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Knalleffekt: FPÖ-Abgeordneter Kassegger legt alle Funktionen zurück

Offiziell aus gesundheitlichen Gründen legt FPÖ-Politiker Axel Kassegger alle seine Funktionen zurück. Er stand zuletzt massiv in der Kritik aufgrund seiner Wohnsitzfrage.

Axel Kassegger (FPÖ) legt seine Funktionen zurück
© APA / Helmut Fohringer
Axel Kassegger (FPÖ) legt seine Funktionen zurück
Gerald Winter-Pölsler
Stv. Leiter Steiermark-Ressort

Kurz vor der Graz-Wahl stand Axel Kassegger noch gemeinsam mit FPÖ-Chef Herbert Kickl auf der Bühne am Grazer Hauptplatz und teilte gegen „Systemmedien“ aus. Kritische Berichte zu seinem Wohnsitz und zahlreiche Parteiausschlüsse in Graz waren davor erschienen. Die Kritik ebbte aber auch nach der Wahl nicht ab. Zuletzt hat sogar die Staatsanwaltschaft seine Auslieferung beantragt, um gegen ihn ermitteln zu können. Jetzt legt er alle seine Ämter nieder.

Das ist allen voran das Mandat im Nationalrat, aber auch seine Funktion als Präsident des Freiheitlichen Bildungsinstituts und die Chefrolle in der FPÖ Graz. Offiziell hat das nichts mit der Kritik, die auch intern sehr laut war, zu tun, sondern hat gesundheitliche Gründe und passiert „auf eigenen Wunsch“.

„Ich stehe unmittelbar vor einer bedeutenden Operation, die bereits nächste Woche stattfinden wird“, so Kassegger via Aussendung. „Ich habe mich in diesem Zusammenhang dazu entschieden, künftig meine volle Aufmerksamkeit und Kraft meiner Genesung zu widmen. Es ist mir ein großes persönliches Anliegen, mich auch bei meiner Familie zu bedanken, die mich auf diesem Weg begleiten und unterstützen wird.“

In Graz gilt der neue Stadtrat René Apfelknab als logischer Nachfolger als Parteichef.