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Einsatz mit Happy End: Würfelnatter steckte in Jalousie fest

Die Steiermärkische Berg- und Naturwacht, Ortsstelle Hart – St. Peter, musste kürzlich ausrücken, um eine Schlange aus einer misslichen Lage zu befreien.

Foto zeigt die Schlange, die sich um den Rahmen der Jalousie gewickelt hat, sie hängt mit dem Kopf nach unten fest
© Berg- und Naturwacht Hart bei Graz
Die Schlange hatte sich um eine Außenjalousie gewickelt und steckte fest
Nina Müller
Bundesland Steiermark | Graz

Ein nicht gerade alltäglicher Einsatz für die Steiermärkische Berg- und Naturwacht, Ortsstelle Hart – St. Peter: „Über die Landeswarnzentrale haben wir eine Alarmierung über eine große Schlange bekommen, die sich in einer Jalousie verfangen hatte“, erzählt Gernot Stöfan. Er ist als schlangenkundiges Organ der Berg- und Naturwacht ausgebildet und hat den Einsatz bei einem Einfamilienhaus in Lieboch übernommen.

Das Tier, eine prächtige und seltene Würfelnatter, war offenbar in die Außenjalousie geraten, als es sich sonnen wollte – dann dürfte die elektrisch betriebene Jalousie aber automatisch nach oben gegangen sein, das Tier hing um den Rahmen gewickelt fest und konnte sich nicht mehr selbst befreien.

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Der Naturwächter in blauer Uniform, in der Hand hält er die Schlange fest
Gernot Stöfan von der Berg- und Naturwacht Hart bei Graz rückte aus, um die Schlange zu befreien © Berg- und Naturwacht Hart bei Graz

Für die Schlange gab es aber ein „Happy End“: Stöfan konnte sie unverletzt aus ihrer misslichen Lage befreien. Nach ein paar Erinnerungsfotos wurde sie an einem geeigneten Fließgewässer in der Nähe wieder freigelassen. „Oft bitten uns Menschen, die Schlangen möglichst weit wegzubringen, doch wir belassen sie in ihrer gewohnten Umgebung“, sagt der ehrenamtliche Naturwächter. Für ihn war es ein ganz besonderer Einsatz, schließlich handelte es sich um ein relativ seltenes Tier und einen Einsatz mit Happy End. „Die Hausbesitzerin hat alles richtig gemacht, indem sie sich unter der Notrufnummer 130 an die Landeswarnzentrale wendet“, lobt er.

Die Würfelnatter (Natrix tessellata) wird auf der aktuellen Roten Liste der Tiere der Steiermark als „stark gefährdet“ eingestuft. Ihre Verbreitung ist stark an Gewässersysteme mit niedriger Strömung gebunden. An der Mur, der Kainach, der Raab und der Sulm bzw. im Grazer Becken wird die Natter aber immer wieder beobachtet. Sie ist ungiftig und kann einen Meter lang, in Südosteuropa sogar deutlich länger, werden.

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