Am 30. September schließt die Geburtenstation in Schladming
In der Klinik Diakonissen Schladming laufen bereits die Vorbereitungen. Wie es mit den dann leergewordenen Zimmern weitergeht, ist noch Gegenstand von Verhandlungen.
Für alle, die sich für ihr Kind den Geburtsort „Schladming“ im Reisepass wünschen, wird es jetzt höchste Zeit: Der 25. September ist der letzte Zeitpunkt, an dem in der Klinik Diakonissen Schladming eine Geburt möglich ist. Mit 30. September schließt die Geburtenstation endgültig, das wurde im RSG 2030 (Regionaler Strukturplan Gesundheit 2030) so beschlossen.
Die einzige Geburtenstation im Bezirk verbleibt damit im LKH Rottenmann, steirische Patientinnen sind aber auch im Kardinal Schwarzenberg Klinikum Schwarzach willkommen – das wurde mit einem Vertrag Anfang Juli offiziell bestätigt (wir berichteten). Was genau im Diakonissenspital mit den damit obsolet gewordenen sechs Patientenbetten und zwei Kreissälen geschieht, ist noch Gegenstand von „Detailabstimmungen“, bleibt Betriebsdirektor Martin Reif auf Nachfrage der Kleinen Zeitung vage. „Es wird dort jedenfalls ein medizinisch-pflegerisches Angebot geben.“
Personal gekündigt und anders verteilt
Fix ist: Die sieben Hebammen – allesamt Bedienstete der Kages – wurden gekündigt, die diplomierten Kinderkrankenpflegerinnen „werden alle im Haus in anderen Stationen eingesetzt“. Ebenfalls fix ist, dass es in Schladming stattdessen einen Hebammenstützpunkt geben soll sowie „eine gynäkologische Terminambulanz“, führt Reif weiter aus. „Genaue Öffnungszeiten für diese Angebote werden rechtzeitig kommuniziert.“
Wie der Hebammenstützpunkt genau aussieht und wo er im Haus beheimatet sein wird, dazu wird ebenso noch verhandelt. Fix ist, dass dort Schwangere vor und nach der Geburt betreut werden sollen. „Zum Beispiel wird dort besprochen, welches Krankenhaus man sich für die Geburt aussucht“, erklärt der Betriebsdirektor. Prinzipiell ist das Schladminger Zentrum an die Geburtenstation in Rottenmann angeschlossen, die Hebammen wechseln hin und her. „Eine kontinuierliche Versorgung ist damit gesichert.“