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IBM-Austria-Chefin Patricia Neumann: "Technologie für Grünen Pass ist schon da"

Patricia Neumann, General Manager von IBM Österreich, über den Nutzen der Digitalisierung und ihre Wirkung als Jobmotor in der Coronakrise. Mit Supercomputern half IBM bei der Impfstoff-Forschung.

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Patricia Neumann, General Manager IBM Österreich
Patricia Neumann, General Manager IBM Österreich © IBM
 

Im Lockdown haben wir alle gemerkt, dass von zu Hause aus digital vieles leichter geht. Wie stieg durch Corona die Akzeptanz für Digitalisierung, vor der sich viele fürchteten?
PATRICIA NEUMANN: Wenn es aus der Krise eine Lehre gab, dann die, dass manche Dinge nur noch digital möglich sind. Da ist der Vorteil und Nutzen der Digitalisierung bei den Menschen angekommen und die Akzeptanz sehr stark gestiegen. Auch in den Schulen, wo wir hoffen, dass bald wieder Normalität herrscht, bin ich dankbar – auch für meine Familie –, dass Distance Learning möglich war.

Trotzdem sind mehr als 350.000 Menschen arbeitslos und über 400.000 Menschen in Kurzarbeit. Wo ist jetzt die Digitalisierung ein Jobmotor?
Entscheidend ist, dass die Wirtschaft wieder aufsperren kann, um die Digitalisierung einzusetzen. Solange das nur teilweise der Fall ist, ist die Ausbildung und Umschulung, wo digitales Lernen auch während der Krise möglich ist, ganz wichtig, um dann Jobs zu finden. Gerade in unserer IKT-Branche suchen wir viele Arbeitskräfte.

Was hat IBM in der Zeit für die Nutzer gemacht?
Gleich zu Beginn haben wir viele Cloud-Lösungen kostenlos zur Verfügung gestellt, damit Unternehmen in die digitale Welt umsteigen konnten. Mit Schulen haben wir zusammengearbeitet, um das Webex-Tool von Cisco zum Einsatz zu bringen. Da halfen auch viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von IBM freiwillig mit. Weltweit hat IBM für Forschung, die extrem hohe Computerleistung braucht, sein starkes Portfolio bei High Performance Computern in Clustern zur Verfügung gestellt, um die Erforschung von Impfstoff zu unterstützen und die Verbreitung der Pandemie in den Griff zu kriegen.

IBM-Quantencomputer. Für die hohe Rechnerleistung bei der Impfstoff-Forschung stellte IBM High Performance Computer zur Verfügung
Foto © IBM

Trauen Sie Österreich und der EU den Grünen Pass bis Juni zu?
Ja. IBM darf bereits in Deutschland beim digitalen Impfpass mitarbeiten. Das heißt, die Technologie ist da. Wenn auf politischer Ebene der Wille da ist, bin ich zuversichtlich, dass es für Österreich und die EU eine Lösung gibt. Ich hoffe auf einen europäischen Standard, dafür braucht es die Rahmenwerke.

Hat IBM eine digitale Strategie für die KMU in Österreich?
Wichtig ist, die Digitalisierung nicht um ihrer selbst willen einzusetzen, sondern weil man sie braucht: Die schönsten Beispiele sind die, wo Innovation und neue Geschäftsmodelle entstehen.

Was sagen Sie Corona-Leugnern, die auch 5G verteufeln?
Wenn der Nutzen da ist, ist es sinnvoll, sich für neue Technologien zu öffnen.

IBM war ein Vorreiter bei PC und Mail, was kommt als Nächstes in dieser Breite an?
Das wird künstliche Intelligenz sein. Schon jetzt hat jeder Berührung damit. Sie ersetzt uns nicht, aber unterstützt uns im Privaten und im Beruflichen.

 

Kommentare (2)
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scionescio
19
5
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Mit dem Einwurf von vielen gültigen Münzen....

... wird das IBM („im Betrieb mangelhaft“ schon machen- man könnte sich dann ja auch mit einer Spende erkenntlich zeigen...

satiricus
13
28
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"Trauen Sie Österreich und der EU den grünen Pass bis Juni zu?"

Ja, aber nur, wenn in den beteiligten Firmen genügend türkise Macher & Manager am Ruder sind.
Vielleicht hätte auch der Harry Mahrer noch Zeit für ein Engagement, damit der Pass so erfolgreich wird wie das 'kaufhaus österreich' :-))