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In Schwellenländern IWF-Chefin Lagarde warnt vor Ansteckung im Handelskonflikt

Die Chefin des IWF hat eine eindringliche Warnung vor den Konsequenzen des weltweiten Handelskonfliktes für Entwicklungsländer abgegeben.

IWF-Chefin Lagarde
IWF-Chefin Lagarde © (c) APA/AFP/GEOFF ROBINS (GEOFF ROBINS)
 

Der eskalierende Konflikt zwischen China und den Vereinigten Staaten - den beiden größten Volkswirtschaften der Welt - könne einen Schock für die Volkswirtschaften bereits anfälliger Schwellenländer bedeuten, die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, in einem am Dienstag veröffentlichten Interview der "Financial Times".

Bereits jetzt sind Länder wie Argentinien und die Türkei von erheblichen volkswirtschaftlichen Problemen betroffen. Ein flächendeckender Ansteckungseffekt sei noch nicht zu spüren. "Diese Dinge können sich aber rasch ändern", sagte Lagarde. Der Handelskonflikt produziere Unsicherheit und Vertrauensverluste.

Auch Gefahren für andere Länder

US-Präsident Donald Trump hat angedroht, China mit weiteren Sonderzöllen auf Waren im Wert von 200 Milliarden Dollar und dann noch einmal von weiteren 267 Milliarden Dollar zu überziehen. Dann wären praktische alle US-Einfuhren aus China mit Extrazöllen belegt.

Der Handelsstreit macht Güter tendenziell teurer und für das importorientierte Argentinien schwerer erschwinglich. Hinzu kommt, dass der Dollar durch Zinserhöhungen der US-Notenbank Federal Reserve an Wert gegenüber anderen Währungen, etwa dem argentinischen Peso oder der türkischen Lira gewinnt.

Lagarde sieht tendenziell auch Gefahren für andere Länder. Zuletzt hatte Südafrika berichtet, in der Rezession zu sein. Auch Brasilien hat Anfälligkeiten. In Argentinien hilft der IWF derzeit mit einer Finanzspritze von 50 Milliarden Dollar aus.

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