Verdächtiger Gegenstand gefunden: Tummelplatz war abgesperrt
Der Tummelplatz in der Grazer Innenstadt musste am Donnerstagnachmittag zur Gänze abgesperrt werden: Ein verdächtiger Gegenstand wurde auf der Baustelle gefunden. Schnell konnte aber Entwarnung gegeben werden.

Nicht nur für die Baustelle ist der Tummelplatz in der Grazer Innenstadt gesperrt, am Donnerstagnachmittag gab es zwischen halb drei und drei Uhr gar kein Durchkommen. Wie die Polizei vor Ort informierte, sei ein verdächtiger Gegenstand gefunden worden. Bis sprengstoffsachkundige Organe (SKO) der Polizei ausrückten, wurde der Platz sicherheitshalber zur Gänze abgesperrt. Für die Gäste im Lokal Schäffer‘s am Eck hieß das, dass sie zwischenzeitlich eingesperrt waren – nicht einmal der Gastgarten durfte betreten werden.
Die Polizei konnte aber bald Entwarnung geben, der Platz ist inzwischen wieder zu Fuß betretbar. Mit der tragischen Gewalttat, die sich kurz zuvor ganz in der Nähe des Tummelplatzes ereignet hatte, stand die Sperre in keinem Zusammenhang.
Mögliches Kriegsrelikt war harmlos
Aufgefallen war der Gegenstand einem Vorarbeiter, der sicherheitshalber Alarm schlug, weil er nicht ausschließen konnte, dass es sich um ein Kriegsrelikt handelt. Am Tummelplatz gab es im Zweiten Weltkrieg einen der wenigen Bombeneinschläge, die Überreste des damals zerstörten Hauses wurden gerade bei Ausgrabungen freigelegt.
Der Grazer Tummelplatz wird bis zum Sommer 2027 umgestaltet und attraktiviert. Im Zuge der Bauarbeiten gibt es auch eine archäologische Baubegleitung, die aktuell Überreste der mittelalterlichen Stadtmauer freilegt. Dabei wurde auch ein Wehrturm gefunden, dessen Existenz man bislang nur aus alten Urkunden, Bildern und Plänen vermutet hatte.