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Marco Hoffmann und das große Jucken in den Zehen

Mit dem ersten Saisonsieg im Gepäck geht Hartberg am Sonntag (17 Uhr) ins Heimduell mit Ried. Stürmer Marco Hoffmann möchte anschreiben.

Marco Hoffmann (links) ist in der Offensive bisher der Dauerläufer beim TSV
© GEPA pictures
Marco Hoffmann (links) ist in der Offensive bisher der Dauerläufer beim TSV
Matthias Janisch
Redakteur Sport

Noch ist es nicht an der Zeit, auf irgendwelche Glücksbringer zurückzugreifen. Dennoch juckt es Marco Hoffmann von Woche zu Woche immer mehr in den Zehen, wartet der Hartberger Stürmer doch noch auf seinen ersten Ligatreffer in dieser Saison. Etwas Abhilfe schaffte da schon der erste Dreier am vergangenen Wochenende in Altach. Beim 2:1-Erfolg seiner Mannschaft steuerte der Burgenländer selbst zwar keinen Treffer bei, jubelte mit seinen Teamkollegen aber umso mehr. „Der Sieg war extrem wichtig für uns und die Heimfahrt um einiges entspannter“, erklärt Hoffmann. „Aber der Saisonstart war dennoch etwas enttäuschend. Wir wollten auch aus den ersten Spielen etwas mitnehmen.“

Während sich die Ergebnisse in den ersten vier Partien unterschieden, war eines dabei immer gleich: Hoffmann stand in der Startaufstellung. Vom einstigen Talent entwickelte sich der 22-Jährige zum Dauerläufer in der blau-weißen Offensive und zählt zum Fixpersonal von Trainer Markus Schopp. „Ich habe in meinen zwei Jahren in Hartberg einen riesigen Schritt gemacht. Ich will mich jetzt in dieser Saison als Führungsspieler beweisen und in diese Rolle hineinwachsen.“ Trotz seines jungen Alters wirkt der Angreifer bereits wie ein Routinier, zählt in Hartberg ohnehin zu den härtesten Arbeitern. Wohl ein Mitgrund, wieso ihn Trainer Markus Schopp vor etwas mehr als zwei Jahren aus der Burgenlandliga zum TSV holte und nun fix auf ihn setzt. „Wir sprechen schon des Öfteren und ich merke auch, dass er mir viel Verantwortung überträgt. Das ist wichtig und die offensivere Spielidee kommt mir auch entgegen. Ich kann meine Stärken heuer noch besser einsetzen.“

Elias Havel als „Motivation“

Nur mit dem Torerfolg wollte es in dieser Bundesliga-Saison noch nicht klappen. „Wie gesagt, es juckt schon“, scherzt der Burgenländer. „Es wäre schön, wenn es am Wochenende gelingt.“ Mit Ried wartet nämlich nicht nur ein spannender Gegner auf die Oststeirer, sondern auch die nächste Möglichkeit auf drei Punkte. Bisher steht man noch ohne Heimsieg da, das soll sich am Sonntag aber ändern. Als „Glücksbringer“ sitzen dann auch Familie, Freunde und Freundin Hoffmanns auf der Tribüne. „Deshalb würde es wirklich gut passen.“

Gepasst hat in der abgelaufenen Saison auch die Zusammenarbeit zwischen dem 22-Jährigen und Stürmerkollege Elias Havel, der den Sprung in die Serie A wagte. Für Hoffmann das perfekte Beispiel, wie man Hartberg als Sprungbrett nutzen kann. „Ich habe wirklich viel Zeit mit Eli (Elias Havel, Anm.) verbracht und weiß, wie er tickt und wie viel Arbeit er hineingesteckt hat. Sein Wechsel gibt natürlich Motivation, aber ich möchte mir diesbezüglich keinen Stress machen.“ Sein Vertrag in Hartberg läuft noch bis 2029 („Das ist wirklich eine Auszeichnung für mich“), was in Zukunft passieren könnte, spielt derzeit noch keine Rolle: „Jetzt geht es darum, ein ähnliches Ergebnis wie in der Vorsaison zu erzielen, wenn nicht sogar ein besseres.“

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