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Niko Reinberg züchtet bei Gnas Shiitake-Pilze in regionalem Holz

Seit 2015 betreiben Daniela Rechberger und Niko Reinberg in Baumgarten bei Gnas eine kleine Landwirtschaft namens „Baum Pilz Garten“. Im Zentrum steht die Zucht von Shiitake-Pilzen.

Niko Reinberg ist seit seiner Kindheit von Pilzen fasziniert. In Baumgarten bei Gnas und in Kainbach züchtet er Speisepilze
© Niko Reinberg
Niko Reinberg ist seit seiner Kindheit von Pilzen fasziniert. In Baumgarten bei Gnas und in Kainbach züchtet er Speisepilze
Jonas Rettenegger
Redakteur Regionalredaktion Feldbach

„Eigentlich hat das Projekt gestartet, weil ich selber gern ganzjährig Pilze essen wollte“, erzählt Niko Reinberg lachend. Aus der Selbstversorger-Idee ist in den vergangenen elf Jahren allerdings mehr geworden. Heute findet sich in Baumgarten bei Gnas ein kleiner landwirtschaftlicher Betrieb in dessen Zentrum die Speisepilzzucht steht.

Honig, Obst, Wein und Pilze

Durch Zufall ist der gebürtige Niederösterreicher Reinberg mit seiner Frau Daniela Rechberger auf das kleine Haus mit Weingarten und Streuobstwiese in der Südoststeiermark gestoßen. Nach und nach bauten sie sich den kleinen Hof unter dem Namen „Baum Pilz Garten“ auf. In den vergangenen zwei Jahren renovierten sie das Haus, manchmal wird es vermietet und vor zwei Jahren zogen auch Bienen am Hof ein.

Seit 2015 betreiben Daniela Rechberger und Niko Reinberg in Baumgarten bei Gnas die kleine Landwirtschaft „Baum Pilz Garten“
© Niko Reinberg
Seit 2015 betreiben Daniela Rechberger und Niko Reinberg in Baumgarten bei Gnas die kleine Landwirtschaft „Baum Pilz Garten“

Vor allem aber dreht sich alles um die Speisepilzzucht. „Als Kind sind wir im Wiener Wald Pilze sammeln gegangen und haben sie an Wirtshäuser verkauft“, erzählt Reinberg, woher seine Faszination kommt. Nach einer Gartenbaulehre und Ausbildung zum Obstbaumpfleger startete er mit der Zucht im Freien.

Momentan kümmert sich Reinberg um etwa 1000 Erlenstämme, die er jeden Montag in Wasser tunkt, um dann im Laufe der Woche die Pilze zu ernten. Jährlich ergibt diese Arbeit zwischen 200 und 300 Kilo Speisepilze, vor allem Shiitake. Deren Vielseitigkeit und das leicht lauchige Aroma gefallen ihm besonders.

Zwischen 200 und 300 Kilo Speisepilze wachsen auf Reinbergs Erlenstämmen jährlich
© Niko Reinberg
Zwischen 200 und 300 Kilo Speisepilze wachsen auf Reinbergs Erlenstämmen jährlich

Niko Reinberg gibt das Shiitake-Wissen weiter

Aber auch Austernseitlinge oder versuchsweise Mu-Err-Pilze züchtet Reinberg und gibt seine Erfahrungen weiter: „Irgendwann habe ich dann bemerkt, dass viele Menschen das Outdoor-Pilzzüchten lernen wollen.“ Nebenbei ist er noch als Bildungsberater und Fußballtrainer sowie bei einem Interreg-Projekt zur Klimawandelanpassung tätig.

Auf drei Bauernmärkten in Graz und beim Hofladen der Familie Knittelfelder verkauft er sie. Allerdings bleiben Steinpilze und Eierschwammerl am Ende des Tages doch die Lieblinge.

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Am Herz-Jesu-Markt, Kaiser-Josef-Markt und Bauernmarkt Mariatrost sind die Pilze zu finden
Am Herz-Jesu-Markt, Kaiser-Josef-Markt und Bauernmarkt Mariatrost sind die Pilze zu finden © Niko Reinberg

Zubereitungstipps

Pilze sollten grundsätzlich zuerst in einer trockenen Pfanne angebraten werden und ihr Wasser verlieren, bevor man Öl dazu gibt.

Die Shiitake-Pilze sind sehr vielfältig und eignen sich für fast alle Pilz-Speisen.

Besonders gut schmecken sie auch eingelegt und in Spanien esse man sie sogar mit Fisch, erzählt Niko Reinberg.

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