''Hinterlassen tödliche Lücke''Private Retter setzen Mittelmeer-Einsätze aus

Die Hilfsorganisationen beenden ihre Tätigkeit im Rahmen der Mittelmeer-Rettungsmission. Sie fühlt sich von der libyischen Küstenwache bedroht.

Alltag im Mittelmeer: Neu ankommende oder aufgegriffene Flüchtlinge, die medizinisch versorgt werden müssen © AP
 

Wegen Sicherheitsrisiken im Mittelmeer vor Libyen unterbrechen einige Hilfsorganisationen ihre Missionen zur Migrantenrettung. Einen Tag nach Ärzte ohne Grenzen zogen am Sonntag die deutsche Organisation Sea Eye und später auch Save the Children nach. Grund dafür sei eine veränderte Sicherheitslage, nachdem die libysche Regierung eine unbestimmte und einseitige Ausdehnung ihrer Hoheitsgewässer angekündigt hatte - verbunden mit einer expliziten Drohung an private Nichtregierungsorganisation, teilte die Gruppe aus Regensburg am Sonntag mit.

Hilfsorganisationen spielen eine zunehmend wichtige Rolle bei der Rettung von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer. In diesem Jahr hatten sie mehr als ein Drittel aller Migranten aufgegriffen, 2014 waren es noch weniger als ein Prozent. Über Libyen kommen derzeit die meisten Menschen, die versuchen, über das Mittelmeer in die EU zu gelangen. Bei dem Versuch sterben Tausende.

"Eine Fortsetzung unserer Rettungsarbeiten ist unter diesen Umständen aktuell nicht möglich. Wir können dies auch gegenüber unseren Crews nicht mehr verantworten", sagte Sea-Eye-Gründer Michael Buschheuer. "Wir hinterlassen eine tödliche Lücke im Mittelmeer." Dieses Jahr starben bereits mehr als 2400 Menschen auf der Route. 

Auch Ärzte ohne Grenzen (MSF) setzten ihre Flüchtlingsrettungsmission im Mittelmeer aus. Die Hilfsorganisation fühlt sich von der libyschen Küstenwache bedroht und die Politik der italienischen Regierung habe ihre Arbeit erschwert, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf den MSF-Chef Italiens, Loris De Filippi.

"Für NGOs wird das Klima auf dem Mittelmeer immer feindseliger. Das wird eine riesige Lücke in die Such- und Rettungskapazitäten reißen und Menschenleben fordern", twitterte Ärzte ohne Grenzen. Wie Sea Eye bezog sich die Organisation auf Berichte, wonach libysche Behörden ihre Kontrolle auf internationale Gewässer ausweiten wollen und diese Ankündigung mit einer expliziten Drohung gegen die humanitären Schiffe verknüpften.

"Nachdem die libysche Küstenwache in der Vergangenheit schon öfter auf Flüchtlingsboote und auch auf Rettungsschiffe geschossen hat, können wir dieses Risiko nicht mehr auf uns nehmen und dieses Gebiet weiterhin befahren. Das sind wir unseren Crews, der Sicherheit unserer Leute schuldig", sagte Sea-Eye-Sprecher Hans-Peter Buschheuer. Die Hilfsorganisation sprach von einer "tödlichen Lücke" im Mittelmeer, weil die Chance auf Rettung nun geringer wird. Heuer starben bereits mehr als 2400 Menschen auf der Route.

Die libysche Küstenwache bekräftigte ihren Vorwurf, dass einige Organisationen mit Schleppern zusammenarbeiteten. "Wir haben keine Beweise. Aber es ist schon merkwürdig, dass keine Flüchtlingsboote unterwegs sind, wenn die libysche Küstenwache auf See ist, aber Schiffe dieser Organisationen in der Nähe sind", sagte der Sprecher Ayub Kasim. Die Anweisung an ausländische Schiffe, nicht in die von Libyen eigenmächtig erweiterte Such- und Rettungszone für die Boote mit Migranten einzudringen, stimme mit internationalem Recht überein.

Libysche Küstenwache: "Wir haben keine Beweise"

Nach der Drohung gegen humanitäre Schiffe vor der Küste Libyens hat die libysche Küstenwache ihren Vorwurf gegen einige private Hilfsorganisationen bekräftigt, mit Schleppern zusammenzuarbeiten. "Wir haben keine Beweise. Aber es ist schon merkwürdig, dass keine Flüchtlingsboote unterwegs sind, wenn die libysche Küstenwache auf See ist, aber Schiffe dieser Organisationen in der Nähe sind", sagte der Sprecher der libyschen Küstenwache, Ajub Kasim, der Deutschen Presse-Agentur.

Die Anweisung an ausländische Schiffe, nicht in eine von Libyen erweiterte Such- und Rettungszone für die Boote mit Migranten einzudringen, stimme mit internationalem Recht überein. Berichten zufolge hatten die libyschen Behörden zuvor angekündigt, ihre Kontrolle um eine eigene Such- und Rettungszone auf internationale Gewässer ausweiten zu wollen. Diese Ankündigung verknüpften sie mit einer expliziten Drohung gegen die humanitären Schiffe.

Die spanische Proactiva Open Arms will dagegen weitermachen. "Für uns ändert sich nicht viel im Vergleich zu den vergangenen Wochen", sagte Riccardo Gatti der Zeitung "La Repubblica". "Wir werden unsere Rettungseinsätze ohne Pause fortführen." Nach Angaben der Organisation war ihr Schiff in der vergangenen Woche im Mittelmeer von der libyschen Küstenwache mit Warnschüssen bedrängt worden.

Für MSF scheint die Sicherheit nicht der einzige Beweggrund zu sein, die Mission der "Vos Prudence" zu unterbrechen. "Das Problem ist die absurde und rücksichtslose politische Linie der italienischen Regierung und von Europa, um das Migrationsproblem zu lösen", sagte MSF-Migrationskoordinator Stefano Argenziano "La Repubblica". "Die Libyer können ohnehin bereits mit der Unterstützung Europas und Italiens machen, was sie wollen. Wir wollen nicht Teil dieses illegalen, abartigen und unmenschlichen Mechanismus sein." Ein medizinisches Team werde aber an Bord des Rettungsschiffs "Aquarius" von SOS Mediterranee bleiben.

"Prudence" betroffen

Ihre Mittelmeer-Mission werde aber "nicht gänzlich" ausgesetzt, erläuterte MSF auf APA-Anfrage. Betroffen sei nur das von MSF betriebene Schiff Prudence. Die Hilfsorganisation wolle weiterhin mit der NGO SOS Mediterranee kooperieren, an Bord deren Schiffs Aquarius auch ein Team von Ärzte ohne Grenzen zur medizinischen Versorgung von Geretteten ist. Die Prudence lag am Samstag im Hafen von Catania auf Sizilien.

"Wir setzen unsere Aktivitäten aus, weil wir nun das Gefühl haben, dass das bedrohende Verhalten durch die libysche Küstenwache sehr ernst ist ... wir dürfen unsere Kollegen keiner Gefahr aussetzen", sagte De Filippi zu Reuters. Die libysche Marine hatte angekündigt, ausländischen Rettungsschiffen den Einsatz in einer "Such- und Rettungszone" vor der Küste zu verbieten.

Bisher hätten Such- und Rettungsoperationen bis zu 11 Seemeilen vor dem Festland stattfinden können, erklärte er. "Letztes Jahr hat die Küstenwache 13 Schüsse auf unser Boot abgefeuert, das war in einer Situation, die viel ruhiger als die jetzige war", sagte De Filippi. Save the Children prüft nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa einen Stopp ihrer Rettungsmission. 

Verhaltenskodex nicht unterschrieben

Ärzte ohne Grenzen haben den Verhaltenskodex der italienischen Regierung für Rettungsmissionen im Mittelmeer im Gegensatz zu anderen Hilfsorganisationen nicht unterschrieben. Rom wolle alle NGOs kriminalisieren, ergänzte De Filippi.

Erst vor wenigen Tagen hatte die Organisation auf ihrer Homepage erklärt: "Es wurden mehrfach Anschuldigungen von Seiten der sizilianischen Staatsanwaltschaft gegen Ärzte ohne Grenzen kolportiert. Uns sind keine strafrechtlichen Ermittlungen gegen Ärzte ohne Grenzen bekannt."

Anschuldigungen unbegründet

 "Die Anschuldigungen basieren auf Berichten, die nach unserer Kenntnis nicht zu offiziellen Ermittlungen geführt haben", verteidigen sich die Ärzte ohne Grenzen. Trotzdem gefährdeten sie die lebenswichtigen Rettungseinsätze auf dem Mittelmeer und führten dazu, dass in Zukunft weniger hilfsbedürftige Menschen gerettet werden.

Diese Anschuldigungen lenkten auch  von dem eigentlichen Problem ab, so die Organisation: Das Faktum nämlich, "dass die EU und ihre Mitgliedsstaaten weder proaktive Such- und Rettungsmechanismen einführen, noch konkrete Lösungen für die Menschen schaffen, die ihr Leben in den Booten riskieren".

Medizinische Versorgung

"Ärzte ohne Grenzen" war zuletzt mit zwei Rettungsschiffen auf dem Mittelmeer im Einsatz. Während der Such- und Rettungsaktion versorgten die Teams von Ärzte ohne Grenzen vor allem Menschen mit Dehydrierungen, Unterkühlungen oder schwere Verätzungen – letztere entstehen durch den Kontakt mit einer Mischung aus Benzin und Meereswasser. Weitere häufige Erkrankungen sind Durchfall, Seekrankheit, Krätze und anderen Hautinfektionen. Wegen der hohen Zahl an schwangeren Frauen war auch immer eine Hebamme an Bord, für akute Notfällen eine Notaufnahme. Zudem organisierte man den schnellen Transport von Schwerverletzten in das nächste Krankenhaus.

Die Mitarbeiter kümmerten sich auch um die psychischen Probleme der Überlebenden. Viele haben Traumatisches erlebt. Ärzte ohne Grenzen leistete psychologische Ersthilfe an Bord sowie mit einem mobilen Team an der sizilianischen Küste.

"Unterlassene Hilfeleistung"

"Ärzte ohne Grenzen" nehmen auf ihrer Homepage auch Stellung zu den Vorwürfen, man habe Menschen (zu) nahe der libyschen Küste gerettet: "Die von Ärzte ohne Grenzen betriebenen Rettungsschiffe sind immer in internationalen Gewässern positioniert - meist rund 25 Seemeilen von der libyschen Küste entfernt, denn von dort aus werden die meisten Notrufe abgesetzt. Unsere Teams suchen das Meer mit Ferngläsern nach Booten ab und antworten auf Anfragen der italienischen Leitstelle zur Koordination der Seenotrettung. Laut Internationalem Seerecht müssen alle Rettungseinsätze von einer solchen Leitstelle koordiniert werden. Laut italienischer Gesetzgebung ist das Ignorieren eines Notrufs auf See eine unterlassene Hilfeleistung und kann mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden."

In extremen Notfällen hätten sich die Schiffe zur Lebensrettung bis zur Grenze der Internationalen Gewässer auf zwölf Seemeilen der libyschen Küste genähert. In nur äußerst besonderen Fällen und ausschließlich mit Erlaubnis der libyschen Behörden seien sie noch geringfügig weiter gefahren. Im Jahr 2016 sei das drei Mal vorgekommen. In keiner Weise arbeite die Organisation mit Schleppern zusammen, wie den NGOs zunehmend unterstellt wurde. Es würden auch keine Transponder ausgeschaltet, um die Position der Schiffe zu verbergen. Und es würden keine Flüchtlingsboote mit Scheinwerfern "angelockt".

Schließung nötiger denn je

Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) zeigte sich indes besorgt über die Aktivitäten von Rechtsextremen im Mittelmeer. Durch sie habe sich die Situation "zusehends verschärft", teilte Sobotka am Sonntag in einer Aussendung mit. Man dürfe "dieses Feld nicht den Ewiggestrigen überlassen", sagte Sobotka mit Blick auf das von der rechtsextremen Mission "Defend Europe" betriebene Schiff "C-Star". Maßnahmen zur Schließung der Mittelmeerroute seien "nötiger denn je".

 

 

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tomtitan
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Wikipedia: "Wirtschaftliche Not, Naturkatastrophen, Krieg oder Armut werden nicht als Fluchtgründe im Sinne des internationalen Asylrechts anerkannt."

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Uiop
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Seenotrettung

Ich frage mich etwas grundsätzliches.. es gibt ca 20 NGOs (ich weiß die Zahl ist nicht exakt) die Flüchtlinge retten, was grundsätzlich großartig und absolut unterstützendwert ist..
der zuständige Staat, Italien gibt Regeln vor und will diese relativ freundlich via Verhaltenskodex umsetzen.. 3 NGOs verweigern das, werden anschließend von den Missionen, die übrigens durch den italienischen Staat geleitet und koordiniert werden, ausgeschlossen, behaupten dann ohne sie würde die Hilfe im Mittelmeer zusammenbrechen und bekommen dann noch so eine Publicity...
Wo ist der Applaus für jene NGOs die sich an die Regeln halten UND Menschenleben retten?? Für diese gehören Spendenaufrufe getätigt, denn sie machen ihren Job!
Für alle anderen die sich nicht an die Regeln halten gilt -> Danke für eure Hilfe, Baba, ihr seid ersetzbar und euer Platz wird, sofern nötig von wem anderen eingenommen..

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tannenbaum
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Und der neue Messias der Schwarzen wird seinen Lemmingen wieder einreden, er habe jetzt die Mittelmeerrute auch noch geschlossen!

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Landbomeranze
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Er hat sie zwar nicht geschlossen

aber er hat wesentlichen Anteil daran. Das ist gut so. Wenn nun laut ZDF Bilder und Filmchen von verdeckten italienischen Ermittlern belegen, dass einige NGO´S Butter am Kopf haben, dann lag Kurz mit seinen Vorwürfen richtig und die Lunacek falsch.

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Mein Graz
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wesentlichen anteil?

danke für den lacher am abend.
🤣 🤣 🤣

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voit60
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Europa wird sicherlich nicht in der Lage sein,

Afrika und einen großen Teil des nahen Osten (bis Pakistan und Bangladesch) zu retten. Dringenst notwendig wäre wohl ein Überlebensplan für Afrika und eine sofortige Geburtenkontrolle, da sich Afrika viel zu stark vermehrt.
Wir Europäer können nicht hunderte Millionen Flüchtlinge hier aufnehmen, da würde es unseren wunderbaren Kontinent zerreissen, und die rechten bzw. rechtsaussen Parteien würden überall das Ruder übernehmen, was ebenfalls eine Katastrophe wäre.

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koi1956
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NICHT die...

Rechtsparteien werden das Ruder Übernehmen! sondern die vielen Zuwanderer(wenns so weiter geht)Achja "Achtung Kaffesud"und Irgendeiner(irgendwo im nahen Süden) wird immer schon gewust haben und sich auf seinen kleinen Türmchen für Abendgebet gegen Osten auf den Boden schmeissen.......oder so in etwa.....

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Irgendeiner
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Flossi,Flossi, Du bist sehr im seichten Wasser,paß auf.

Irgendeiner ist Agnostiker und unterwirft sich weder der Dummheit noch einer Religion und kann daher nicht voraus wissen was nicht passieren wird. Aber wenn ich glauben würde daß das was hilft würd ich beten, für Euch, um Menschlichkeit und was, daß der andere Alte vom Himmel schmeißen soll,aber ich glaub galt nicht dran.Und Flossi,wennst den Schützenfisch geben und in meine Richtung spucken willst, stells mir drunter.

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Luitpold
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Libysche Müstenwache

Die libysche Küstenwache wird die von Menschenhändlern in seeuntüchtige Boote gesetzten Flüchtlinge dann - wie international üblich – in den nächsten Hafen und nicht in weit entfernte italienische oder griechische Häfen bringen. Dann wird der Spuk automatisch zurück gehen und den Schleppern das Handwerk gelegt.

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Irgendeiner
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Ja und dann werdens dort vergewaltigt versklavt und

gefoltert,in den hübschen Lagern vom Chefe der Küstenwache und wollen vor Glück gar nicht mehr weg, gell.Möchtest auch hin, ich täts zahlen?

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Kristianjarnig
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@Irgendeiner...

Sie fraagen immer nach Beweisen für die Anschuldigung der Schlepperei vieler NGO's. Gut, das ist Ihr Recht.

Allerdings unterstellen Sie dem Chef der lybischen Küstenwache ein Sklavenlager bzw. Prostitution zu betreiben. Pfui. Typisch linke Argumentation.

Muß schwer sein andere Argumente zu akzeptieren, oder?

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Irgendeiner
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Also ich erklärs Dir, dort gibts einen Warlord, der leitet die Küstenwache im relevanten Abschnitt,

der ist für alles dort zuständig auch für die Lager in denen passiert was passiert und steht nebenbei im Verdacht selbst Schlepperei zu betreiben.Und dem liefert man die Menschen aus. Und ich unterstelle nichts, ich referiere auf Zeitungsmeldungen, aus der Lachsfarbenen, das ist wieder nicht die Zeitung der Linken sondern der Turbokapitalisten.Und würde ich eine typisch linke Argumentation verwenden wärs überraschend weil ich keiner bin,ich bin nur einer mit bürgerlichem Anstand, das was unter der türkisen Sonne endgültig verloren gegangen ist und ein Grünwähler auch noch.Recht neu hier,nicht, kleine Nachschulung, ich akzeptiere Argumente aber ich erkenn auch Propaganda, ich bin hier der mit dem Bocksfuß,man lacht.

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Mein Graz
23
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die libysche küstenwache

wird nur einen kleinen teil der flüchtlingsboote finden. der rest fährt weiter in internationale gewässer, und hier sind viel zu wenig schiffe, um das mittelmeer weiträumig abzudecken. also werden weiter menschen ertrinken.

da die überlebenschance trotzdem höher ist als in der heimat werden die menschen weiter flüchten. also wird der spuk nicht aufhören, das ist wunschdenken von gläubigern von blau und türkis.

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skepsis66
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@Luitpold

So einfach wird es dann doch nicht sein. Ich denke die NGOs haben es den Schleppern zumindest nicht erschwert ihre menschenverachtenden Geschäfte zu machen. Die Menschen die in Libyen auf die "Überfahrt" warten, haben dafür schon im voraus bezahlt. Und für eine Überfahrt zahlt oft die ganze Familie. Und allein schon deswegen werden viele auch weiterhin ihr Leben riskieren.
Aber es sollten staatliche Behörden sein, die verhindern das Menschen ertrinken müssen und nicht NGOs. Das haben die Staaten aber bisher verabsäumt. Und diesen Vorwurf müssen sich die EU Staaten gefallen lassen.

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max13
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Bei diesen Beiträgen haben die braunen wieder Überstunden für die Bewertung gemacht.

.

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Spitzer Walter
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Ist

ja nur vorübergehend,nach den Wahlen in Italien,Deutschland,Österreich,gehts weiter.

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Feja
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Na da werden wir ja jetzt sehen

ob der Basti recht hatte und in Zukunft alle Flüchtlinge zuhause bleiben und keiner mehr ertrinkt. Denn angeblich lags ja nur an den NGOs, dass sie sich alle ins Mittelmeer wagen und nicht weil Krieg ist.

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Irgendeiner
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Wir werdens nicht nur sehen,

ich werde es ihm und Macrion öffentlich zuordnen und dann schauma, sind ja nur wegen der NGOs weggerannt, nicht.

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Mein Graz
42
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die ngos ziehen sich zurück.

verstänglich, ich würde meine mitarbeiter auch keiner noch größeren gefahr aussetzen.

wenn ich mir die postings mancher user hier durchlese müsste die folge doch sein, dass ab sofort weniger menschen flüchten und weniger ertrinken. das wird aber nicht der fall sein!
denn die menschen flüchten, weil es bei der flucht noch immer eine höhere überlebenschance gibt als wenn sie in ihrem heimatland bleiben. ob das jetzt auf grund von kriegen ist oder weil es kein trinkwasser, zu wenig (oder zu teure) nahrungsmittel gibt ist zweitrangig.
und allen jenen die meinen, sollen sie doch ihre heimat aufbauen, sei ins stammbuch geschrieben: wir hätten es ohne marshallplan auch nicht geschafft, so schnell wieder auf die beine zu kommen!

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Sonne100
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Woher stammen Ihre Infos?

Woher haben Sie diese Informationen? Haben Sie verlässliche und nachprüfbare Quellen, dann bitte angeben. Oder sind es Ihre persönlichen Vermutungen, NGO-Quellen Oder plappern Sie da nur irgendetwas nach?
Diese Art von linker Rhetorik ist super wenn man sie austeilen kann, oder?
Eins vergaß ich aber gestern noch: wieso sollen wir uns von einer realitätsfernsten Minderheit von ca. 5-10% vorschreiben lassen, was zu tun ist? In einer Demokratie entscheidet immer noch die Mehrheit und das sind nicht die Linken!

Keiner will, dass die armen Teufel im Mehr ertrinken, aber ein Transfersystem bis in das gewünschte Zielland ist nicht zielführende und zu unterbinden! Danke Italien und Libyen!
Als nächstes gehört es sich eine legale Und sichere Einreise von außerhalb der EU zu organisieren. Natürlich nur für "echte" Asylwerber und für Wirtscahftsmigranten nach Qualifikation und Bedarf.
That' it.

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Mein Graz
17
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ich sollte mir eigentlich verkneifen,

auf solche postings zu reagieren, denn du willst nicht wirklich eine antwort, sondern mich nur provozieren.

trotzdem:
mach dir mal die mühe und lies nicht nur blaue oder türkise nachrichten, informier dich oder google einfach, dann erkennst du, dass meine postings nicht einer eingefärbten propaganda entspringen sondern mit tatsachen zu belegen sind.
deine "5-10%ige minderheit" (die wahrscheinlich deinem wunschdenken entsprungen sind) sind möglicherweise die einzigen menschlichen menschen. und ich bin lieber ein realitätsfremder gutmensch als ein verbitterter, menschenfeindlicher anderer.

ich hoffe, dass dir das erstellen dieser "retourkutsche" spaß gemacht hat. ernst nehmen kann ich dich aber nicht.
😉 🤡

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spiesailor
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Dass die "Flüchtlinge" unterstützt

werden müssen versteht sich von selbst. Nicht nur mit einem Marshallplan sondern auch direkt vor Ort, was auch einschließt dass man die Regierenden und die Konzerne entsprechend einbremst. Wenn man rechnet was für die Flüchtlinge in Österreich aufgewendet werden muss (das ist nicht negativ gemeint), mit dem könnte in den Herkunftsstaaten doppeltes geleistet werden. Hut ab vor allen Projekten - Schulen, Spitäler, Werkstätten usw. - die mit privaten Spenden aufgestellt wurden. Die Flüchtlinge aber die mit Genfer Konvention nichts zu tun haben, erschweren allen anderen deren Eingliederung, da man einfach eine Unterscheidung mehr treffen kann.

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ugglan
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Vielleicht

sollte einmal irgendwer hier über Empfängnisverhütung nachdenken statt ständig diese Hauptursache für fast alles permanent seit zig Jahren außer Acht zu lassen! Afrika soll sich ein Beispiel an China nehmen!

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Mein Graz
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vor generationen

war es in österreich nicht abwegig, 8 - 10 kinder zu haben. erst mit einführung von sozialleistungen nahm die kinderzahl ab und heute haben wir das problem, dass wir ohne zuwanderung unser sozialsystem gar nicht mehr erhalten könnten.

also warum haben in afrika die familien so viele kinder? ja, weil es keine sozialleistungen gibt und kinder noch immer die altersvorsorge sind! und weil es zu wenig aufklärung und schlechte erreichbarkeit von verhütungsmitteln gibt - oder sie sind schlicht zu teuer.

die hauptursache sind die schlechte schulbildung, die fehlenden sozialsysteme, die bereicherung der reichen, der landraub durch die industriemächte usw.
das alles dem einzelnen anzulasten, der "viele kinder" hat - da machst du es dir zu einfach! die gründe, die zu flucht führen, sind mannigfaltig.

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koi1956
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EI EIEI..

Werte's'r meingraz...das Sozialsystem kann in Österreich leider wegen Abwanderung ins "Lohnkostengünstige Ausland"und durch Verkauf von Gewinnsteuer-betrieben(Brau.Union-Heineken,usw.)nicht gehalten werden.Keine Arbeit,keine Steuern+Sozialabgaben.Hmm und Sie wollen da noch Zuwanderung??

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Mein Graz
8
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karpfen,

das sozialsystem in österreich kommt ins trudeln, weil weniger kinder geboren werden als benötigt werden, um die ausgaben abzudecken.
nicht wegen irgend welcher abwanderung von ein paar betrieben.
nur wenn die kinderzahl steigt kann auch das sozialsystem erhalten werden.

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