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2300 Jobs bei MAN wackelnWie die Politik die Multikrise im Fahrzeugbau mitverantwortet

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Schon vor der Corona-Pandemie erwartete der Lastwagenbauer MAN mit Sitz in München einen Umsatzeinbruch von 10 bis 20 Prozent. Im ersten Halbjahr 2020 waren es dann bereits 26 Prozent. Der Nutzfahrzeug-Konzern rutscht tief in die roten Zahlen, nach satten 408 Millionen Euro Gewinn im Vorjahr. Das ist wirklich kein Rütteln mehr, sondern ein heftiges Erdbeben, das die VW-Tochter erschüttert.

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hefritz03
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Dieselmotor beim Lkw ohne Alternative

Der Umstieg von Verbrennungsmotoren auf Elektro ist im schweren Nutzfahrzeugsegment technisch nicht möglich (Gewicht der Akkus) Akkus reichen nur für einige Km Fahrtstrecke. Der Wasserstoffantrieb wäre sinnvoll, wir aber frühestens in 10 Jahren serienreif sein.
Die Lkw mit Verbrennungsmotoren sind von der Investitionsförderung ausgeschlossen. Tatsache ist, dass die neuen Lkw um ca. 3 - 5 Liter weniger Diesel pro 100 km verbrauchen, was eine bedeutende Schadstoffreduktion bringen würde. Die Nutzungsdauer solcher Lkw beträgt ca. 5 - 6 Jahre - also ein Zeitraum, in dem mit Sicherheit noch keine Alternativen vorhanden sind.
Trotzdem werden solche Investitionen, die wesentliche Verbesserungen bringen, und wo es auch keine alternativen Lkw Antriebe gibt, von der Förderung wegen der Klimaziele ausgeschlossen. Das hält natürlich viele Betriebe von Neuinvestitionen ab und schadet damit beispielsweise MAN und auch der Umwelt. Diese Verordnungen gehen sogar so weit, dass auch Aufbauten und Kühlmaschinen, die auch bei alternativen Antrieben erforderlich wären, nicht gefördert werden.

melahide
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Leider

für die Betroffenen - lässt sich ein Wandel nicht vermeiden. Natürlich gibt es dann Sündenböcke für die Betroffenen. Aber die meisten der Konzerne haben den Wandel verschlafen und tun dies auch weiterhin.

So wie jetzt können wir nicht weiter machen.

Und ich muss sagen: Ich war vom Wandel auch schon 2 mal betroffen. Das 1. Mal hab ich mich selbst wegrationalisiert. Umstellung von Zettel auf PC Anfang 2000. Meinen zweiten Job gab es nach 10 Jahren nicht mehr. Also ich kann mitfühlen.

Auch bei MAN sind es eher Ausreden die „Gewinnoptimierungen“ einläuten, wie überall. Unser Wirtschaftsystem ist kaputt! Der Markt regelt halt nicht alles. Jeder sollte die Möglichkeit haben, sich selbst und seine Familie durch Erwerbsarbeit zu versorgen. Ohne staatliche Eingriffe geht das nicht

Panky
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Da kommen

dem nächst auch noch die anderen - Raum Graz ...