Was Gärtner im Februar wissen müssenWie wird die Ligusterhecke wieder schön blickdicht?

Derzeit genießen Zimmerpflanzen unser Hauptaugenmerk - aber auch im Garten und auf der Terrasse gibt es schon einiges zu tun.

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Liguster bildet das ganze Jahr über eine blickdichte, grüne Hecke © mmphotographie.de/stock.adobe.com (Markus Münch)
 

Kann ich eine 20 Jahre alte Strauchrose umpflanzen?
Rosen haben Pfahlwurzeln, daher wird die Pflanze extrem leiden. Am besten alle Äste auf gut 30 bis 50 Zentimeter zurückschneiden. Abgerissene Wurzeln glatt schneiden und sofort neu pflanzen. Die Rose fast komplett mit Erde anhäufeln und erst entfernen, wenn sie kräftig ausgetrieben hat.

Die Ribiseln sind völlig überaltert und die Rinde ist voll Moos. Neupflanzung?
Nein! Das Moos ist höchstwahrscheinlich eine Flechte, ein Zeichen für die gute Luft. Nun die ganz alten Äste bodeneben herausschneiden und mit Kompost gut mulchen, auch das Innere des Strauchs. Niemals umgraben, Ribiseln sind Flachwurzler.

Der Olivenbaum im Keller verliert das Laub, soll ich sofort zurückschneiden?
In einem dunklen, kühlen Keller verlieren die Oliven fast immer das Laub, dennoch muss ein wenig (aber nie zu viel) gegossen werden. Da die Pflanze in den nächsten Wochen sicher hellgelbe und dünne Triebe bilden wird, ist es geschickter, den Rückschnitt unmittelbar vor dem Ausräumen durchzuführen.

Bei fast allen Zimmerpflanzen sind wieder die Mücken. Was soll ich tun?
Es handelt sich um die Trauermücken, die immer dann auftreten, wenn die Erde zu feucht gehalten wird. Daher von unten gießen, die Topfoberfläche sollte immer abtrocknen. Die Sofortmaßnahme: oberste Erdschicht abkratzen und Kies oder Tongranulat auftragen, dann können die Mücken keine Eier ablegen und verschwinden.

Foto © juefraphoto/stock.adobe.com

Hilfe, im Garten gibt es eine Maulwurfinvasion. Von Buttersäure bis Lärm, nichts half.
Die wichtigste Antwort vorweg: Maulwürfe sind (trotz des Ärgers) Nützlinge. Sie fressen viele Engerlinge, Käfer und Larven. Dort, wo viele von diesen Tierchen sind, ist der Maulwurf daheim. Jauchen (im Sommer mit Holunderblättern) oder ein großflächig eingebautes Gitter bei der Rasenneuanlage bringen Verbesserungen. Aber, ganz wird er nie verschwinden, was ja auch gut ist.

Die zehn Jahre alte Ligusterhecke ist oben ganz dicht, unten kann man fast schon durchkriechen. Was tun?
Beim Setzen der Hecke will man oft rasch einen Sichtschutz erreichen und schneidet zu wenig. So verzweigt sich das Gehölz nicht. Um wirklich wieder einen dichten Wuchs zu bekommen, die Hecke um die Hälfte einkürzen, mit Kompost und Dünger versorgen, dann wird sie wieder kräftig und dicht wachsen.

Zauberhaft, exotisch, farbenfroh: Die besten Orchideen für die Wohnung

Falterorchidee (Phalaenopsis). Die mittlerweile meistverkaufte Zimmerpflanze ist dank ihrer Robustheit, der langen Blütezeit und den vielen farbenprächtigen Züchtungen vom Supermarkt bis zum Spezialgärtner zu finden. Fehler passieren meist beim Gießen. Entweder werden sie zu nass oder zu trocken gehalten. Tipp: ein Mal pro Woche in lauwarmes, abgestandenes Wasser tauchen und gut abtropfen lassen. Wenig düngen.

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Frauenschuh (Paphiopedilum). Auch hier gibt es viele neue Züchtungen, die besonders robust sind. Die Blütezeit ist allerdings nicht so lange, wie bei den Phalaenopsis. Wichtig ist eine Ruhezeit im Sommer, wenn etwas weniger gegossen wird, dann erscheinen die eindrucksvollen Blüten.

modify260/stock.adobe.com

Cymbidium. Sie dürfte die robusteste unter den tropischen Orchideen sein, sie verträgt im Sommer gar einen Aufenthalt im Freien im Halbschatten. Da wird sie dann mit den anderen Pflanzen mitgegossen, ehe es im Herbst in eine kurze Ruhezeit mit weniger Wasser in einen sehr kühlen Raum geht. Bald zeigen sich Blüten mit oft gewaltigen Dimensionen.

margostock/stock.adobe.com

Zygopetalum. Orchideen haben alles, was das Gärtnerherz begehrt, nur der Duft fehlt oft. Bei diesen Orchideen allerdings ist er vorhanden. Meist nur zart, bei manchen Sorten aber intensiv, vor allem, wenn die Sonne den Standort wärmt. Von der Pflege sind sie etwas anspruchsvoller und reagieren bei unterschiedlicher Wasserversorgung mit „Ziehharmonika-Blättern“.

rotfuxxx/stock.adobe.com

Dendrobium. Gerade in den letzten Jahren sind viele neue Züchtungen auf den Markt gekommen, die mit ihrer Blütenfülle begeistern. Die Pflanzen, die normalerweise auf Bäumen wachsen, sind beim Gießen ein wenig empfindlicher und sollten niemals austrocknen, aber auch nicht übernässt sein. Ganz wenig düngen.

Alisa/stock.adobe.com (Olga Khomyakova)

Oncidium. Wie kleine Schmetterlinge schweben die vielen Blüten an den Stängeln. Die Erde sollte vom Frühjahr bis zum Herbst immer feucht gehalten werden, dann ab Oktober trockener halten (die Blätter dürfen aber nicht welken). Im Jänner kommen dann die Blüten.

pkanchana/stock.adobe.com (KanchanaP.)

Vanda. Für viele ist das die eindrucksvollste Orchidee, denn bei ihr erkennt man die ursprüngliche Lebensweise auf Bäumen: Ohne Erde gedeiht sie in den Wohnungen, am besten in Vasen, die annähernd die Bedingungen der Heimat erfüllen. Ein bis zwei Mal pro Woche werden die Wurzeln, die ohne jegliches Substrat wachsen, besprüht oder getaucht. Niemals Staunässe zulassen. Nach dem Sommer beginnt die Blütezeit.

Old Man Stocker/stock.adobe.com
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Bei der Phalaenopsis fallen die Knospen ab. Gieße und dünge ich zu viel?
Sie haben richtig getippt. Sie halten die Pflanze vermutlich zu nass und vor allem überdüngen Sie. Wenn die Blätter dick und aufgequollen wirken und Knospen abgeworfen werden, ist das ein typisches Zeichen dafür.

Die alten Triebe der Phalaenopsis sind vertrocknet. Wie bringe ich sie wieder zum Blühen?
Wenn die Pflanze insgesamt vital ist und kräftige, feste Blätter besitzt, dann würde ich sie für gut zwei Monate in einen um mindestens fünf Grad kühleren Raum stellen, dort auch entsprechend weniger gießen und dann wieder ins Warme bringen. Dann müsste sie wieder blühen.

Darf ich die sogenannten Luftwurzeln bei den Orchideen abschneiden?
Nein, das sollte man keinesfalls machen. Nur die abgetrockneten Teile darf man entfernen. Am besten erkennt man das an den Spitzen der Wurzeln: Sind hier grüne Teile, dann sind sie vital und versorgen die Pflanze. Man kann sie allerdings beim Umtopfen in den Topf leiten.

Klivien blühen von Februar bis Mai Foto © baphotte/stock.adobe.com

Die Klivie (Riemenblatt) hat bei mir noch nie geblüht. Soll ich eine neue Pflanze kaufen?
Es hängt ausschließlich von der Ruhezeit ab, die von September bis in den Jänner geht. Da wird ganz wenig gegossen und die Pflanze muss sehr kühl stehen. Dann setzt sie Blüten an, die von Februar bis Mai blühen.

Der Schnittlauch im Topf auf der Fensterbank wird immer dünner. Was tun?
Die Würzpflanze braucht eine Ruhe- und vor allem eine Kältepause. Wenig gießen, dann hinaus ins Freie und einige Wochen in der Kälte belassen. Bis minus fünf Grad sollte er schon abbekommen, nicht kälter (weil er im Topf steht), dann wird umgesetzt und der Neustart wird gelingen.

Wann geht man gegen die Kräuselkrankheit vor?
Wenn die ersten Knospen, etwa bei den Pfirsichen, sprießen, müssen bereits Behandlungen gegen die Kräuselkrankheit durchgeführt werden. Das kann ohne Weiteres schon an warmen Tagen im Jänner sein.

Was jetzt im Garten und auf dem Balkon zu tun ist

  • Im Frühbeet kann bereits Salat gepflanzt werden. Nicht vergessen: an sonnigen Tagen lüften. Die Kraft der Sonne ist bereits so stark, dass die Pflanzen verbrennen würden.
  • Trockene, milde Tage kann man zum vorsichtigen Aufräumen der Beete verwenden. Allerdings lässt man unter den Hecken und Bäumen, wo kein Rasen ist, das Laub als Unterschlupf für Nützlinge liegen. Dort verstecken sich gerne Laufkäfer, die großen Gegner der Schnecken.
  • Ziergehölze werden jetzt geschnitten – allerdings nur jene, die nicht im Frühjahr blühen.
  • Trockene Tage sind ideal, um Unkraut zu beseitigen. Nun ist es nicht so stark verwurzelt und kann leicht entfernt werden. Je genauer Giersch (Erdholler) und Co. entfernt werden, desto weniger Probleme hat man später.
  • Die Sonne hat schon wieder viel Kraft, an geschützten Stellen lassen sich deshalb erste Frühlingsboten in Schalen und Kisterl setzen. Kleine Narzissen, Primeln, vorgezogene Krokusse und Schneeglöckchen bringen auch dann Frühlingsstimmung, wenn man gar keinen Garten besitzt.
  • Der Februar ist die beste Zeit zum Umtopfen der Zimmerpflanzen: Die Töpfe sollten nur dann eine Nummer größer gewählt werden, wenn der Wurzelballen ganz dicht ist. Ansonsten nur lockern und in denselben Topf setzen. Gut angießen und erst wenn sich kräftiges Wachstum zeigt, wieder normal gießen.
  • Ist es frostfrei, die immergrünen Pflanzen in Töpfen und Pflanztrögen auf Balkon und Terrasse gut gießen, um Trockenschäden zu verhindern.
  • Im Obstgarten werden nun an trockenen und frostfreien Tagen Apfel- und Birnbäume geschnitten. Beim Schneiden der Weinstauden ist es sogar schon höchste Zeit, denn greift man zu spät zur Schere, „blutet“ die Pflanze tagelang. Stark wachsende Bäume eher später schneiden und niemals zu viel einkürzen, denn die wichtigste Schnittregel ist: Je mehr geschnitten wird, desto mehr wächst der Baum. Steinobst (Marille, Kirsche, Zwetschke) erst mit dem Aufbrechen der Knospen im März/April schneiden, damit die Schnittstellen rasch heilen.
  • Bei Zimmerpflanzen die Blätter reinigen, Staub beeinträchtigt das Wachstum.
  • Als erste Aussaat der Vorkultur auf der Fensterbank sollte Chili in die Erde kommen. Zuerst warmhalten, nach dem Keimen hell und kühler stellen. Auch Sprossen und Keime in Anzuchtschalen oder auf Krepppapier können dort gezogen werden.
  • Jetzt hat man Zeit und freien Zugang, um Rankhilfen, Zäune und Gitter zu kontrollieren und gegebenenfalls zu reparieren oder zu erneuern. Auch das eine oder andere Werkzeug bedarf einer Reparatur.
  • Gelagerte Zwiebeln und Knollen überprüfen. Tulpenzwiebeln, Narzissen oder Traubenhyazinthen im Haus austreiben lassen, sie sind ein erster Frühlingsgruß.

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