Freund Fettner greift Eder künftig auf der Schanze unter die Arme
Lebensgefährte und Ex-Skispringer Manuel Fettner steht Lisa Eder bei ihrem Comeback „beratend“ zur Seite, ist aber nicht Teil des ÖSV-Teams.

Nach dem Rücktritt vom Rücktritt von Skispringerin Lisa Eder - sie hatte am Mittwoch überraschend ihr Comeback angekündigt - wird ihr künftig Lebensgefährte und Ex-Skispringer Manuel Fettner beratend zur Seite stehen. Man habe diesbezüglich „eine gute Lösung“ für die Zukunft gefunden, sagte Eder am Donnerstag bei einem Medientermin bei der Übungsschanze im Tiroler Stams. Fettner werde aber nicht vom ÖSV finanziert, stellte man klar.
In dieser Frage sei nunmehr „eine Lösung für alle Beteiligten gefunden worden“, erklärte Florian Liegl, Sportlicher Leiter Skispringen und Nordische Kombination. „Lisa hat jetzt die Möglichkeit, mit ihm zu trainieren und ihn als Coach zurate zu ziehen“, strich Liegl heraus. Fettner sei jedoch „kein offizielles ÖSV-Mitglied“, führte Liegl aus. Der Konflikt zwischen dem ÖSV und Eder hatte sich übrigens im April an genau dieser Fragestellung endgültig entzündet. Eder sah damals keinen Weg mehr, ohne Fettner-Beteiligung weiterzumachen, und warf letztlich endgültig das Handtuch. Ihren Rücktritt hatte sie aber bereits zuvor über Instagram verkündet. Sie suchte danach allerdings doch noch Möglichkeiten, um weitermachen zu können.

Die nunmehr gefundene Lösung, die das Comeback von Eder wohl maßgeblich befeuerte, skizzierte der Trainer der Skisprung-Damen, Vierschanzentournee-Sieger Thomas Diethart. Fettner sei künftig bei den Trainings von Eder mit dabei, habe Zugang zu den Videoaufnahmen und arbeite „mit mir gemeinsam“, sagte Diethart. Im Zentrum stehe vor allem eines: „Lisa soll bestmögliche Ergebnisse erzielen können.“
Eder will „bestmögliche Leistung zeigen“
Den Zug zum bestmöglichen Ergebnis hat offensichtlich auch Eder selbst. Ihre Entscheidung, in den Skisprung-Zirkus zurückzukehren sei „vor rund zwei Wochen gefallen“, führte die 25-jährige Salzburgerin, die an ihrem „Comeback-Mittwoch“ Geburtstag feierte, aus. Die Lösung mit ihrem Lebensgefährten arbeiten zu können, sei „eine, die für alle passt.“ „Ich kann mit ihm trainieren und er fährt zu den Trainings mit“, beschrieb die beste heimische Skispringerin der vergangenen Saison Fettners Aufgaben. Mit ihm an ihrer Seite wolle sie nun „so gut wie möglich sein und die bestmögliche Leistung zeigen“, betonte die Leogangerin.
Fettner, der bei dem Medientermin in Stams ebenfalls dabei war, betonte indes, sie dabei intensiv unterstützen zu wollen. Die gefundene Lösung „macht total Sinn“, strich auch er heraus. „Ich bin sehr zufrieden damit, sonst wäre ich nicht hier“, so Fettner.
Eder hatte in der vergangenen Saison ihre ersten zwei Weltcupsiege gefeiert. Hinzu kamen neun weitere Podestplätze und Rang vier in der Gesamtwertung.

