Steigende Preise Wohnen am See ist begehrter denn je

Nah am Wasser gebaut: Vor allem Seegrundstücke und Immobilien am Wörthersee sind beliebt.

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© mdworschak - stock.adobe.com
 

Durch die Sehnsucht nach Ruhe, Entspannung und der Wunsch nach einem Rückzugsort am Wasser ist das Wohnen an einem See bei Käufern und Mietern so gefragt wie nie. Auch Investoren interessieren sich immer mehr für Seegrundstücke. Als Wertanlage hoch im Kurs sind vor allem Liegenschaften, die in weniger dicht besiedelten Gebieten liegen, aber eine gute Anbindung an die nächstgelegenen Städte haben. „Immobilien mit Seeblick, Seegrund oder Seezugang sind extrem begehrt, da diese sehr selten auf dem Markt kommen und in ihrer Einzigartigkeit und Lage unwiederbringlich ist. Ein weiterer kontinuierlicher Anstieg der Preise für solche Liegenschaften ist aus den oben genannten Gründen anzunehmen“, so Mark Hüsges, Lizenzpartner von Engel & Völkers Salzburg Residential.

Seeparadies Kärnten

Das Bundesland Kärnten lockt mit über 1200 stehenden Gewässern sowohl Urlauber als auch Anleger in die Region. Besonders beliebt sind dabei die vier größten Seen Wörthersee, Millstätter See, Ossiacher See und Weißensee. Aber nicht nur Objekte mit direktem Seezugang, auch Immobilien in Seenähe werden verstärkt nachgefragt. "Die begehrtesten und teuersten Plätze sind ganz klar Immobilien mit direktem Seezugang", bestätigt Hansjörg Lenz, Lizenzpartner Engel & Völkers Kärnten.

Dabei ist das Angebot von Seeimmobilien- und Grundstücken in guten  und sehr guten Lagen zunehmend knapp und die Preise dementsprechend hoch. Auch für die kommenden Jahre ist daher in allen Segmenten mit deutlichen Preissteigerungen zu rechnen. Mit einem 2020 erzielten Spitzenpreis von 14 Millionen für ein Einfamilienhaus, liegt der Wörthersee weiterhin auf einem deutlich höheren Preisniveau als sein nordwestlich gelegener Nachbar, dem Ossiacher See. Trotzdem liegt der Durchschnittspreis für Wohnungen im Bezirk Klagenfurt-Land mit 5000 Euro pro Quadratmeter weit über dem sonstigen Niveau Kärntens. In der Urlaubsregion Oberkärnten-Millstätter See ist die Nachfrage zwar ebenso groß, das Preisniveau im österreichischen Vergleich jedoch noch moderat. Auch in sehr guten Lagen gibt es hier noch Objekte unter einer Million Euro. Der durchschnittliche Preis liegt bei rund 250.000 Euro.

Steigende Preise im Salzkammergut

In der Region Salzkammergut sind der Attersee, Fuschlsee, Mondsee, Traunsee und der Wolfgangsee nicht nur die größten und bekanntesten Seen der Region, sondern gleichzeitig auch der Hauptanziehungspunkt. Die hier liegenden Bezirke Gmunden und Vöcklabruck weisen mit durchschnittlichen Wohnungspreisen über 3600 Euro pro Quadratmeter das höchste Preisniveau Oberösterreichs auf. In guten und sehr guten Lagen liegen die Häuserpreise im Salzkammergut häufig deutlich über einer Million Euro. Für traumhafte Objekte direkt am See ist die Preisspanne, bei gleichzeitig hoher Nachfrage, nach oben weit geöffnet. Der Spitzenpreis von 11,5 Millionen Euro aus dem Jahr 2019 wurde 2020 mit 6,6 Millionen Euro jedoch nicht wieder erreicht. Trotzdem ist davon auszugehen, dass auch hier das Preisniveau im Wohnimmobilienbereich deutlich steigen wird.

ARCHIVBILD: ST. WOLFGANG AM WOLFGANGSEE
Auch Häuser am Wolfgangsee sind begehrt Foto © APA/BARBARA GINDL

Wachsendes Luxussegment im Bezirk Zell am See

Das Leben in der Urlaubsregion Zell am See verspricht Bewohnern sowie Touristen eine hohe Lebensqualität und viel Abwechslung. Während das Angebot an Aktivitäten in der Region Zell am See riesig ist, ist das Angebot an Wohnimmobilien eher rar, wodurch das Preisniveau insbesondere für luxuriöse Häuser direkt am See oder Wohnungen mit See- und Bergpanorama hoch bleibt. Das machen auch die Preissteigerungen um 9,2 Prozent im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Für Villen werden Preise von bis zu 3 Millionen Euro gezahlt. 2020 wurde für ein Ausnahmeobjekt sogar der Spitzenpreis von 5,2 Millionen Euro erzielt. 2020 wurden insgesamt 207 Eigenheime zu einem durchschnittlichen Preis von 517.200 Euro verkauft. Auch der Preisanstieg bei Eigentumswohnungen auf durchschnittlich 4530 Euro pro Quadratmeter machen den Bezirk, nach der Hauptstadt Salzburg, zum zweitteuersten des Bundeslandes.

 

Kommentare (4)
SANDOKAN13
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ich verkauf meine erst

wenns siebenstellig wird.

Antonwenger
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Ich.....

Solche Immobilien sollte man, außer man braucht das Geld für wirklich wichtiges, nie verkaufen. Im schlimmsten Fall, bleibt der Wert gleich, im besten steigt der Wert immer noch.

SANDOKAN13
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Aber irgendwann

ist kein Käufer mehr bereit den Mehrwert zu bezahlen.

Antonwenger
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Aber.....

Wenn man Zeit hat und der Käufer es unbedingt will und über das nötige "Kleingeld" verfügt, sind auch eine Summe die nicht der Norm entspricht möglich. Natürlich die Norm ist es nicht, aber solche Fälle sind auch schon bekannt geworden und möglich gewesen. Es ist und bleibt eine Sache zwischen Käufer und Verkäufer, wie solche Sachen ausgehen.