Beim SK Sturm ist vor dem ÖFB-Cup die Kreativität zurückgekehrt
Rechtzeitig zum heutigen Cup-Spiel (15.30 Uhr) gegen den ASK Voitsberg sind Otar Kiteishvili und Filip Rozga in den Spieltagskader zurückgekehrt.
Welcher Sturm-Fan erinnert sich nicht gerne an die beiden Cup-Finali im Wörthersee-Stadion, in denen sich die Schwarz-Weißen gegen Rapid in den Saisonen 2022/23 und 2023/24 mit 2:0 bzw. 2:1 durchgesetzt haben? Die Grazer schienen zwei Jahre in diesem Bewerb unbesiegbar. In der Spielzeit 2024/25 beendete die Wiener Austria mit einem 2:0-Sieg den Grazer Höhenflug im Viertelfinale und im Jahr darauf waren die Altacher (3:1 n. V.) – abermals im Viertelfinale – zu gut für den damaligen Meister. Ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub scheiterte damals Fabio Ingolitsch bei seinem Trainerdebüt auf nationaler Ebene.
Nicht nur deshalb warnt der Salzburger vor dem Duell mit Zweitliga-Aufsteiger Voitsberg. „In einem K.o.-Bewerb entscheiden oft Kleinigkeiten. Deshalb braucht es von uns volle Konzentration und höchste Intensität in den Zweikämpfen“, sagt Ingolitsch und führt weiter aus: „Auf uns wartet ein hochmotivierter Gegner. Da ist es wichtig, dass wir von der ersten Minute an mit der richtigen Einstellung auftreten.“ Ziel der Grazer ist der Cup-Titel. „Wir wollen in Voitsberg den nächsten Schritt nach Klagenfurt machen“, so Ingolitsch.
Ohne Vallci und Diakité
In der 2. Runde des ÖFB-Cups sind die Grazer heute (15.30 Uhr) zu Gast in Voitsberg. In Runde zwei ist Sturm zuletzt im Spieljahr 2018/19 gescheitert. Bei der 0:2-Niederlage am 26. September 2018 stand ein Spieler auf dem Platz, der heute zumindest im Spieltagskader aufscheinen wird. Otar Kiteishvili. Und damit sind wir – aus Sicht der Grazer – bei den guten Nachrichten: Der Georgier ist wieder fit, hat in der vergangenen Woche große Teile des Mannschaftstrainings mitgemacht. Das gilt auch für Filip Rozga. Beide Kreativspieler sind zurück und werden heute einige Minuten an Einsatzzeit erhalten. So sieht es zumindest der Plan der Grazer vor. Nicht im Kader sind der gesperrte Albert Vallci sowie Oumar Diakité, dessen Spielgenehmigung noch aussteht.
Voitsberg akzeptiert die Favoritenrolle, eine Überraschung steht dennoch auf dem „Wunschzettel“. Einer, der Sturm gut kennt, ist Voitsbergs Sportdirektor Sebastian Szvetits. Er arbeitete dreieinhalb Jahre bei den Grazern als Spiel- und Videoanalyst, wechselte 2024 in die Weststeiermark. „Ich habe bei Sturm viel mitgenommen und bin dankbar für die Zeit. Ein paar Leute kenne ich noch, auf die freue ich mich“, sagt Szvetits. In seinen ersten Monaten als Sportdirektor musste er nicht nur geeignete Spieler für die zweite Liga finden, sondern mit Philipp Zulechner auch einen neuen Trainer.

