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Betriebe bleiben zugesperrtGastro: "Wären gerne dabei gewesen, aber das spielt's eben nicht"

Österreichs Gastronomie muss weiter auf die Öffnung warten. Coronahilfen kommen laut Gastro-Obmann an, "die Branche wird den Februar auch noch überleben". Gastrobetriebe können weiterhin nur Speisen zum Mitnehmen und Lieferdienste anbieten.

Leere Hotels und Restaurants durch Corona
Leere Hotels und Restaurants durch Corona © (c) Jordan Feeg - stock.adobe.com (Jordan Feeg)
 

Die Gastronomie muss weiter auf die Öffnung warten. "Für uns war klar, dass der Februar für uns geschlossen bleiben wird", sagte der Gastronomie-Spartenobmann in der Wirtschaftskammer, Mario Pulker, am Montagabend zur APA. "Die Öffnungsschritte sind mutig, wir wären da gern dabei gewesen, aber das spielt's eben nicht." Gastrobetriebe können weiterhin nur Speisen zum Mitnehmen und Lieferdienste anbieten.

Für die Gastronomie sei wichtig, dass die Hilfen schnell ausbezahlt werden, vor allem die Umsatzersätze für November und Dezember, so Pulker. Nach aktuellen Angaben aus dem Ministerium seien insgesamt bereits 107.104 Anträge auf Umsatzersatz mit insgesamt 1,998 Milliarden Euro ausbezahlt worden. Im Dezember seien es 97.552 Anträge mit insgesamt 903 Millionen Euro. "Das entspricht einer Gesamtgenehmigungsquote von 93 Prozent." Bei den noch fehlenden 7 Prozent handle es sich zumeist nur um Verzögerungen aus formalen Gründen, etwa nach Übergaben oder Umgründungen von Einzelgesellschaften auf GmbH.

In den Branchen Gastronomie und Beherbergung seien für November laut aktuellen Zahlen der COFAG 34.309 Anträge auf Umsatzersatz genehmigt und 920 Millionen Euro ausbezahlt worden und für Dezember 32.640 Anträge mit 547 Millionen Euro. Das entspreche einer Genehmigungsquote von 97 Prozent in der Beherbergung und Gastronomie.

"Hauptthema bei unseren Mitgliedern"

"Dass die Hilfen ankommen, ist das Hauptthema bei unseren Mitgliedern", sagte Pulker, "die stehen nämlich mit dem Rücken zur Wand." Die Fixkostenzuschüsse kommen aber laut Pulker "relativ schnell und unbürokratisch" an. Bei der Kurzarbeit seien in der Phase III rund 250 Millionen Euro ausbezahlt worden, eine Milliarde Euro und 20.000 von 21.000 Anträgen seien bewilligt. Insgesamt ausbezahlt seien hier schon 84 Prozent der Kurzarbeitszahlungen für November und Dezember.

Das Warten auf die Auszahlungen beschere den Unternehmern schlaflose Nächte, "aber es geht voran, das ist das Wichtigste. Und dann wird die Branche den Februar auch noch überleben." Wenn man dann im März hoffentlich aufsperren könne, "ist für uns natürlich auch wichtig, dass die Sperrstunde nicht 20 Uhr ist, denn dann können die Restaurants einfach nicht betriebswirtschaftlich funktionieren, ein reines Mittagsgeschäft ist für die Restaurants zu wenig."

Die Kritik der NEOS, wonach die Antragsfrist für den Umsatzersatz viel zu kurz bemessen sei, hält Pulker für "an den Haaren herbeigezogen". Er habe von keiner einzigen Beschwerde darüber gehört.

Kommentare (6)
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hfg
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Es ist ohnehin ziemlich egal

die dritte Welle kommt garantiert- 3 - 6 Wochen wird es vermutlich dauern.
Ohne funktionierendes Contact Tracing - sprich elektronischer Speicherung, ist die Pandemie nicht zu kontrollieren. Lustig ist nur das wir in nahezu allen modernen neuen Autos total überwacht werden, ganz abgesehen von den hunderten anderen Überwachungstools, aber bei der Bekämpfung der Pandemie geht das natürlich nicht. Ähnlich dem System kleine Demos und Versammlungen strenge Kontrolle und Bestrafung - die Polizei ist stark, aber große Demos und Versammlungen - die Polizei ist hilflos und schwach - das nennt man Verhältnismäßigkeit.

hfg
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Kultur und Gastro, sowie Hotels

Sollten gleich eingestuft sein wie körpernahe Branchen und mit aktuellem negativen Test und eingeschränkter Besucheranzahl und früher Sperrstunde geöffnet werden.

ronin1234
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Reaktion

Solange man nicht im Freien sitzen kann wäre es mir zu gefährlich denn das mit dem Abstand halten hat wie man voriģes Jahr gesehen hat nicht ganz funktioniert. Wenn es um einen Sitzplatz gegangen ist war Schluß mit der Eigenverantwortung und den Bedienungskräften schien dies nie zu stören.

Balrog206
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Weißt

Wir gehen in der ganzen Zeit immer täglich zur Arbeit Abstände können dabei nicht immer einhalten werden da es nicht möglich ist , und Wahnsinn wir leben noch alle! Diese Angstmacherei wird ja schon panisch

Himmelschimmel
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Lieber Balrog206

Ich hab's mir ausgerechnet: Die Wahrscheinlichkeit, infiziert zu sein, beträgt derzeit rund 0,2 Prozent. Also, was soll's? Aber, dass in Österreich ein Haus abbrennt, ist noch um ein Vielfaches unwahrscheinlicher. Und trotzdem sind so gut wie alle Häuser Feuer-versichert. Das mit dem Abstand-Halten, Hände-Waschen, Masken-Tragen hat schon seinen guten Sinn und das Einfordern, diese Regeln zu beachten, ist absolut keine Angstmacherei.

Balrog206
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Himmel

Gegen diese Regeln hab ich auch nichts halten wir privat so gut als möglich ein auch wenn es schon langsam sehr zach wird !
Trotzdem finde ich ist alles einfach nur mehr übertrieben ! Es wird ein Gespenst aufgebaut das hinter jede Hecke wartet und jemanden umbringt ! Und das ist es Gott sei dank halt nicht ‚