Was Gärtner im Jänner wissen müssenFrost ohne Ende - wie schütze ich meine Rosen?

Der Winter hat uns fest in der Hand - aber für Gärtner gibt es auf dem Balkon und im Garten dennoch einiges zu tun.

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Wie vermeidet man Frostschäden bei den Rosen? © Jean Kobben - stock.adobe.com
 

Der Frost nimmt kein Ende. Wie schütze ich meine Rosen?
Hoffentlich ist noch nichts passiert. Um Frostschäden an den Veredelungsstellen zu vermeiden, die Rosen locker 15 bis 20 Zentimeter mit reifem Kompost anhäufeln, aber nicht verdichten. Zum Windschutz decken Sie Kompost und Triebbasis mit Tannenreisig ab.

Was muss ich bei meinen winterharten Kübelpflanzen beachten?
Um die Pflanzen problemlos im Freien zu überwintern, kann Kälteschutz für die Töpfe nicht schaden. Man sollte sie jedoch regengeschützt aufstellen, zum Beispiel dicht an einer Hauswand, damit sich in den Töpfen keine Staunässe bilden kann. Und entfernen Sie die Untersetzer.

Brauchen meine jungen Obstbäume einen Winterschutz?
Die Stämme brauchen einen Baumanstrich (im Fachhandel erhältlich). Der helle Anstrich verhindert bei Frost und Wintersonne Spannungsrisse durch eine starke einseitige Erwärmung der Rinde. Holen Sie das Anstreichen an einem frostfreien Tag nach.

Wir möchten aus einem alten Weihnachtskaktus Ableger ziehen. Wann ist der beste Zeitpunkt?
Im Frühsommer bewurzeln die Stecklinge am schnellsten. Einfach Triebspitzen in sehr sandige Erde stecken, nach wenigen Wochen beginnen sie schon als eigenständige Pflanzen zu wachsen. Die Mutterstöcke jetzt vorsichtig gießen und ab März düngen.

<< Video: Wie überwintern die Zitronenbäume am besten? >>

Efeu wuchert am Fichtenstamm hoch. Gibt es ein Bekämpfungsmittel?
Efeu vernichtet niemals Bäume. Er wächst nur am Stamm hoch, aber nie auf die Äste nach außen, wo die grünen Nadeln oder Blätter sind, die den Baum versorgen. Viel gefährlicher für die Fichte wäre die Verwendung eines Total-Herbizids.

Die Kübelpflanzen leiden im beheizten Wintergarten.
Die Heizung trocknet die Luft aus und in Kälteperioden hilft auch Lüften nicht, weil von draußen ebenfalls trockene Luft hereinströmt. Abhilfe schafft eine regelmäßige Dusche, die Blätter an Ober- und Unterseite wöchentlich einsprühen.

<< Video: Karl Ploberger im Glashaus >>

Gibt es eine Verwendung für den Christbaum?
Die einzelnen Äste abschneiden und das Reisig über die Rosen breiten, um Frostrisse zu vermeiden oder mit den Zweigen empfindliche Stauden vor Kälte zu schützen. Der Rest kommt als Fußabstreifer zum Einsatz.

Das blühende Alpenveilchen hat im Vorjahr die Kälte nicht überlebt.
Das Alpenveilchen steht oft Ende Jänner in Vollblüte, folgt eine starke Frostperiode - noch dazu ohne schützende Schneedecke -, ist es um die Vorfrühlingspflanze geschehen. Darum bei Frost mit Vlies abdecken, um das Schlimmste zu verhindern.

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Das Alpenveilchen steht oft Ende Jänner in Vollblüte Foto © (c) Daniel Jędzura - stock.adobe.co

Kann ich meine Christrose in den Garten setzen?
Unbedingt. Im Halbschatten unter Sträuchern und Bäumen mit einer ausgiebigen humosen Laubschicht, da fühlen sich die Schneerosen besonders wohl. Das zeigen sie, indem sie sich von Jahr zu Jahr prächtiger entwickeln.

<< Video: Was die Christrose braucht >>

Bei mir wächst die Vogelmiere sogar im Winter. Was tun?
Da hilft nur: Während der Gartensaison tüchtig mulchen, das dämmt die Vogelmiere ein. Sie hat übrigens auch ihr Gutes: Sie zeigt humusreichen Boden an, der bekanntlich die beste Voraussetzung für alle Pflanzen ist.

Bei mir wächst die Vogelmiere sogar im Winter. Was tun?Da hilft nur: Während der Gartensaison tüchtig mulchen Foto © Fabian - stock.adobe.com
Meine Blumenzwiebeln haben ausgetrieben, wie schütze ich sie?
Der beste Schutz wäre eine Schneedecke, die heuer leider an vielen Stellen (noch) fehlt. Streuen Sie Laub vom Herbst über die Triebspitzen und legen Sie Tannenreisig darüber, viel mehr kann man nicht machen.

Die Geranien im dunklen Keller bilden lange Triebe aus. Dürfen diese zurückgeschnitten werden?
Die langen Triebe können immer wieder zurückgeschnitten werden. Der Keller sollte außerdem gut gelüftet werden, damit es an dem dunklen Ort so kühl wie möglich, aber natürlich frostfrei bleibt.

An den Orchideen zeigen sich Zuckertröpfchen.
Das tritt ein, wenn etwa Nacht- und Tagestemperatur zu unterschiedlich sind oder die Luft zu trocken ist. Die Orchideen zeigen, dass sie Stress haben. Sorgen Sie dafür, dass sich die Bedingungen der Pflanzen verbessern.

Woman transplanting orchid into another pot on kitchen. Housewife taking care of home plants and flowers
An den Orchideen zeigen sich Zuckertröpfchen - was bedeutet das? Foto © maryviolet - stock.adobe.com

Vogelfütterung im Winter

  • Für den Futterplatz eine frei stehende Stelle wählen, damit sich Raubtiere wie Katzen nicht unbemerkt anschleichen können. Lockere Sträucher in der Nähe sind als Sichtwarte von Vorteil.
  • Wer mit der Winterfütterung einmal begonnen hat, darf damit nicht mehr aufhören. Vögel verlassen sich auf ihre Futterplätze, bleiben sie vorübergehend leer, versetzt das die gefiederten Gartenhelfer unnötig in Stress, dabei ist das Vogelleben bei Schnee und Kälte so schon schwer genug.
  • Um möglichst viele Vogelarten zu verwöhnen, wird vielfältig gefüttert: Sonnenblumenkerne, kleine Samen, Nüsse, Fettfutter wie Meisenknödel und Weichfutter wie getrocknete Beeren oder Haferflocken. Speisereste sind ungeeignet!
  • Futtersäulen sind zu bevorzugen, weil die Vögel da nicht das Futter verunreinigen können.
  • Das Vogelfutter darf nicht nass werden, verschimmeltes Futter ist Gift für die Gefiederten.

Was jetzt zu tun ist:

  • Kontrolle draußen:
    Bei starkem Schneefall Gehölze von der Schneelast befreien, um vor allem die Immergrünen wie Kirschlorbeer vor Bruch zu schützen. Dunkle Flecken auf den Blättern der Christrosen weisen auf die Schwarzfleckenkrankheit hin. Das befallene Laub gründlich entfernen und entsorgen. Bei starken Kahlfrösten Erde mit Reisig bedecken, um die Frühblüher zu schützen.
  • Wasserbeschaffung:
    Wer perfektes Gießwasser für Zimmer- und Kübelpflanzen haben möchte, kann eimerweise Schnee sammeln. Zimmerwarmes Schmelzwasser eignet sich auch hervorragend zum Einsprühen der Pflanzenblätter.
  • Pflege und Erneuerung:
    Wer es noch nicht gemacht hat, jetzt ist Zeit, die Gartenwerkzeuge zu warten und zu pflegen, damit sie beim Start der Gartensaison einsatzbereit sind. Dazu gehört auch das Service des Rasenmähers. Auch Rankgitter und Rosenbögen lassen sich jetzt erneuern.
  • Im Winterquartier:
    Kübelpflanzen sind in der Überwinterung anfälliger für Schädlingsbefall, darum regelmäßig kontrollieren, besonders in den Blattachsen versteckt sich das Ungeziefer gern. Auch kurzes und kräftiges Lüften des Überwinterungsquartiers an milden Tagen ist wichtig.
  • Aussaat:
    Jetzt wird Gemüse vorgezogen. Vor allem Auberginen, Paprika oder Chili brauchen einige Monate, bis sie voll entwickelt sind. Das Beschriften der Setzlinge dabei nicht vergessen.

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