Lafnitz vor Cup-Duell gegen Lustenau: „Wollen nicht naiv sein“
In der 2. Runde des ÖFB-Cups empfängt Lafnitz am Samstag (14 Uhr, ÖFB TV live) Austria Lustenau und will dabei mit dem eigenen Stil überraschen.
Fünf Jahre ist es mittlerweile her, dass Lafnitz letztmals im Achtelfinale des ÖFB-Cups gestanden ist. Mit einem Erfolg gegen Austria Lustenau am Samstag (14 Uhr, ÖFB TV live) könnten die Oststeirer dieses Kunststück wiederholen, wobei die Vorzeichen gänzlich andere sind. Im Herbst 2021/22 spielte Lafnitz unter Trainer Philipp Semlic um die oberen Plätze in der 2. Liga mit, derzeit findet man sich in der Regionalliga wieder. Ein gutes Vorzeichen könnte allerdings der Gegner sein. Während man vor fünf Jahren mit einem 7:0-Sieg gegen Schwarz-Weiß Bregenz den Achtelfinal-Einzug fixierte, geht es nun wieder gegen einen Klub aus Vorarlberg. Allerdings aus der Bundesliga.
„Es wird ein Highlight für die Spieler und den Verein. Es ist ein Privileg für uns, gegen solche Gegner zu spielen“, freut sich Trainer Marco Wimmer. Lustenau startete mit fünf Punkten aus den ersten vier Spielen beachtlich in die Liga, zuletzt kassierte der Aufsteiger aber eine 0:4-Niederlage gegen die WSG Tirol. „Wir müssen die Kirche im Dorf lassen. Lustenau ist, wie jeder andere Bundesligist auch, über uns zu stellen. Damit wir die Überraschung schaffen können, muss viel zusammenpassen“, erklärt Wimmer.
Doch auch im Kräftemessen mit dem Bundesligisten will Lafnitz nicht von der eigenen Spielidee abrücken, die acht Punkte in der bisherigen Regionalliga-Saison und zuletzt ein 2:2 bei Spitzenreiter Kalsdorf gebracht hat. „Wir wollen unsere Identität auf den Platz bringen. Wir wollen aber auch nicht naiv sein. Dass das gegen solche Gegner schwieriger ist, ist auch klar“, sagt Wimmer. So wollen die Oststeirer einen dominanten Ball spielen, das gelinge laut Wimmer in manchen Spielen besser, in anderen schlechter.

Die Bilanz gegen die Vorarlberger ist für Lafnitz relativ ausgeglichen. In zehn Spielen, alle in der 2. Liga, gab es drei Siege, drei Unentschieden und vier Niederlagen. Der letzte Sieg ist allerdings bereits sechs Aufeinandertreffen her. „Wir wissen, dass wir gewisse Qualitäten haben. Wir haben uns auf Dinge im Training fokussiert, die einen großen Einfluss aufs Spiel nehmen. Zum Beispiel Standardsituationen“, sagt Wimmer. Auch wenn das Spiel nicht unter Flutlicht stattfindet, hofft der Trainer auf einen großen Zuschauerzuspruch: „Wir hoffen, dass viele Leute in der Umgebung den Weg ins Stadion finden. Lustenau bringt auch eine coole Fanbasis mit und wir hoffen, dass der Samstagstermin auch für die Gäste attraktiv ist.“

