Auch Apple Watch mit Update Kinomodus und Leistungssprung: Apple zeigt das neue iPhone 13

"California Streaming". Unter diesem Motto startete Apple am Dienstag die wichtigste Produktpräsentation des Jahres. Vorgestellt wurden neue iPads, eine weitere Generation der Apple Watch und das iPhone 13.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Neue Kameraanordnung beim iPhone 13
Neue Kameraanordnung beim iPhone 13 © Apple
 

Wie auch immer das neue iPhone in den kommenden Wochen bewertet wird: Die Wahrscheinlichkeit, dass es für Apple wieder zum großen Umsatz- und Gewinnbringer avanciert, ist hoch. Längst sind die verlustreichen Zeiten des Konzerns vorbei – das letzte Quartalsminus schrieb Apple Anfang 2003 –, mit dem Erfolg des iPods und dann vor allem mit jenem des iPhones läutete Apple eine finanziell hoch ertragreiche Zeit ein.

In Summe und trotz aller Produktinnovationen steht das iPhone heute noch immer für die Hälfte des Apple-Umsatzes. Inklusive der mit dem Gerät verbundenen Dienste schnappt sich das iPhone sogar zwei Drittel vom Apple-Kuchen. Am Dienstag stellte Apple neue Geräte vor.

Livestream zum Nachsehen:

Liveticker zum Nachlesen:

Und los geht's in Cupertino. Wie schon zuletzt auch heute ohne Publikum vor Ort. Dafür steht Tim Cook bereits auf der Bühne und macht – wer will, unterlegt mit perfekten deutschen Untertiteln – Werbung für Kalifornien. Dann wird Apple TV+ als erstes Thema abgehandelt, Tim Cook bleibt dem werbenden Ton naturgemäß treu und erzählt stolz von 35 Emmy-Nominierungen. 

Das iPad ist "wichtiger und populärer denn je", leitet der Apple-Boss schnell zum nächsten Produkt über. Im letzten Jahr sei das iPad-Geschäft um "40 Prozent gewachsen". Um "20 Prozent" wiederum soll das jetzt vorgestellte iPad schneller sein als das Vorjahresmodell. Außerdem bekommt es eine 12-Megapixel-Ultraweitwinkel-Kamera. Am Design des iPads schraubt Apple diesmal nicht. Es soll also mehr um die "inneren Werte" gehen. Vorinstalliert ist das neue iPad OS 15. Eine Rundumerneuerung und 5G-Fähigkeit bekommt auch das iPad Mini. Beide iPad-Modelle werden laut Apple von einem "100 Prozent recycelten Aluminium-Gehäuse" umrahmt.

Apple: Die neue Produktpalette

Apple spendiert seinen iPhones vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft einen schnelleren Chip und bessere Kameras.

Apple

Das nun vorgestellte iPhone 13 behielt äußerlich das Design der aktuellen Generation mit eckigen Kanten. Aber die Aussparung für Kameras und Sensoren zur Gesichtserkennung am oberen Bildschirmrand wurde um 20 Prozent verkleinert.

Apple

Das neue iPhone 13 kann ab Freitagnachmittag (14 Uhr) vorbestellt werden, und zwar in vier verschiedenen Versionen. Das kleinste mit einem 5,4-Zoll-Display kostet ab 799 Euro, das größere 899 Euro. Die beiden Pro-Versionen kosten ab 1149 Euro. Am teuersten ist dabei das iPhone 13 Pro Max mit einem Terabyte Speicherplatz.

Apple

Die beiden Pro-Versionen kosten ab 1149 Euro. Am teuersten ist dabei das iPhone 13 Pro Max mit einem Terabyte Speicherplatz. Das teuerste iPhone der neuen Reihe kostet satte 1829 Euro

Apple

Es gibt auch ein iPhone 13 mini - während zeitweise spekuliert wurde, Apple wolle das kleinere Modell abschaffen, da die Verkäufe unter den Erwartungen geblieben seien. Das iPhone ist das mit Abstand wichtigste Apple-Produkt und brachte zeitweise bis zu zwei Drittel des Geschäfts des Konzerns ein. Zuletzt sank sein Umsatzanteil aber unter 50 Prozent.

Apple

Die Computer-Uhr Apple Watch bekommt in der neuen Generation Series 7 ein etwas größeres Display.

Apple

Da der Rahmen um den Bildschirm dünner gemacht wurde, ist sie nur ein wenig größer als das Vorgänger-Modell.

Apple

Mit mehr Platz lässt Apple nun zum Beispiel erstmals auf einer kleinen Tastatur auf dem Display tippen.

Apple

Vor dem Online-Event war spekuliert worden, dass Apple das Design der Computer-Uhr radikal ändern wolle. Es hieß, sie solle statt der bisher abgerundeten Ränder kantiger daherkommen.

Apple

Doch während das Display tatsächlich wie zuvor berichtet größer wurde, behielt die Uhr ihre charakteristische Form.

Apple

Apple erneuert auch das iPad und das kleinere iPad mini. Dessen Bildschirm wird nun größer.

(c) AP (Jae C. Hong)
Apple
Apple
Apple
Apple
Apple
Apple

Experten zeigten sich von keiner der zahlreichen Verbesserungen überrascht. Es war "nichts wirklich Revolutionäres" dabei, aber es gebe genügend Verbesserungen, um unter Verbrauchern für einigen Enthusiasmus zu sorgen, sagte Rick Metzler, Partner beim Investor Cherry Lane.

(c) AP (Jae C. Hong)

Unter der Haube des iPhone gibt es einige Neuerungen. So werden die neuen iPhones von einem neuen Chip aus eigener Entwicklung angetrieben, dem A15 Bionic.

(c) AFP (BROOKS KRAFT)

Apple selbst spricht vom leistungsstärksten Prozessor-System in einem Smartphone. Die Rechenkraft wird unter anderem eingesetzt, um die Nachtaufnahmen zu verbessern - zusätzlich zu den aufgerüsteten Kameras.

(c) AFP (BROOKS KRAFT)

Der neue Chip sei "superschnell und energieeffizient", hieß es bei der Präsentation. Außerdem sollen die 13er-Modelle aufgrund von mehr 5G-Bändern die schnellste Mobilfunktechnologie leichter nutzen.

(c) AFP (HANDOUT)

Außerdem gibt es auf den neuen Geräten einen "Cinematic"-Videomodus, bei dem die Software automatisch je nach Geschehen auf verschiedene Ebenen im Bild fokussiert. Dreht sich etwa die Person im Vordergrund nach hinten um, wird das Objektiv auf den Hintergrund scharfgestellt, in dessen Richtung sie blickt. Apple zeigte sich überzeugt, mit solchen smarten Funktionen auch das Filmgeschäft verändern zu können.

(c) AFP (HANDOUT)

Für die Anzeige der besseren Aufnahmen wurden die Displays überholt. Die iPhones unterstützen nun auch - wie bereits diverse Konkurrenz-Smartphones - Bildwiederholungsraten von bis zu 120 Hertz. Angesichts besserer Kameras und entsprechend größerer Dateien bekommen die Telefone mehr Speicher. In der Basis-Version hat das iPhone 13 nun mindestens 128 Gigabyte an Bord, das teurere Pro-Modell bis zu 1 Terabyte.

(c) AFP (BROOKS KRAFT)
(c) AFP (HANDOUT)
(c) AFP (BROOKS KRAFT)
(c) AFP (BROOKS KRAFT)
(c) AFP (HANDOUT)
1/27

Erwartungsgemäß geht es bei der Präsentation jetzt mit der neuen Generation der Apple Watch weiter, der "Series 7". Deren Display schon einmal deutlich größer geworden ist, versprochen werden 20 Prozent mehr Fläche. Verfügbar wird die neue Datenuhr "später in diesem Herbst" sein, der US-Preis für die "Series 7" liegt bei 399 US-Dollar. Mit an Bord: Eine IP6X-Zertifizierung, also Wasser- und Staubresistenz. Geladen wird per USB-C-Kabel, 45 Minuten sollen für 80 Prozent Ladestand ausreichen. Und: Der Apple-Dienst Fitness+ kommt jetzt auch nach Österreich.

Die Apple Watch Series 7
Die Apple Watch Series 7 Foto © KK

"Now let's talk about iPhone". Tim Cook leitet ein, wir kommen zum wohl wichtigsten Teil der Präsentation. Heißen wird die neue Geräteklasse, so viel ist schon mal klar, "iPhone 13". Bis zuletzt gab es diesbezüglich ja zumindest einige wenige Fragezeichen. Die Dualkamera beim iPhone 13 und beim iPhone 13 Mini wird neu angeordnet und ausgestattet, der integrierte A15-Bionic-Chip soll um "50 Prozent schneller als die führende Konkurrenz" sein. Gut, das können wir an dieser Stelle schwer überprüfen. Selbiges gilt für die Qualität des neuen "Cinematic Mode", der die Videofunktion ergänzt und besonders hohe Filmqualität verspricht. Die Software soll dabei je nach Geschehen automatisch auf verschiedene Ebenen im Bild fokussieren. Dreht sich etwa eine Person im Vordergrund um, wird auf den Hintergrund in Blickrichtung scharfgestellt.

Ein Software-Update ist dem großen Thema Privatsphäre geschuldet. Audio-Konversationen mit Apples Siri werden per Voreinstellung zunächst einmal nur am Gerät selbst gespeichert. Der Akku des Mini soll 1,5 Stunden länger durchhalten als der des iPhone 12 Mini. Beim "größeren Bruder", dem iPhone 13, liegt der Unterschied bei 2,5 Stunden. Die US-Preise sind dieselben wie beim Start des iPhone 12: Das iPhone 13 Mini wird ab 699 Dollar verkauft, das iPhone 13 ab 799 Dollar.

Die Premium-Geräte schlechthin heißen iPhone 13 Pro und iPhone 13 Pro Max. Und bekommen die erwartete Bildwiederholrate von bis zu 120 Hertz. Damit sollen Bildübergänge noch einmal fließender werden. Außerdem setzt man beim Pro-iPhone fortan auf einen speziellen Modus für "Makrofotografie", also für wahrlich detaillierte Detailaufnahmen. Ebenfalls erstmals an Bord: die Speichervariante mit 1 Terabyte. Die Preise: Das iPhone 13 Pro gibt es in den USA ab 999 Dollar, das Pro Max ab und 1099 Dollar.

Die Österreich-Preise

iPhone 13 Mini: ab 799 Euro
iPhone 13: ab 899 Euro
iPhone 13 Pro: ab 1149 Euro
iPhone 13 Pro Max: ab 1249 Euro

iPad Mini: ab 549 Euro
iPad: ab 379 Euro

Schulen als spezielle Zielgrupe mit speziellem Preis für das neue iPad
Schulen als spezielle Zielgrupe mit speziellem Preis für das neue iPad Foto © KK

Kommentare (4)
GanzObjektivGesehen
3
2
Lesenswert?

Das wäre einmal ein neues Feature:

Das Mobiltelefon funktioniert im Auto nur, wenn es in einer Ladeschale (Verbindung zur Freisprecheinrichtung) liegt, und Tippen ist nur bei Stillstand des Fahrzeugs möglich.

Träumen wird man ja dürfen......

joektn
1
2
Lesenswert?

Gibt es ja bereits

Sobald sich mein iPhone mit meinem Auto verbindet, ist das Display und alle Benachrichtigungen am iPhone gesperrt. Das Feature gibt es in iOS schon sehr lange.

Lage79
0
6
Lesenswert?

Liebe @KleineZeitung Redaktion

Hier habt ihr leider falsch abgeschrieben - und zwar die Apple Watch 7 ist nicht um 40% dünner 😉 …sondern der schwarze Rand zwischen dem Display und dem Gehäuse wurde nur dünner. Wäre die gesamte Uhr um 40% dünner, könnte man die Uhrbänder nicht mehr anbringen 😅

Kleine Zeitung
2
2
Lesenswert?

Slim-fast-Uhr

Lieber Lage79, danke für den Hinweis, ich habe dein Bedenken unserer Wirtschafts-Redaktion weitergeleitet, wir werden es umgehend ändern.
Lg aus der Redaktion und einen schönen Tag noch