Medien: Nadja Bernhard nicht auf Shortlist für Chefposten des ORF Steiermark
Laut Medienbericht soll der designierte ORF-Chef Clemens Pig bereits eine Bewerber-Shortlist für die Landesdirektoren haben. Die ZiB-Moderatorin Nadja Bernhard soll nicht darauf stehen.
Sie wollte Landesdirektorin beim ORF Steiermark werden, doch der Traum ist möglicherweise bereits ausgeträumt. Wie die „Krone“ berichtet, steht Nadja Bernhard nicht auf der Bewerber-Shortlist des neuen ORF-Generaldirektors Clemens Pig. Die ZiB-Moderatorin, die in der Steiermark aufwuchs, hatte sich um den Posten beworben. In den Landesstudios Kärnten, Salzburg und der Steiermark scheiden die Amtsinhaberinnen und Amtsinhaber mit Ende 2026 aus.
Die Bewerberfrist lief bis zum 14. Juli, insgesamt 13 Posten werden neu vergeben – neun in den Landesstudios, vier am Küniglberg. Nicht weniger als 105 Personen haben sich für einen oder mehrere der ausgeschriebenen ORF-Direktionsposten beworben. Manche reichten Bewerbungen für mehrere der 13 Topjobs ein, womit in Summe 142 Bewerbungen vorliegen, so Pig gegenüber der APA. Etwa die Hälfte kommt aus dem ORF, die andere bewirbt sich von extern. Größtes Interesse herrscht an der neu zu schaffenden Direktion „Audience & Plattformen“. Wer genau sich für die öffentlich-rechtlichen Topjobs beworben hat, bleibt weitgehend im Dunkeln. Einige Kandidaten hatten ihre Bewerbung jedoch öffentlich gemacht, darunter auch Bernhard.
Die Wahl soll am 11. August stattfinden. Pig zieht zwei externe Personalberater aus Deutschland und der Schweiz hinzu, um einen „maximal äquidistanten Blick auf die Bewerbungen zu erhalten“. Mit ihnen erstellt er eine Shortlist für die jeweiligen Positionen und führt gemeinsam mit den Beratern Bewerbungsgespräche. Und genau auf jene Shortlist soll es die 51-jährige Bernhard, die in Leibnitz maturiert hat, nicht geschafft haben.
ORF-III-Geschäftsführerin mit Chancen auf steirischen ORF-Posten
Stattdessen soll es Kathrin Zierhut-Kunz, aktuell Geschäftsführerin von ORF III, auf eben jene Liste von Bewerbern für den Direktorenposten im steirischen Landesstudio geschafft haben. Laut „Krone“ soll FPÖ-Stiftungsrat Peter Westenthaler einer ihrer Unterstützer sein.
Besetzt werden die vier zentralen Direktionen – „Audience und Plattformen“, „Finanzen und Verwaltung“, „Programm und Brands“ sowie „Technologie und Innovation“ – wie auch die neun Landesdirektionen. Bereits am 16. Juli erfolgte laut dem künftigen ORF-Chef die Prüfung der formalen Voraussetzungen der Bewerbungen. Nun wurde die Shortlists für die 13 Jobs erstellt. Seit dem 27. Juli sollen darauf basierend Bewerbungsgespräche im Gange sein und ab dem 3. August die Nominierungen samt Begründungen an den ORF-Stiftungsrat geliefert werden. Die Entscheidung, ob das von Pig zusammengestellte Team auch bestellt wird, fällt am 11. August in einer Sitzung des Stiftungsrats.
Für die Erstellung der Shortlists, die Bewerbungsgespräche und die Nominierungen greift Pig auf eine Scorecard-Matrix zurück, um ein transparentes, objektives, nachvollziehbares und nicht-diskriminierendes Auswahlverfahren sicherzustellen und damit dem Europäischen Medienfreiheitsgesetz (EMFA), dem ORF-Gesetz und der Geschäftsordnung des Stiftungsrats zu entsprechen. Die Scorecard-Matrix beinhaltet unterschiedliche Kriterien in den Kategorien „Basisanforderungen“, „Funktionale Anforderungen“ und „Management-Anforderungen“. Für die Landesdirektionen ist sie identisch, für die vier Zentraldirektionen variiert sie teils aufgrund direktionsspezifischer Anforderungen.