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Legendärer Grazer Szene-Wirt erfindet sich wieder neu

Christian Dworschak hat die Grazer Szene mit der Eschenlaube und dem M1 geprägt, arbeitete für Maxmobil und große Consulter. Die KI gibt ihm neue Wege vor.

Christian Dworschak ganz leger im Sommer 2026 in Graz
© KLZ
Christian Dworschak ganz leger im Sommer 2026 in Graz
Thomas Rossacher
Redakteur Bundesland Steiermark

Schillerhof, Eschenlaube, Kulturhauskeller. So sah das Dreigestirn am Fortgehhimmel der Grazerinnen und Grazer in den 1990er-Jahren aus. Vom frühen Abend bis spät in die Nacht. Mittendrin: Christian Dworschak, Chef der „Esche“ und später des „M1“ von Helmut Marko am Mehlplatz. Das ist lange her, Gerry Landschbauer konnte mit dem „Kulturgasthaus Eschenlaube“ im Vorjahr bereits 20-jähriges Bestehen feiern. Dworschak wechselte die Branche. Nicht nur einmal.

Nach dem BWL-Studium in Graz „streberte“ er in Krems Telekommunikations-Management. Erster Job bei Maxmobil (inzwischen Magenta), dem großen Mobilfunkkonkurrenten von A1. Doch Traumberuf war dies keiner. „2005 bat mich ein Freund, ein Training zu übernehmen, der Vortragende war krank geworden.“ Dworschak sprang kurzerhand ein und leckte Blut.

Projekt-Management

So „kippte“ er in die Beratung, konkret ins Prozess- und Projekt-Management. Methoden, Strukturen, Seminare, Workshops, das volle Programm. Für deutsche und österreichische Anbieter war der Grazer, der nahe Stainz lebt, aktiv. Machte sich später selbstständig.

KI verändert alles

Währenddessen nahm der Verdrängungswettbewerb zu, künstliche Intelligenz (KI) zeichnet(e) die Berufsbilder und Branche völlig um. „Die Entwicklung ist unglaublich rasant“, sagt der 61-Jährige. So setzt er KI bei seinen Trainings und Workshops kräftig ein, um die Wissensvermittlung zu verbessern. Er selbst bringt die Erfahrung, die Begeisterung, das Menschliche ein. Das kann kein Rechenzentrum. Wer in den 1990ern in Graz in den Studentenlokalen unterwegs war, weiß, wovon die Rede ist.

Würde ihn die Gastronomie nicht noch einmal reizen? Nein, sagt der Vater zweier Kinder. So schön es war, selbst bei sieben Tagen die Woche mit Sperrstunde um 2 Uhr früh. Das Fortgehverhalten ist längst ein anderes. Er ist es auch.

Christian Dworschak bei einem „Speaker-Slam“ in Deutschland
© dworschak
Christian Dworschak bei einem „Speaker-Slam“ in Deutschland