ein Jahr nach der Einführung der Lade-App „elinx“ für E-Autos zieht die Energie Steiermark den Stecker. Der groß angekündigte Zugang zu 600.000 Strom-Tankstellen in ganz Europa hatte mit „qualitätsbezogenen Hürden“ zu kämpfen, informierte der Landesenergieversorger per E-Mail seine Kunden. Deren Verträge wurden gekündigt.
Zum Marktstart im September 2025 haben die Vorstände Martin Graf und Werner Ressi erhofft, die App solle „das Laden von E-Autos in allen Teilen Europas so einfach und transparent wie möglich machen“. Zutaten: flexible Bezahlung über Kreditkarte, Apple Pay & Co., eine „intelligente Routenplanung mit Lade-Stopps“ und monatlich wechselbare Tarife, ...
Doch dem Anspruch, „dauerhaft zuverlässige Produkte anzubieten“, hätte man „leider nicht in der erforderlichen Qualität gerecht werden können“, teilte die Energie Steiermark kürzlich mit.
„Technische Probleme“
Beschwerden gab es zuletzt am Freitag. Ein Kunde berichtet, dass er aufgefordert worden sei, die App upzudaten. Der Update-Link führte allerdings in Leere. Nutzen lasse sich „elinx“ nicht.
Auf Anfrage der Kleinen Zeitung teilte ein Sprecher am Samstag mit, dass es „technische Probleme beim Partner“ geben würde. Kunden würden die App bis Montag nicht nutzen können. Nachsatz: Cyberangriff stecke keiner dahinter.

Doch auch am Montag funktionierte die App nicht. Vielmehr wurde das Aus des Angebots mitgeteilt. Kunden, die vorab den Grundtarif bezahlt haben, erhalten diesen zurück.
Kunden
Und in Zukunft? Der Energieversorger rät, seine „Mobilitätskarte ab sofort einfach online“ zu bestellen. Kunden merken hingegen kritisch an, dass die Tarife aber höher wären als in der Vergangenheit.