Auch viele Österreicher"Weil keiner weiß, was der Herbst bringt": Ausländer stürmen Adria-Orte

Auch Touristen aus Osteuropa sind an die Adria zurückgekehrt. Auslastung der Beherbergungsbetriebe an der Adria-Küste bei 90,2 Prozent.

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Caorle fuer Alpe Adria
© TV Caorle/KK
 

Die starke Präsenz österreichischer Urlauber an den Stränden der nördlichen Adria beflügelt den Tourismus in Norditalien. 60 Prozent der Urlauber in Caorle bei Venedig sind Ausländer, 19,4 Prozent davon kommen aus Österreich, geht aus Angaben des Hotelierverbands Federalberghi hervor.

"Bis Ende dieses Monats sind wir voll ausgebucht, dann hängt alles vom Wetter und der Entwicklung der Pandemie ab. Im Moment können wir uns nicht beklagen, auch Kunden aus Osteuropa sind zurückgekehrt", bestätigt Loris Brugnerotto, Präsident der Hoteliers von Caorle.

Bis zu 92 Prozent Auslastung Mitte August

An der Adria-Küste liegt die Auslastung der Beherbergungsbetriebe bei 90,2 Prozent, mit Spitzenwerten von 92 Prozent in den beiden mittleren Wochen des Monats August und 100 Prozent an den Wochenenden. Für die erste Septemberwoche wird eine Auslastung von 70 Prozent und für die zweite Woche von 50 Prozent erwartet. Erwartet wird, dass acht Prozent der Kunden Österreicher sein werden.

"Die Menschen wollen Urlaub machen, sich mit der Familie entspannen, Kontakte knüpfen, auch weil sie nicht wissen, was der Herbst bringen wird", meinte Silvio Scolaro, Präsident der Hoteliers von Bibione laut Medienangaben. Alle Hotelzimmer in der Badeortschaft sind besetzt. "Wenn man ein paar Zimmer findet, dann nur wegen Stornierungen in letzter Minute. Es läuft sehr gut, und wir sind auch für den September optimistisch, da der deutsche und der österreichische Markt hervorragend wachsen", so Scolaro.

"Preise sind ein wenig gestiegen"

"Die Pandemie hat die Kosten für uns als Betreiber des Sektors erhöht, und folglich sind die Preise ein wenig gestiegen, aber das dämpft nicht den Wunsch nach einer Flucht und einem Qualitätsurlaub", fügt Scolaro hinzu. Die Touristikbranche beklagt inzwischen ein Personalproblem. Pro Hotel fehlen mindestens zwei oder drei Kellner. Wegen der Pandemie haben viele Saisonarbeiter ihren Arbeitsplatz gewechselt.

Auch der Trend in den Bergortschaften ist zufriedenstellend. Die Auslastung der Hotels liegt bei 71,3 Prozent und ist in den beiden mittleren Augustwochen auf 77 Prozent geklettert. Über 60 Prozent der Buchungen sind von Ausländern. "Wir begrüßen vor allem die Amerikaner, die nach zwei Jahren Pause uns wieder besuchen", sagte Roberta Lorenzi Alverà, Präsidentin des Hotelierverband Federalberghi von Cortina.

Die Kulturstädte leiden ein wenig, allen voran Venedig. Die Zimmerbelegung liegt bei 60 Prozent. Touristen aus den USA und Asien, die früher den Löwenanteil der Besucher ausmachten, sowie aus Russland halten sich noch von der Lagunenstadt fern. Gegenüber Sommer 2019 hat Venedig 24,8 Prozent seiner Touristen verloren. Für September und Oktober sind die Buchungen immer noch gering.

 

Kommentare (3)
Dubai
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Venedig

ist je selber schuld, die wollen anscheinend ja keine Fremden mehr haben, sonst hätten sie die Schiffe nicht verbannt und wollte Eintritt für die Stadt verlangen obwohl dort alles sehr teuer ist. Bin selbst schon mehrmals von Venedig aus mit Kreuzfahrtschiffen verreist und habe jedesmal ein paar Tage und somit auch Nächte in Venedig verbracht, so wie wahrscheinlich viele andere Reisende auch. Die fehlen in Venedig nun natürlich, denn so schön ist meines Erachtens Venedig dann auch wieder nicht, dass ich nur deshalb dort hinfahren würde.

Sege
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Oh ja

Venedig ist schön genug eine Reise wert zu sein!!!

Lepus52
5
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Venedig ist viele Besuche wert!

Jedenfalls behaupte ich, dass die umweltschädlichen Kreuzfahrtschiffe die Dekadenz pur sind.