Minus 4,15 Prozent Von Wien bis New York: Aktienkurse brechen abermals ein

Verluste auf breiter Front: Der Dow Jones in New York stürzte um 4,15 Prozent und damit wieder um mehr als 1000 Punkte ab, der Wiener ATX gab um 3,13 Prozent nach.

© AP/Richard Drew
 

Nachdem am Mittwoch das erste Plus nach sieben Verlusttagen in Folge verbucht wurde, ging es am Donnerstag an der Wiener Börse wieder kräftig bergab. Der Leitindex ATX gab um 3,13 Prozent auf 3398,48 Zähler nach.

Auch an der Wall Street schlossen die wichtigen Indizes - nach der Erholung zur Wochenmitte - neuerlich tiefrot. Der Dow Jones gab um 1032 Punkte oder 4,15 Prozent nach und notierte zu Handelsschluss bei 23.860,46 Zählern. Zum Vergleich: Vor genau einer Woche lag der Dow Jones noch bei 26.186,71 Punkten.

Der 500 ausgewählte US-Unternehmen fassende S&P-500 Index fielen um 100,58 Punkte (minus 3,75 Prozent) auf 2.581,08 Zähler. Der Technologieindex Nasdaq Composite Index sackten um 274,83 Einheiten oder 3,90 Prozent auf 6.777,16 Zähler ab. Am 26. Jänner hatte der Index bei 26.616 Punkten noch ein Rekordhoch erreicht.

Am Montag musste der Dow Jones mit einem Minus von zwischenzeitlich  fast 1600 Punkten den stärksten Punkteverlust in seiner Geschichte hinnehmen.

Keine nachhaltige Erholung

Damit sind die Erholungsgewinne zur Wochenmitte nun endgültig verpufft. Die deutlichen Schwankungen der Indizes sorgte bei den Anlegern für Vorsicht und Zurückhaltung.

Die Erholungsbewegung vom Vortag erwies sich somit auch in Wien nicht als dauerhaft. Am Donnerstag knüpfte der Wiener ATX wieder an seinen Kursrutsch vom Dienstag an. Marktbeobachter verwiesen dazu neuerlich auf die steigenden Anleiherenditen in den USA. So sei der erneute kurzfristige Sprung der Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen auf neues Wochenhoch "nicht hilfreich" gewesen, kommentierte der Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets.

Eine schwache Wall Street schickte die bereits schwachen Börsen Europas bereits am Nachmittag deutlich bergab, nachdem es zur Wochenmitte noch eine klare Erholung gab. Die Volatilität an den Märkten bleibt demnach weiter hoch. Seit Wochenbeginn sorgt die Angst der Anleger vor schneller als erwartet steigenden Zinsen für Nervosität an den Märkten. Am Dienstag war es deshalb sogar zu massiven Kurseinbrüchen gekommen.

Sämtliche Gewinne seit Jahresbeginn eingebüßt

Nach der bereits schwachen Eröffnung an den New Yorker Aktienbörsen rutschte der ATX im Handelsverlauf noch tiefer in die Verlustzone, nachdem er zuvor schon klar im roten Bereich tendiert hatte. Im Eröffnungshandel fiel der heimische Leitindex unter die 3500-Punkte-Marke, kurz vor Handelsschluss rasselte er dann auch noch unter die Marke von 3400 Zählern. Der ATX büßte damit sämtliche Gewinne seit Jahresbeginn ein und weist nunmehr eine leicht negative Jahresperformance für 2017 von gut einem halben Prozent auf. Der DAX in Frankfurt knickte ebenfalls um 2,6 Prozent ein.

Auch der Aktienindex für die 50 führenden Unternehmen der Eurozone, der Euro-Stoxx-50, hat am Donnerstag um 2,24 Prozent schwächer geschlossen.

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Auslöser Kryptowährungs-Chaos

Das Internet der Dinge fordert eine digitale Währung. Aber geordnet; staatlich als Währung reglementiert. Hoffe, dass das bald passiert, bevor der nächste Crash passiert. Denn dann gibts noch viel mehr Negativzinsen und

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lexbalexba
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Zeit ist Geld

Die Zeit heilt alle Wunden, soferne ein breit aufgestelltes und kostengünstiges Aktienportfolio besteht!

Anders bei den sauteuren Bankster- und Versicherungsprodukten! Kosten gleich einmal 2 - 3 % pro Jahr, d.h. Nach 10 Jahren ist ein Drittel des Vermögens weg, egal ob die Anlage steigt oder fällt!!

Finanzbildung zahlt sich aus und daher investieren Sie am besten für sich uns seine Kinder in Finanzwissen. In der Schule lernt man das nicht!

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