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„Kleiner Bruder“ bei Sturm und „Megazeit“ mit einem ÖFB-Trainer

Der GAK-Neuzugang verfügt trotz seiner erst 20 Jahre über diverse Connections zum österreichischen Fußball. Was er über Peter Hyballa, Daniel Bachmann und Co. zu sagen hat.

Antonio Tikvic verstärkt die GAK-Defensive
© Peter Altmann
Antonio Tikvic verstärkt die GAK-Defensive

Es gab garantiert schon Legionäre, die schlechter vorbereitet in die österreichische Bundesliga gewechselt sind als Antonio Tikvic. Der 20-Jährige verfügt über jede Menge Anknüpfungspunkte zum rot-weiß-roten Kick. Alleine schon wegen seiner Saison beim FC Bayern II (2022/23). „Viele Freunde von mir sind nach Österreich gewechselt und haben hier Spielpraxis gesammelt. Es war immer schon eine interessante Liga, vor allem für junge Spieler“, erklärt der Innenverteidiger.

Die Bayern-Kumpels

Die Liste der aktuellen und ehemaligen Bayern-Kollegen in Österreich wird von Sturm-Kicker Lovro Zvonarek angeführt, jedoch auch von Namen wie Frans Krätzig und Matteo Perez Vinlöf (Austria Wien), Angelo Brückner (Hartberg), Lucas Copado (LASK), David Herold (Altach), Jahn Herrmann (BW Linz) oder Emilian Metu (St. Pölten und Klagenfurt) geziert.

Seine Kontakte seien stets sehr zufrieden gewesen im Land der Berge. Aktuell nachgefragt über den österreichischen Fußball oder den GAK habe er jedoch tatsächlich bei niemandem, wie er versichert: „Ich habe meine eigenen Recherchen angestellt.“

Zoom-Meeting mit Rene Poms und Co.

Feuer und Flamme für die Leihe von den Partnervereinen Udinese/Watford nach Graz war Tikvic spätestens nach einem Zoom-Meeting mit der sportlichen Leitung der Rotjacken. Dabei überzeugte ihn Rene Poms: „Ich habe mit dem Trainer gesprochen. Mir hat das Konzept gefallen, wie der Trainer spielen will. Danach war mir schnell klar, dass ich mich hierfür entscheiden werde.“

Womit der Coach ihn konkret gelockt habe? „Damit, was er mit mir vorhat, wie er mich entwickeln will. Mit welchen Spielern und bei welchen Vereinen er gearbeitet hat. Außerdem ist es sein Grundprinzip, dass er schnell über die Seiten spielen will. Das passt zu meinem Spielertyp.“ In den vergangenen Jahren hat der 1,95-Meter-Riese meist als Innenverteidiger gespielt, fühlt sich jedoch auch als Sechser wohl. „Meine Lieblingsposition ist da, wo ich meinen linken Fuß benutzen kann“, grinst der Kroate, der in Hamburg geboren und aufgewachsen ist.

Ich war wegen seiner Mentalität immer ein großer Fan von Zlatan Ibrahimovic.

— Antonio Tikvic

Sein Idol war nicht in der Defensive tätig, ganz im Gegenteil. Stürmer-Legende Zlatan Ibrahimovic hat es ihm angetan: „Ich war wegen seiner Mentalität immer ein großer Fan. Er hat sich nichts sagen lassen und einfach sein Ding durchgezogen.“

Sein Ding durchziehen möchte auch der GAK im Abstiegskampf. Tikvic kann selbigen unbelastet angehen und plädiert dafür, nicht zu viel darüber nachzudenken: „Fußball muss Spaß machen. Ich glaube, dass wir eine super Rückrunde hinlegen können. Uns sollte kein Verein abschreiben.“

Rein technisch gesehen, wurde der Abwehrspieler von Watford geliehen, da ihn Udinese kurzfristig fix an die Engländer abgegeben hat. Via GAK möchte er es zurück zu einem der beiden Vereine schaffen: „Das ist mein klares Ziel. Ich will mich dann bei Watford oder Udinese durchsetzen.“ Da die Bundesliga von Jahr zu Jahr größer werde, ist die Auslage eine gute. Womit wir wieder bei den Österreich-Connections wären. Davon gibt es einige:

Antonio Tikvic (l.) und Lovro Zvonarek jubeln im Trikot des FC Bayern II
© IMAGO
Antonio Tikvic (l.) und Lovro Zvonarek jubeln im Trikot des FC Bayern II

Lovro Zvonarek - den Sturm-Akteur kennt er von den Bayern und Kroatiens U21: „Wir sind gute Freunde. Als er nach München gekommen ist und quasi kein Deutsch gesprochen hat, habe ich ihm viel geholfen. Er ist wie mein kleiner Bruder.“

Dion Beljo – den Rapid-Stürmer kennt er wie Marin Ljubicic (LASK) oder Ex-Salzburger Roko Simic aus Kroatiens U21: „Bei der Nationalmannschaft sind wir immer am gleichen Tisch gesessen, hatten viel Spaß miteinander.“

Daniel Bachmann – mit dem ÖFB-Torhüter spielte er im Herbst bei Watford: „Ein super Typ, der mir gerade am Anfang viel geholfen hat. Als Tormann und Innenverteidiger haben wir uns natürlich gut verstanden.“

Leider musste der Verein Insolvenz anmelden, aber mit Andreas Heraf hatte ich eine Megazeit.

— Antonio Tikvic

Sandi Lovric – bei Udinese agierte er an der Seite des Ex-Sturm- und ÖFB-Junioren-Kickers: „Sandi war wie mein großer Bruder. Udine ist nicht so eine große Stadt, da hat man sich oft gesehen. Er hat mir viele Weisheiten weitergegeben und auch die italienische Sprache betreffend sehr geholfen.“

Andreas Heraf – der Österreicher war sein Trainer in der 3. Liga bei Türkgücü München: „Er hat mir das Vertrauen geschenkt, war der erste Trainer, der mich im Profibereich spielen ließ. Leider musste der Verein Insolvenz anmelden, aber mit ihm hatte ich eine Megazeit.“

Peter Hyballa – der ehemalige Sturm-Trainer war ebenfalls bei Türkgücü München sein Coach: „Mein erster Türkgücü-Trainer. Ich war aber noch sehr jung und kam erst später in der Saison zu meinen Einsätzen. Allgemein war er, wie man ihn kennt: Verrückt, aber ein super Typ! Ich habe mich gut mit ihm verstanden. Er hat mich auch sehr gemocht.“

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