Kärnten: Pensionist fuhr mit Feuerwehrauto über Unfallopfer
Jener Mann, der vor zwei Wochen bei Globasnitz einen 20-Jährigen mit einem Fahrzeug erfasst und getötet haben soll, wurde gefasst. Der Unfall passierte offenbar mit einem Feuerwehrauto.
Seit mehr als zwei Wochen hat die Polizei durchgehend ermittelt. Mit Erfolg: Die Spuren führten zu einem Pensionisten aus dem Bezirk Völkermarkt. Er soll in der Nacht auf den 10. August einen 20-jährigen Bleiburger auf der Bleiburger Straße (B81) mit einem Feuerwehrauto angefahren und dabei getötet haben. Sein Auto verließ der Mann zwar kurz, danach setzte er seine Fahrt aber fort.
Eine Zeugin hat das Fahrzeug gesehen, darüber hinaus konnte die Polizei Spuren am Unfallort auswerten. Bei den Ermittlern gingen auch über 40 Hinweise aus der Bevölkerung ein, die ebenfalls zum Ermittlungserfolg beitragen konnten.
Im Zuge der umfangreichen Ermittlungen überprüften die ermittelnden Beamten am Montag erneut mehrere in Frage kommende Fahrzeuge. „Dabei wurde auch ein Feuerwehrmannschaftsfahrzeug, ein Mercedes Sprinter einer freiwilligen Feuerwehr aus dem Bezirk Völkermarkt, das dem ersten Anschein nach keine Beschädigungen aufwies, überprüft“, berichtet die Polizei.
Gewebeteile gesichert
Am Unterboden des Fahrzeugs sicherte die Tatortgruppe des Landeskriminalamtes Gewebeteile. „Mit an Sicherheit angrenzender Wahrscheinlichkeit handelt es sich dabei um menschliches Gewebe“, so die Polizei. Diese Spuren werden derzeit untersucht. Der Lenker wurde rasch ausgeforscht und einvernommen. Nach anfänglichem Leugnen zeigte sich der Mann geständig, einen reglosen menschlichen Körper, der mittig auf der Fahrbahn lag, mit dem Fahrzeug überrollt zu haben. Er sei danach völlig geschockt gewesen und habe die Fahrt fortgesetzt. Etwas später sei er an den Unfallort zurückgekehrt und habe bei der Absicherung des Unfalls geholfen.
Gemeinsam mit den befassten Sachverständigen wird noch geklärt, ob weitere Fahrzeuge am Unfall beteiligt gewesen sein könnten.



