FRANZ POTOTSCHNIG
Als für gestern die Zenker-Geschäftsführung eine Betriebsversammlung einberufen hatte, dachte sich niemand viel dabei. Das ist im November immer der Fall. Außerdem gab es erst im Oktober eine Betriebsversammlung, die von der Belegschaft einberufen worden war, und da war von dramatischen Problemen noch keine Rede.
Aber gestern, kurz nach 14 Uhr, traf es fast zwei Drittel der 150-köpfigen Belegschaft wie ein Keulenschlag: Mit Jahresende wird die Produktion der Fertighäuser in der Veitsch eingestellt, damit werden 90 der insgesamt 150 Beschäftigten gekündigt.
„Mit einer solchen Nachricht haben wir nicht gerechnet“, sagt Martin Schwaiger, Betriebsratsvorsitzender bei Zenker. Zwar habe es immer wieder geheißen, dass der Absatz nicht so gut sei wie gewünscht, aber im letzten Monat habe man sogar noch Überstunden geleistet, weil so viel zu tun war. Allerdings haben Fertighäuser eine lange Vorlaufzeit, und die Abschlüsse für das nächste Jahr sollen nicht wunschgemäß laufen.