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Julijan Smid: „Ich bin extrem streng zu mir selbst“

Der Latschacher Julijan Smid startet in Wisla beim Sommer-Grand-Prix. 2026 feierte der 23-Jährige sein Debüt bei der Vierschanzentournee.

Der Kärntner startet in Wisla
© Skijumping PL
Der Kärntner startet in Wisla
Denise Maryodnig
Redakteurin Sport

Skispringer verbindet man größtenteils mit Kälte. Doch aktuell zeigt das Thermometer hochsommerliche Werte. Genau unter diesen Bedingungen startet Kärntens Skispringer Julijan Smid (SV Achomitz/Zahomc) dieses Wochenende beim Sommer-GP im polnischen Wisla – und beweist, dass weite Sprünge keine Minusgrade brauchen. Vergangene Saison ließ der B-Kader-Athlet im Kontinentalcup sein Potenzial aufblitzen, sodass er daraufhin sein Debüt bei der Vierschanzentournee feierte. „Da ging ein Kindheitstraum in Erfüllung“, sagt der Latschacher, der seit vier Jahren am Stützpunkt in Innsbruck trainiert. „Im bisherigen Sommer haben wir schon intensiv gearbeitet, ich bin zufrieden mit den Fortschritten.“

Der Sommer-GP ist für den 23-Jährigen das Schaufenster des Skispringens. Wer hier überzeugt, sammelt nicht nur wichtige Wettkampfpraxis. „Ich war voriges Jahr hier Siebenter, von dem her freue ich mich auf die ersten Wettkämpfe. Wer weiß, was das Wochenende mit sich bringt?“, meint Smid, der einst in Klagenfurt im slowenischen Gymnasium maturiert hat. „Die Direktorin hat mir einiges ermöglicht und meine Zwillingsschwester hat mich viel unterstützt, da ich zu dem Zeitpunkt mit Migräne zu kämpfen hatte.“

Julijan Smid
© Privat
Julijan Smid

Seine sportlichen Ambitionen sind längst definiert: „Ich möchte künftig ganz klar den Sprung ins Weltcupteam schaffen, mich dort etablieren und dann wäre Olympia 2030 natürlich das ganz große Ziel.“ Die Tatsache, wie schnell Daniel Tschofenig und Maximilian Ortner den Durchbruch geschafft haben, stimmt Smid äußerst positiv: „Am Ende muss nur der Knopf aufgehen, dann regelt das Selbstvertrauen viel. Ich brauche nur Geduld.“

Angesprochen auf seine Person, erzählt der Wintersportler, dass er sportlich sehr ehrgeizig ist. „Ich bin extrem streng zu mir selbst, was Training und Genauigkeit angeht. Es gibt kein Aufgeben. Privat bin ich entspannt, lustig und ein Familienmensch.“

Und sonst? Die ÖSV-„Adler“ um Stefan Kraft und Co. planen ihre ersten Auftritte am darauf folgenden Wochenende in Courchevel, dem Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2030.

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