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Benjamin Markuš: plötzlich Toptorjäger des TSV Hartberg

In seinen ersten beiden Spielzeiten in Hartberg war Benjamin Markuš kein Treffer vergönnt. In dieser Saison hat er nun bereits zweimal getroffen.

Benjamin Markuš (links) erzielte Hartbergs Goldtor in Altach
© GEPA
Benjamin Markuš (links) erzielte Hartbergs Goldtor in Altach

Dass Benjamin Markuš für Hartberger Torjubel in der Hauptverantwortung steht, ist etwas, an das man sich erst gewöhnen muss. War dem Slowenen in seinen ersten beiden Spielzeiten für den TSV kein Torerfolg vergönnt, ist Markuš plötzlich Toptorjäger bei den Oststeirern. Schon im ÖFB-Cup traf er in der 1. Runde zur 1:0-Führung gegen Imst, mit seinem Last-Minute-Tor beim 2:1-Sieg in Altach fixierte der defensive Mittelfeldspieler Hartbergs ersten Bundesliga-Sieg in dieser Saison. „Ein bisschen“ habe Markuš im Sommer an seinem Torabschluss gearbeitet, „aber ich war schon in der letzten Saison ein paar Mal nah dran. Wenn es passiert, dann passiert es, aktuell bin ich offenbar in einem kleinen Lauf. Aber das ist nichts Spezielles, ich möchte dem Team helfen und wenn es mit Toren ist, ist das auch schön“, zeigt sich Markuš bescheiden.

In der letzten Aktion des Spiels zum Sieg zu treffen, ist freilich besonders emotional. „Das war das beste Szenario, sehr speziell“, sagt Markuš. „Wir sind gut ins Spiel gestartet, sind in Führung gegangen und haben das Spiel gut kontrolliert. In der zweiten Hälfte hat Altach dann auf den Ausgleich gedrängt. Das Spiel war voller Höhen und Tiefen, am Ende war der Sieg das Wichtigste.“ Immerhin sei die Situation vor dem Spiel mit drei Niederlagen zum Start in die Liga-Saison hart gewesen. „Ich hoffe, dass wir jetzt die mentale Barriere überbrückt haben und dass es nun ein bisschen leichter von der Hand geht.“

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Der Sieg in Altach hat gezeigt, dass die junge Hartberger Mannschaft am schwierigen Auftaktprogramm mit Spielen gegen Salzburg, Sturm und Austria Wien trotz drei Niederlagen nicht zerbrochen ist. „Im Fußball muss man schon auch realistisch sein, wir haben gegen Salzburg und Sturm gute Spiele gemacht“, sagt Markuš, der mit 25 Jahren schon zu den älteren Akteuren im Hartberger Kader zählt. „Ich habe in meiner Karriere schon mehr als 200 Profispiele bestritten, mit meiner Erfahrung kann ich unserem jungen Team helfen. Es ist wichtig, dass die erfahrenen Spieler zusammenhelfen, um den jungen einen guten Start in die Karriere zu ermöglichen.“

Genau das ist es auch, was Trainer Markus Schopp von Markuš und Co erwartet. Nach Tobias Kainz, Fabian Wilfinger, Paul Komposch und dem jungen Torwart Harald Postl ist Markuš, der im Sommer 2024 in die Oststeiermark gewechselt ist, einer der dienstältesten Spieler beim TSV. „Der Trainer war im ersten Gespräch mit mir sehr direkt und hat gesagt: ,Du bist einer der zentralen Spieler in diesem Team und musst das Team gemeinsam mit Komposch, Kainzi und Wilfinger führen‘. Und das versuchen wir umzusetzen.“

Markuš: „... dann ist der TSV Hartberg am stärksten“

Im Sommer hat der Verein die Option bei Markuš auf ein weiteres Vertragsjahr gezogen, so ist der Slowene noch bis kommenden Sommer an die Oststeirer gebunden.. „Hartberg ist meine zweite Heimat, ich habe mich bei diesem Klub vom ersten Moment an wie zuhause gefühlt“, sagt Markuš, der schon in seinen ersten Monaten beim Klub 2024 vier Bundesligaspiele unter Schopp bestritten hat. „Aber jetzt bin ich nicht mehr der Neue, der gerade das erste Mal weg von seiner Heimat ist und eine neue Sprache lernen muss“, sagt Markuš, der aus dem TSV-Team nicht mehr wegzudenken ist.

In der vergangenen Saison bestritt er alle 32 Bundesligaspiele, wurde nur zweimal ausgetauscht. Auch in dieser Saison verpasste er noch keine Minute. „Als Sportsmann möchte ich mich zu jeder Zeit mit dem Gegner messen. Ich bin froh über meine Situation, das ist ein Privileg, das nicht jeder Spieler hat“, sagt Markuš, der weiß, dass das Hartberger Team noch lange nicht am Zenit angekommen ist. „Das halbe Team ist neu, der Coach ist neu. Wir sind seit zwei Monaten zusammen, sind auch nur Menschen“, meint Markuš. „Aber wir sind auf dem besten Weg, eine starke Einheit zu werden – und dann ist der TSV Hartberg am stärksten.“

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