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Analyse: Stern neuer ChefMatch um OMV-Spitze: Gretchenfrage sorgte für dicke Luft und tiefe Kluft

Welchen Kurs soll Österreich größter Tanker der Energiewirtschaft steuern? Die Gräben über die Konzernzukunft schienen tief. Der Aufsichtsrat hat entschieden: Der Steirer Alfred Stern wird neuer OMV-Chef.

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Alfred Stern
Alfred Stern © (c) APA/HANS KLAUS TECHT (HANS KLAUS TECHT)
 

Als Rainer Seele (60) vor sechs Jahren das Kommando auf der Brücke von Österreichs Öltanker OMV übernahm, war die fossile Welt der mächtigen Konzerne wie BP oder Shell noch weitgehend die alte Welt. Und das strategische Ziel der OMV, das Seele im Frühjahr 2018 in London der Öffentlichkeit präsentierte, war glasklar: Die OMV steckt sich höchst ehrgeizige Förderziele bei Öl und Gas, um in der Oberliga mitspielen zu können. Die Frage, ob dem nicht schon bald viel strengere Klimaschutzziele gegenüberstehen könnten, wurde wortreich beantwortet. Aussagekräftiger war damals der ungefilterte Kommentar eines OMV-Managers, der sein Mikrofon abgeschaltet glaubte, als er sinngemäß sagte, was diese blöde Frage soll. Die Klimaschutz-Diskussion, die heute große Teile der Politik bestimmt, war kein Thema. Und Rainer Seele geht bei der OMV noch schneller von Bord als erwartet.

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