Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen.

Warnung wegen Lebensgefahr durch mobile Klimageräte

Mobile Klimageräte gelten als praktische Hilfe gegen die Hitze. In Kombination mit einer Gastherme können sie jedoch lebensgefährlich werden. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit warnt nach mehreren Kohlenmonoxid-Vergiftungen vor einem oft unterschätzten Risiko.

Bild zeigt ein mobiles Klimagerät mit Abluftschlauch
© www.imago-images.de/Karsten Schmalz
Mobile Klimageräte werden gegen die Hitzewelle immer beliebter
Michael Kloiber
Leiter Steiermark-Ressort

Bereits mindestens fünf Menschen haben sich im heurigen Sommer eine CO-Vergiftung in den eigenen vier Wänden zugezogen. Darauf weist das Kuratorium für Verkehrssicherheit nun hin. Grund ist der Einsatz von mobilen Klimageräten, die gerade in der aktuellen Hitzewelle wieder vermehrt zum Einsatz kommen.

Das KFV warnt nun im Zusammenhang mit den Geräten mit Abluftschlauch vor einer oft unterschätzten Gefahr: Werden solche Geräte gleichzeitig mit einer raumluftabhängigen Gastherme betrieben, kann durch den entstehenden Unterdruck Kohlenmonoxid (CO) aus dem Rauchfang in die Wohnräume gelangen: „Kohlenmonoxid ist so gefährlich, weil man es weder sehen noch riechen kann – und genau deshalb wird die Gefahr oft zu spät erkannt. CO-Warnmelder sind daher eine wichtige zusätzliche Schutzmaßnahme“, erklärt Armin Kaltenegger, Leiter des Bereichs Eigentumsschutz im KFV.

Keine Hitzebeschwerden, sondern drohender Tod

Das Problem: Die toxische Kombination kann tödlich enden. Der Experte weist darauf hin, dass erste Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder Müdigkeit leicht mit Hitzebeschwerden verwechselt werden können, obwohl schwere CO-Vergiftungen innerhalb kurzer Zeit zu Bewusstlosigkeit, bleibenden Gesundheitsschäden oder sogar zum Tod führen können.

Gleichzeitig gibt es auch Entwarnung: Nach Angaben des KFV sind mobile Klimageräte allein nicht problematisch – auch nicht mit Abluftschlauch: „Kritisch wird es, wenn es gleichzeitig mit einer raumluftabhängigen Gastherme betrieben wird und aufgrund geschlossener Fenster nicht genügend Frischluft nachströmen kann“, so Kaltenegger.

Auch Gasherde sind Risikofaktoren bei Kohlenmonoxid

Zusätzliche Risikofaktoren sind schlecht gewartete oder technisch mangelhafte Gasthermen. Fachgerecht installierte Split-Klimaanlagen stellen hingegen in der Regel keine vergleichbare Gefahr dar, da sie keinen Unterdruck in der Wohnung erzeugen.

Das KFV weist zudem darauf hin, dass auch Gasherde bei unvollständiger Verbrennung Kohlenmonoxid freisetzen können. Regelmäßige Wartungen von Gasgeräten sowie die Überprüfung von Rauchfang und Luftversorgung durch Fachpersonal sind daher ebenso wichtig wie ausreichende Frischluftzufuhr. Darüber hinaus empfiehlt das KFV, mobile Klimageräte mit Abluftschlauch oder Dunstabzugshauben nicht gleichzeitig mit raumluftabhängigen Gasgeräten zu betreiben und CO-Warnmelder zu installieren. Im Alarmfall oder bei typischen Beschwerden sollte die Wohnung sofort verlassen sowie Feuerwehr und Rettung verständigt werden.

Mehr zum Thema