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„Meine größte Angst ist es, zu stolpern“

Für Victoria Fürst und Martina Reinbold geht am Donnerstag ein Traum in Erfüllung. Die beiden werden den Wiener Opernball mit einem Walzer eröffnen.

Martina Reinbold (links) und Victoria Fürst eröffnen mit ihren Partnern den Opernball in Wien
© KK/Montage
Martina Reinbold (links) und Victoria Fürst eröffnen mit ihren Partnern den Opernball in Wien
Felizitas Steiner

In weißem Ballkleid und mit einem Diadem auf dem Kopf schweben sie über das Parkett der Staatsoper, alle Augen auf sie gerichtet. Ein Millionenpublikum im Fernsehen und 5.000 Gäste vor Ort verfolgen jeden ihrer Schritte. Die Debütantinnen und Debütanten des Opernballs eröffnen am Donnerstag wieder den Ball der Bälle. Mittendrin in Glanz und Glamour sind zwei Frauen aus dem Bezirk St. Veit: die Friesacherin Martina Reinbold und die St. Veiterin Victoria Fürst.

„Es war immer ein Traum von mir“, erzählt Fürst vor der Generalprobe. Die Nervosität sei noch nicht da, komme aber bestimmt kurz vor der Eröffnung des Opernballs, wenn der Traum tatsächlich in Erfüllung geht. Die 21-Jährige hat sich bereits im Sommer des Vorjahres als Debütantin beworben. „Man muss sich als Paar anmelden und ein Freund von mir war dazu bereit, mitzumachen. Also haben wir es einfach versucht.“

Victoria Fürst mit Partner vor der Staatsoper
© Privat
Victoria Fürst mit Partner vor der Staatsoper

Beim Vortanzen im Oktober fiel dann die Entscheidung. Fürst und ihr Partner haben es in die Auswahl geschafft, als eines von circa 150 Paaren. „Natürlich habe ich mich gefreut. Es ist eine große Ehre, den Opernball zu eröffnen.“

„Opernball ist die Krönung“

Diese Ehre wird auch Martina Reinbold zuteil. Ihr Weg zu Österreichs prestigeträchtigstem Ball ist fast schon ein Drehbuch für einen romantischen Film. „Eine Freundin hat mich dazu überredet, beim ‚Techniker Cercle‘ mitzutanzen. Das ist ein bekannter Ball in Wien, bei welchem man sich allerdings alleine vorstellen kann. Man bekommt dann einen Partner zugeteilt und ich bin mit meinem zusammen gekommen.“ Seither erobert sie mit ihrem Freund die Tanzparkette der Hauptstadt und hat schon mehrere Bälle eröffnet. „Der Opernball ist jetzt die Krönung“, freut sich Reinbold.

Martina Reinbold hat ihren Partner bei einem Ball kennengelernt
© Privat
Martina Reinbold hat ihren Partner bei einem Ball kennengelernt

Ihr Kleid für den großen Auftritt hat die 25-Jährige sogar selbst genäht. Trotz der Erfahrung ist die Studentin aus Friesach ein wenig aufgeregt. Denn beim Tanz ihres Lebens soll nichts schiefgehen: „Meine größte Angst ist es, zu stolpern“, verrät Reinbold: „Beim Jägerball sind am Schluss einige Tänzerinnen gestolpert. Das wird uns aber hoffentlich nicht passieren.“

Kostspieliger Auftritt

Nur einmal dürfen junge Menschen zwischen 18 und 28 Jahren beim Wiener Opernball mittanzen und diesen mit einem Walzer eröffnen. Rund Tausend Tänzerinnen und Tänzer bewerben sich jährlich für diese Rolle. Die Kosten für die Anreise zu Proben oder das passende Outfit – hier gibt es übrigens klare Vorschriften – müssen die Teilnehmenden selbst tragen. „Ich habe mein Kleid bei einer Schneiderin in Althofen ausgeborgt“, verrät Fürst. Zu den fünf Proben ist sie aber von weit her gereist, denn die St. Veiterin studiert in Zürich Mathematik. Ihr Freund kam sogar aus London.

„Es ist einfach spektakulär“, erklärt Fürst, warum sie den Aufwand auf sich nimmt: „Ich habe es früher immer im Fernsehen verfolgt und jetzt bin ich dabei.“

1,6 Millionen Menschen sahen im Vorjahr bei der Eröffnung des Opernballs im TV zu
© KLZ / Helmut Fohringer
1,6 Millionen Menschen sahen im Vorjahr bei der Eröffnung des Opernballs im TV zu

Wie es Reinbold und Fürst bei ihrem großen Auftritt geht, kann man übrigens nicht nur im Fernsehen, sondern auch auf www.kleinezeitung.at verfolgen.

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