Höchstleistungen, WO MAN hinsieht

Kärnten hat viele Sportlerinnen, die sich national und international einen Namen gemacht haben. Neben Snowboarderin Anna Gasser, Billard-Profi Jasmin Ouschan oder Kanutin Nadine Weratschnig zählt Ruder-Ass Magdalena Lobnig zu Kärntens sportlichen Ausnahmetalenten.

Frauenförderung im Sport ist ein großes Thema in Kärnten. Wie wichtig das ist, weiß auch Völkermarkts Ruder-Ass Magdalena Lobnig
© Jasmin Walter
Frauenförderung im Sport ist ein großes Thema in Kärnten. Wie wichtig das ist, weiß auch Völkermarkts Ruder-Ass Magdalena Lobnig

Spätestens seit ihrer Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Tokio 2021 ist ihr Name in ganz Österreich ein Begriff. Immer größer wird aufgrund solcher Einzelerfolge die Nachfrage nach mehr Förderung von Sportlerinnen. Denn Sport wird von der Masse immer noch als männlich dominiert wahrgenommen, obgleich sich in den vergangenen Jahren
einiges getan hat. Der Ruder-Sport von Magdalena Lobnig wird zwar noch immer von Männern dominiert, aber: „Es gibt vielleicht mehr männliche als weibliche Trainer, Verbandsfunktionäre und Betreuer, aber das verändert sich momentan. In Österreich haben wir einen starken Zuwachs an weiblichen Trainerinnen verspürt.“

Frauenförderung im Sport

Aber herrscht in der heimischen Sportwelt wirklich Chancengleichheit und werden Frauen stark genug gefördert? In den vergangenen Jahren wurde es immer lauter um das Thema Frauenförderung im Sport. Landessportdirektor Arno Arthofer: „Es sollen einerseits Trainer- und Schiedsrichterausbildungen ermöglicht und andererseits Sportangebote für Mädchen und Frauen aufgebaut werden. Oberstes Ziel ist es, den Stellenwert des Mädchen und Damensports auch in der öffentlichen Wahrnehmung zu heben.“ Wie wichtig das ist, betont auch Lobnig: „Es gibt aber immer noch Aufholbedarf. Man kann jedoch nicht alle Sportarten in einen Topf werfen. Ich bin in einer Sportart, in der mittlerweile Gendergleichheit herrscht. Das hat aber gedauert. Der Frauensport benötigt in manchen Sportarten noch etwas Zeit, da dieser in der Vergangenheit und vermutlich heute auch noch nicht gleich gefördert wurde wie der Männersport.“ Jungen Frauen rät Lobnig sich nicht von Instagram und Co blenden zu lassen und sich für ihre Ziele im Sport das richtige Umfeld zu schaffen und hart zu arbeiten.

Magdalena Lobnig

AUSZUG ERFOLGE:

Saison 2023
Indoor-Meisterschaften in Wien, Platz 1 – neuer Rekord (6.40,5 Min.) Weltcup I in Zagreb/ CRO, W2x, Platz 2

Saison 2022
Indoor-Meisterschaften virtuell, Platz 1 Croatia Open in Zagreb/ CRO, W2x (mit Schwester Katharina), Platz 1 Kleinboottest in Ottensheim, W1x, Platz 1

Saison 2021
Olympische Spiele in Tokio/JPN, W1x, Platz 3 – Olympia-Bronze Weltcup I in Zagreb/ CRO, W1x, Platz 1

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