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Russlands Angriffe verlangen eine Antwort von Europa

Tobias Kurakin
Redakteur Steiermark-Ressort
Putin greift Europa immer öfter an
© APA/AFP/POOL
Putin greift Europa immer öfter an

Russland sieht Europa mittlerweile als Feind an und greift auch an. Das darf nicht ohne Folgen bleiben. Es ist Zeit für Antworten.

Der misslungene Anschlag auf den Flughafen von Leipzig Halle macht klar, was Deutschlands Kanzler Friedrich Merz schon vor einem Jahr feststellte: „Wir sind nicht im Krieg, aber wir sind auch nicht mehr im Frieden“. Seit Dienstag steht fest, dass hinter dem versuchten Drohnenanschlag Russland steckt. Neben seinen Verbrechen in der Ukraine nimmt man also auch deren Verbündete in Mitteleuropa ins Fadenkreuz. So etwas verlangt eine Reaktion.

Russland geht es dabei um Angst und Einschüchterung. Man sieht die EU und die Nato als Kriegspartei. Somit ist auch klar: Aktionen, wie jene auf den Flughafen in Leipzig/Halle, sind keine Nadelstiche und auch keine Provokationen – es sind Angriffe.

Die Wahrheit schmerzt

Russland muss die Kosten für solche Angriffe zu spüren bekommen. Das klingt brutal und es klingt nach einem Spiel mit dem Feuer – anders lösen lässt sich das Problem aber nur schwer. Russland wird nicht zurückweichen. Man wird weitermachen – in Deutschland, Polen, dem Baltikum und vielleicht auch in Österreich. In Putins Welt sind Europäer Feinde und werden auch so behandelt.

Diese Realität ist erschreckend, beängstigend und schockierend. Sie ist aber Tatsache. Und: Diese unangenehme Wahrheit verlangt nach Antworten und Reaktionen. Europa muss diese liefern. Putin hat in den vergangenen Jahren schon viel zu viele rote Linien überschritten – nicht nur die Grenze der Ukraine und jene zwischen Krieg und Frieden.