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Paul Krall von GoStudentFinanzchef von Österreichs wertvollstem Start-up: "Schon immer Zahlenmensch"

Paul Krall (31), Finanzchef bei Österreichs wertvollstem Start-up, dem Nachhilfeanbieter GoStudent, über neue Zielmärkte und den fragmentierten Bildungsmarkt.

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Paul Krall (31), Finanzchef bei Österreichs wertvollstem Start-up, dem Nachhilfeanbieter GoStudent
Paul Krall (31), Finanzchef bei Österreichs wertvollstem Start-up, dem Nachhilfeanbieter GoStudent © (c) Hannes Krainz
 

Haben Sie als Finanzchef einer mit 1,4 Milliarden Euro bewerteten Nachhilfeplattform selbst je Nachhilfe gebraucht?
PAUL KRALL: Tatsächlich nie, aber ich habe selbst welche gegeben, und zwar in Buchhaltung. Ich war immer schon ein Zahlenmensch.

Kommentare (7)
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Karin1238
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Reines Preisdumping

Für viele bestehende Nachhilfeinstitute wird diese Konkurrenz das schleichende Aus mit sich bringen. Die Kalkulation mit einem festen Stanort (Mieten, Einrichtungen, etc..) und mit ausgebildeten PädagogInnen mit einer qualitativen Vorbereitung und Nachbereitung kann sich nicht mehr ausgehen. In einer qualitativen, ernsthaften Nachhilfestunde stecken mindestens 2 Stunden Arbeit. Bei 15 Euro brutto ein Hungerlohn. Alle Mitarbeiter mit Werkverträgen auszustatten, die keinem Kollektivlohn auch nur annähernd entsprechen finde ich einfach als nicht in Ordnung.

Patriot
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Es ist ein Armutszeichen für das Bildungsministerium und die Bildungsdirektionen,

dass es überhaupt solche Nachhilfeinstitute geben muss!
Das Geld, das für diese aufgeblähten Tintenburgen verschwendet wird, wäre in den Schulen viel besser investiert!

nasowasaberauch
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Ich befürchte „die aufgebläht Tintenburg“ ist die Schule

Kein Mensch würde Geld für Nachhilfe ausgeben, wenn das lernen für alle in der Schule funktionieren würde.

Ich vermute der Erfolg von GOStudent spricht für sich. Warum sollte eine Nachhilfe die aufgezogen ist wie eine Schule besser sein, wenn die Nachhilfe durch ähnliche Strukturen in der Schule erst nötig wird?

zweigerl
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Tintenburg?

"Warum sollte eine Nachhilfe die aufgezogen ist wie eine Schule besser sein, wenn die Nachhilfe durch ähnliche Strukturen in der Schule erst nötig wird?" Was heißt das im verständlichen Deutsch? (2 Beistriche fehlen) Dass die private Nachhilfe die Strukturen des schulischen Unterrichts abbildet? Private Nachhilfe, zentriert auf das Angstfach "Mathematik", hat weniger mit einem Bildungsnachholbedürfnis zu tun als mit der Kompensation von elementaren kognitiven Schwächen der Nachhilfeschüler. Die Matura ist nach wie vor ein Passierschein für den Eintritt in gutbezahlte Jobs. Aber ich gebe Ihnen Recht: Auch die Schule hat Defizite. Ob das Bild von der "Tintenburg" stimmt, würde ich jedoch in Zweifel ziehen. Das bezieht sich nur auf die sogenannten "Bildungsdirektionen", die ohne Gespür für Bildung verbürokratisierte Befehlszentralen sind. Alles das übertrifft jedoch dieser Startup, der sich als geldscheißender Goldesel konstituiert hat und gnadenlos die gewachsenen Nachhilfeinstitute zerstören.

nasowasaberauch
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Ansätze unterstützen auch ;)

Sich in ihrer Textwand, wegen einem Beistrich über unverständliches Deutsch zu beschweren find ich aber echt amüsant.

Esel scheissen immer nur dann Gold, wenn irgendwer was verdammt richtig macht. Den mindestens 9 von 10 startups gehen Pleite bevor sie lukrativ werden.

Sie beschweren sich also darüber, dass ein paar risikofreudige Menschen eine funktionierende Lösung zu einem Problem gefunden haben?

Klar, das tut alt eingesessenen, nicht so gut funktionierenden und teureren Lösungen natürlich weh. Das nennt sich Innovation. Den Verweigerern stellt sich das natürlich anders da.

War damals mit den Kutschen und dem Automobil wohl auch so.

Falls noch irgendwo ein Beistrich fehlt, dürfen sie gerne noch mal helfen.

nasowasaberauch
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10:1 verstehen mich scheinbar

Tut mir leid, dass ich einem Lehrer mit meiner Beistrichschwäche auf den Schlips getreten bin. Da haben sie mich jetzt aber wirklich erwischt!

Ja, deutsch war mein Angstfach. Hab trotzdem eine akademische Ausbildung erfolgreich abgeschlossen.

Nachdem ich keine Kinder habe, ist mein Bild von heutigen Schulen vielleicht verzerrt. Meine Mutter war bis vor kurzem Lehrerin. Ein wenig Einblick habe ich also schon.

Meiner Meinung nach ist die Schule in vielen Bereichen im Mittelalter stecken geblieben. Technisch sowieso. Inhaltlich teilweise. Gerade Mathematik als Lieblingsfach für Nachhilfe könnte man so praxisbezogen unterrichten. Tut nur keiner.

Woher ich das weiß? Ich hab ein paar Jahre gearbeitet, bevor ich mein Studium begonnen habe. Deshalb hatte ich gerade in Mathe vieles aufzufrischen. Selbst die Schulbücher hatten viele praktische Anwendungen aufgezeigt. Wenn das damals auch nur ein Lehrer aufgegriffen hätte...

Auch gibt es zu vielen Rechentechniken auch graphische Wege die Rechnung darzustellen. Für visuell veranlagte Menschen sehr naheliegend, sogar selbst erklärend.

Aber klar, die Schüler sind zu dumm. Es liegt sicher nie an den Methoden.

zweigerl
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Bildungskommerz, igitt!

Dass "Deutsch" (substantivierte Gegenstandsbezeichnung i.U.z. "auf deutsch heißt das") Ihr Angstfach war, glaube ich nicht. Sie formulieren auf eine konzise Art und Weise - und auch nahezu fehlerfrei - sodass man Ihnen Ihre akademische Profession auf Anhieb glaubt. Beistriche richtig setzen, das können heute auch nur mehr ganz wenige Studierende. Inhaltlich polemisierte ich gegen einen kommerzialisierten Nachhilfebetrieb, der Algorithmen, Kalküle und Vokabel trainiert, ohne auch nur eine Funken Ahnung davon zu haben, was "Bildung" essentiell bedeutet. Sowohl für die Persönlichkeitsentwicklung als auch für die Berufsorientierung, die nicht bloß money, money, money im Auge hat. Es geht retro, lieber Herr "nasowas", das betrifft auch Fernreisen, Flächenversiegelungen und sinnlose "Startups", wie diese Mega-"GoStudent"-Nachhilfeunternehmung, die dort Fremdhilfe anbietet, wo dringend autonome Erfahrungen gefragt wären. Ich bin froh, dass die sicherlich nicht perfekte "Schule" Beharrungstendenzen hat und irgendwann darauf sch... wird, unterm Kontext "schoolsgodigital" sprach- und sprechunfähigen Jugendlichen das neueste "Tablet" zum Drücken in die Hand zu drücken.