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Lilla Sipos: „Die letzte Saison hat mich nicht glücklich gemacht“

Sturms Lilla Sipos trifft heute (18 Uhr) in Messendorf auf Ex-Klub Südburgenland/Hartberg. Dort wurde sie zwar zuletzt Spielerin der Saison, hatte aber keine einfache Zeit.

Ihre Flanken sind gefürchtet: Lilla Sipos
© SturmTifo.com
Ihre Flanken sind gefürchtet: Lilla Sipos

Mit der Mannschaft am Tabellenende zu liegen, dennoch aber Spielerin der Saison zu sein: Das ist ein Kunststück. Lilla Sipos hat dies in der letzten Saison mit Südburgenland/Hartberg vollbracht. Die zur Wahl berechtigten Kapitäninnen sowie die sportlich Verantwortlichen haben so die Mentalität und den Willen der Ungarin gewürdigt. Heute (18 Uhr, Messendorf) trifft sie erstmals seit ihrem Transfer zu Sturm auf ihr Ex-Team. Der Wechsel war nötig, sagt sie offen und ehrlich: „Die letzte Saison hat mich nicht glücklich gemacht.“

Sie hat den Verein, für den sie insgesamt fünf Jahre lang gespielt hat, in ihr Herz geschlossen. Was an ihr genagt hat, war das ständige Verlieren. „Sie versuchen, zu investieren, es ging aber nicht. Und so musste ich jede Woche aufstehen und weiterkämpfen“, sagt sie. Ihre Emotionen konnte sie da nicht immer im Zaum halten. Der SK Sturm hatte bereits ein Jahr davor sein Interesse für die heute 34-Jährige kundgetan, damals schwor sie dem Verein nach dem gelungenen Aufstieg noch die Treue. Sie gibt zu, sich oft gefragt zu haben, warum sie den Schritt nach Graz nicht früher gewagt hat. Vor Saisonbeginn hat sie ihn schließlich unternommen: „Ich musste es machen.“

Niemand scorte bislang häufiger als Sipos

Das letzte Jahr wandelte sie in positive Energie um. „Es hat mich mental stark gemacht. Ich wusste, ich muss das Team mitreißen. Ich war oft traurig. Und hier in Graz muss ich noch mehr zeigen.“ Das gelingt ihr: Der linke Flügel ist ihr Metier – mit ihrer Wucht und ihrer Robustheit hat sie dem Offensivspiel von Trainer Tode Djakovic neues Leben eingehaucht. Mit vier Vorlagen ist sie nach vier Runden nicht nur die beste Assistgeberin der Liga, sondern führt auch die Scorertabelle mit sechs Punkten an. Was zum Erfolg beiträgt? „Ich stehe jeden Tag glücklich auf, weil ich das mag, was ich jetzt hier habe.“ Was sie konkret meint, umschreibt sie als „Traum“: „Wenn man sieht, wie das Trainerteam arbeitet, welche Fußballerinnen wir haben, wie unsere Trainings ablaufen, fehlen mir die Worte.“

Das heutige Spiel wird, verspricht sie, eines wie jedes andere – geprägt von Einsatz und Offensivdrang. „Ich werde die Gefühle in der Kabine lassen.“

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