Ausstellung über früheren Landeshauptmann zieht von Villach nach Wien
Das Stadtmuseum Villach bringt die Sonderausstellung über Hans Sima erstmals nach Wien. Sie zeigt, warum der Altlandeshauptmann für weit mehr als den Ortstafelkonflikt steht.

Jahrzehntelang blieb von Hans Sima vor allem ein politisches Bild hängen. Jenes des Kärntner Landeshauptmanns, dessen Karriere am Ortstafelkonflikt zerbrach. Dass seine Jahre an der Spitze des Landes weit mehr umfassten, zeigte die Sonderausstellung „Hans Sima – ein politisches Leben“ bereits 2023 in Villach. Nach Stationen im kaernten.museum und im Werner Berg Museum in Bleiburg bekommt sie nun eine Bühne außerhalb Kärntens.
Für das Museum der Stadt Villach ist der Schritt nach Wien eine Premiere und laut Kuchler der Aufstieg in die „Bundesliga“ der Museen. Gezeigt wird die Schau im Salon des Wiener Künstlerhauses. „Sima wurde jahrzehntelang auf den Ortstafelkonflikt reduziert, dabei ist unter ihm sehr viel passiert“, sagt Kuchler.

Sima war der Kultur eng verbunden
Sima war von 1965 bis 1974 Landeshauptmann. Er setzte sich für zweisprachige Ortstafeln und den Dialog mit der slowenischen Volksgruppe ein und wollte Kärnten stärker im Alpen-Adria-Raum verankern. Auch die Gründung der Universität Klagenfurt fällt in seine Zeit. Eng war sein Verhältnis zur Kunst- und Kulturszene, unter anderem zum Maler Werner Berg. Gerade deshalb passe die Ausstellung gut ins Künstlerhaus, wo Leiterin und Kärntner Slowenin Tanja Prušnik ebenso eingebunden ist wie Neuzeithistoriker Oliver Rathkolb.
Auf Schautafeln wird Simas Lebensweg mit historischen Fotografien nachgezeichnet. Ausschnitte aus einer ORF-III-Dokumentation ergänzen die Schau, Inhalte können auch per Smartphone abgerufen werden. Die Ausstellung ist auf Deutsch, Englisch, Italienisch und Slowenisch gestaltet. Dahinter stehen neben dem Villacher Museum die Altlandeshauptmann-Hans-Sima-Privatstiftung und der Zeitgeschichteverein „VICCA“.
Eröffnet wird „Hans Sima – ein politisches Leben“ am Mittwoch, 16. September, um 19 Uhr im Wiener Künstlerhaus. Die Ausstellung ist dort bis 11. Oktober zu sehen.