Bis 2025Infineon investiert 1,6 Milliarden in neue Chipfabrik in Villach

Konzern investiert 1,6 Milliarden Euro in den Bau neuer Fabrik am Standort Villach und schafft 400 neue Arbeitsplätze bis 2025 - LH Kaiser spricht von einem „Turbo-Boost” für Kärnten

© Infineon
 

Sensationelle Neuigkeiten für Kärnten: Die Infineon Technologies AG wird eine neue Fabrik für Leistungshalbleiter errichten. Am Standort Villach in Österreich wird neben der bestehenden Fertigung eine vollautomatisierte Chipfabrik für die Fertigung auf 300 Millimeter-Dünnwafern gebaut. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz, Reinhard Ploss, Vorstandsvorsitzender von Infineon, und Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende von Infineon Austria, stellten das Projekt in Wien vor. Über einen Zeitraum von sechs Jahren sind Investitionen von insgesamt rund 1,6 Milliarden Euro geplant.

Durch die neue, hocheffiziente Fabrik werden rund 400 neue, insbesondere hochqualifizierte Arbeitsplätze entstehen. Der Baubeginn ist geplant für die erste Jahreshälfte 2019, die Fertigung soll Anfang 2021 starten. Bei vollständiger Auslastung liegt das geschätzte zusätzliche Umsatzpotenzial durch die neue Fabrik bei cirka 1,8 Milliarden Euro pro Jahr.

Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser spricht von einem „regelrechten Turbo-Boost” für das Bundesland Kärnten und von einer Investitionssumme, die „für Kärnten und für Österreich nicht alltäglich ist”. „Nicht nur, dass der Weltkonzern und Weltmarktführer Infineon mit dieser Mega-Investition neuerlich sein Vertrauen in den Standort Kärnten und die hier gewährleisteten Rahmenbedingungen mehr als eindrucksvoll unter Beweis stellt. Mit diesem Ausbau entstehen dringend benötigte Arbeitsplätze sowohl im Hochtechnologie- als auch im Produktionsbereich. Damit wird die Wirtschaft in und um Villach sowie in ganz Kärnten einen weiteren Aufschwung erleben“, so Kaiser. Kärnten baue damit seinen Ruf als Hochtechnologie-Standort mit weltweit einzigartigen Vorzügen, wie unserer sauberen Luft und Umwelt sowie der unvergleichlichen Lebensqualität, weiter aus.

Der Landeshauptmann verwies auf mit der Investition einhergehende große Herausforderungen für Land, Stadt und Bund, beispielsweise was die Errichtung von Verkehrs- und Energieinfrastruktur, Kinderbetreuung und Bildungseinrichtungen betrifft. „Von Landesseite werden wir konzentrierte und koordinierte Genehmigungs- und Verfahrensabläufe sicherstellen”, betonte Kaiser. Zudem kündigte er an, dass möglichst zeitnahe den politischen Verantwortungsträgern im Rahmen einer Projektpräsentation nähere Details zu den Ausbauplänen mitgeteilt werden sollen.

Technologischer Meilenstein

„Diese Großinvestition ist wirtschaftlich, technologisch, aber auch gesellschaftlich ein Meilenstein für Infineon Austria und stellt einen bedeutenden Schritt für die Zukunftssicherung unseres Hochtechnologie-Standortes dar. In der wettbewerbsintensiven Halbleiterbranche ist die Errichtung der neuen Fertigung ein wichtiges Signal, dass wir mit dem ausgezeichneten Knowhow unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie führenden Technologien die Chancen der Digitalisierung nutzen und als Hochlohnregion global wettbewerbsfähig sind”, sagte Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria.

Infineon-Vostandsvorsitzender Ploss führt aus: "Mit der neuen Fertigung in Villach werden wir den zunehmenden Bedarf, den unsere Kunden erwarten, bedienen und unseren Erfolgskurs auch im kommenden Jahrzehnt fortsetzen. Dank der einzigartigen Expertise, die wir an unseren Standorten in Europa aufgebaut haben, können wir als globaler Konzern unsere Stellung auf dem Weltmarkt langfristig stärken."

Villachs Bürgermeister Günther Albel zeigte sich ebenfalls begeistert: „Es handelt sich vermutlich um das größte Hightech-Investment Europas und bestätigt Villachs konsequenten Weg hin zum Hightech-Herzen im Alpen-Adria-Raum eindrucksvoll.“ Der Standort sei damit endgültig in der Champions League angekommen. Zählt man zur heutigen Bekanntgabe bereits vor Monaten präsentierte Expansionsmaßnahmen dazu, wird der Beschäftigungsstand der Infineon bis 2025 von derzeit rund 3.000 auf 4.000 Mitarbeiter anwachsen.

 

Kommentare (8)

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WernStein
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Kurz & Co.....

... heften das bereits auf ihre Fahnen.
Der Sieg hat eben viele Väter.
Ich finde das beschämend! Aber es passt zur geschlossenen Balkanroute, die Kurz geschlossen hat.

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Mr.T
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Ich finde es super...

... dass Infineon etwa investiert!!!

Schade ist, dass man nicht erfährt wie viele Millionen an Förderung geflossen sind... Millionen an Förderung obwohl der Betrieb Millionengewinne im dreistelligen Bereich macht...

Dazu kommt, dass 800 der Infineon Dienstnehmer Leiharbeiter sind... beschäftigt bei GPS Kärnten... eine Firma deren Haupteigentümer das AMS Kärnten ist! Alleine dadurch spart sich Infineon schon ein Vermögen!!!

Schön wäre, wenn die Millionen nicht nur da hinfließen würden wo sie schon sind, sondern auch auf die Ü 50 jährigen Arbeitslosen geschaut würde die so gut wie keine Chance am Arbeitsmarkt haben... aber die werden in die Mindestsicherung geschickt, enteignet und schlecht gemacht!

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ohooho
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danke!!

herr Bundeskanzler, herr wizekanzler, herr hofa usw.. was täten wir ohne ihre fortschrittliche Politik? wir hätten nichts!

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Butterkeks
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...

Ihnen ist bewusst, dass die Infineon in Villach ständig und immer mal wieder investiert und ausbaut? Auch unter den angeblich so schlechten Rot-Schwarzen Regierungen der letzten Jahre?

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umo10
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Ähhm

Witze schreibt man mit „t“

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GordonKelz
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UND TROTZDEM.....

...schämt sich diese Stadt nicht ,ihre eigenen Verstorbenen und Hinterbliebenen abzuzocken !
Gordon Kelz

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umo10
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Ein starkes Team

So etwas ist nur möglich, weil die komplette Mannschaft über Jahre hinweg dauerhaft mehr als 100% leistete!
Und weil die wenigen Dauernörgler, die ständig hinausposaunten: ich bin doch net deppert so zu schepfen, i gib mei Hirn bei der Pforte ab, brauch nix denken und hol es nach der Arbeit wieder ab“ nie die Oberhand bekamen.
Ich freue mich auf den neuen Mittelpunkt des technologischen Fortschritts VILLACH :-)

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joektn
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Spoiler

Ja in Villach wird weiter ausgebaut und unter anderem eine weitere neue Produktionshalle errichtet.

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